Kein Tag der Torhüter bei der ersten Saisonniederlage der Tigers


ESC Hassfurt – EHC Bayreuth 9:7 (2-1;5-3;2-3)

Zuschauer: 454
Strafen: H: 63 Min
BT: 28 Min
Powerplay: H:3/4
BT: 4/11

Hassfurt: Hildenbrand Martin, Sprenger – Schorr M (4), Waldvogel S (4), Berndaner (2), Schorr B,
Hildenbrand Marco (6) – Popek (2), Thür Jun (2), Waldvogel M (2), Herrmann, Nold (2),
Kaufmann (2), Franek (12), Fuchs (25), Beck
Bayreuth: Döhler, Bädermann – Graf, Kiesl, Zimmermann, Hausner, Mayer (2), Zimmer (2) –
Zeilmann (2), Walther (10), Fritsche (2), Samek (6), Diener, Bärnreuther (2), Schmidt,
Carbone, Gorges (2), Hausauer

Torfolge: 1-0 (12) S.Waldvogel (M.Waldvogel, Berndaner); 1-1 (14) 5-4 Schmidt (Zeilmann, Mayer); 2-1 (16) 4-5 Franek (M.Schorr); 3-1 (22) 5-4 M.Waldvogel (Herrmann); 4-1 (28) 5-4 Popek (Nold); 4-2 (29) 5-4 Bärnreuther (Zimmermann, Hausauer); 5-2 (30) Berndaner (M.Schorr); 5-3 (32) 6-4 Gorges (Hausauer, Bärnreuther); 6-3 (33) Franek (Popek); 7-3 (36) Herrmann (Beck, Kaufmann); 7-4 (36) Gorges (Zeilmann); 7-5 (41) 5-4 Hausauer (Zimmer); 8-5 (45) 5-4 M.Waldvogel (Herrmann, B.Schorr); 8-6 (50) Schmidt (Hausauer, Samek); 8-7 (58) Schmidt (Zimmermann, Hausauer), 9-7 (60) 4-6 Popek (B.Schorr)

Nach einer knapp 5 minütigen Abtastphase hatten die Tigers die erste Torchance dieses Spitzenspiels. Torhüter Hildenbrand blieb aber genauso Sieger im Duell mit dem Angreifer, wie im Gegenzug Döhler. Äußerst kurios war dann der Führungstreffer der Hawks. Ein Schuss, der weit am Tor vorbei gegangen wäre, prallte unglücklich von einem Bayreuther Schlittschuh ins Tor. Unbeeindruckt davon glichen die Oberfranken durch den Nachschuss von Schmidt in Überzahl aber nur 2 Minuten später aus. Einen völlig unnötigen und übermotivierten Bandencheck (von hinten mit Anlauf) eines Hassfurters bestrafte das Schiedsrichtergespann dann absolut zu recht mit einer Spieldauerstrafe. Der gerade erst wieder genesene Graf konnte aber nicht mehr weiter spielen. Zu allem Überfluss nutzten die Unterfranken dann einen Abspiel- und Stellungsfehler der Gäste durch den auffälligen Franek per Unterzahlbreak zum 2-1. In der Offensive gelang den Tigers dagegen viel zu wenig.

Wie man effektiveres Powerplay spielt, demonstrierten dann die Falken gleich zu Beginn des Mittelabschnittes bei den beiden Toren von Waldvogel und Popek. Bärnreuther (nach Traumpass von Zimmermann) und Gorges deuteten dann Lernfähigkeit mit ihren Überzahltoren an. Dazwischen hatte aber Oldie Berndaner auf 5-2 für das Heimteam gestellt. Franeks klasse Solo und Herrmann schraubten dann, unter gütiger Mithilfe der Bayreuther Abwehr inklusive Goalie, das Ergebnis zwischenzeitlich auf 7-3. Das ebenfalls alles andere als unhaltbare Tor von Gorges war dann der Schlusspunkt in einem hektischen 2.Drittel. Mit der Umstellung auf 2 Reihen und anderer Zusammensetzung zeigte Trainer Weingran aber deutlich, das man noch mal alles versuchen wollte.

Gleich nach Wiederanpfiff traf Hausauer bei 5 gegen 4 und nährte damit die Hoffnung auf eine Wende. Die wurde aber durch das dritte Powerplaytor der Hawks gleich wieder gedämpft. Da Franek dann mit seinem berechtigten Penalty an Döhler scheiterte, blieb den Tigers noch eine Chance noch mal heran zu kommen. Durch die beiden blitzsauberen Treffer des starken Schmidt bekam man dann sogar noch die Gelegenheit mit einem sechsten Feldspieler ein Remis zu erzwingen. Aber Popek traf dabei ins leere Tor zur Entscheidung für den ESC.

Die Tigers konnten eigentlich in allen Belangen nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und mussten so die ersten Minuspunkte hinnehmen. Hausauer war zwar um spielerische Linie bemüht und die guten Schmidt und Gorges sorgten für Torgefahr, doch ansonsten blieben die Wagnerstädter teilweise weit unter ihren Möglichkeiten. Schlechtes Aufbauspiel und viele verlorene Zweikämpfe verhinderten diesmal den bisher so bravourösen Spielwitz des EHC. Besonders Franek und Popek nutzen das immer wieder für die Hawks aus. Man kann zwar dem Team nicht den Willen absprechen, sonst wäre es nicht noch mal richtig spannend geworden. Aber für mehr fehlte an diesem Abend einfach das letzte Quäntchen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth