Am Ende wurde es noch richtig deutlich für die Tigers


ESV Würzburg – EHC Bayreuth 2:8 (1-3;1-1;0-4)

Zuschauer: 107
Strafen: W: 12 Min
BT: 14 Min
Powerplay: W: 0/4
BT: 2/6

Würzburg: Chernyavsky, Kimmt – Durnev, Glotz, Hofmann (2) – Stumpf, Schmalholt, Dergunov (2),
Moritz, Kacir, Lang, Müller (4), Ritter, Metz (4)
Bayreuth: Döhler, Steeger – Zimmermann (4), Wagner, Rothemund, Hausner (4), Mayer, Zimmer (2)
- Walther (2), Samek, Diener, Bärnreuther (2), Schmidt, Carbone, Runge, Gorges, Hausauer
Torfolge: 0-1 (5) 5-4 Hausauer (Mayer); 0-2 (9) 5-4 Hausner (Hausauer, Schmidt); 1-2 (11) Kacir
(Lang, Müller); 1-3 (19) Diener (Runge); 2-3 (21) Lang (Müller, Kacir); 2-4 (33) 4-5
Hausauer; 2-5 (47) Gorges (Schmidt, Hausner); 2-6 (57) Zimmermann (Samek); 2-7 (59)
Gorges (Hausauer, Schmidt); 2-8 (60) Runge (Walther)

Coach Weingran startete mit der gleichen Reihenzusammenstellung, wie man zuletzt in Hassfurt aufgehört hatte. Hausauer zwischen den Außen Schmidt und Gorges, sowie Carbone zwischen Bärnreuther und Samek. Ohne Graf, der nicht mehr für die Tigers spielen wird, sowie die erkrankten bzw. verletzten Kiesl, Zeilmann, Fritsche und Bädermann brauchte man ein paar Minuten um sich auf der offenen Eisfläche unter Nieselregen und dem sehr weichen Eis zu Recht zu finden. Als erstes gelang dies Hausauer, der mit einem klasse Solo in Überzahl sein Team in Führung brachte. Die Tigers dominierten dann mehr und mehr das Spielgeschehen. Nach ein paar vergebenen Torchancen brachte Hausners Powerplay-Schlagschusstor das 0-2 für die Oberfranken und etwas Sicherheit. Einen Deckungsfehler der Wagnerstädter nutzte der völlig vergessene Kacir aus Mittelstürmerposition sicher zum Anschlusstor der Eisbären. Die Gelb-schwarzen blieben zwar tonangebend doch auch Torwart Döhler musste ein paar brenzlige Situationen entschärfen. Weil auch sein Gegenüber Chernyavsky nicht so leicht zu überwinden war, dauerte es bis kurz vor Drittelende, bevor Diener per Nachschuss der nächste Treffer gelang.

Im Mittelabschnitt fanden die Gäste zunächst trotz der Führung nicht so richtig ins Spiel. Ein kapitaler Abspielfehler in der eigenen Zone führte dann auch gleich zum Anschlusstreffer der Unterfranken durch Lang. Dadurch noch mal aufgerüttelt, versuchten die Eisbären das Blatt zu wenden. Vor allem bei 5 gegen 3 hatten sie auch einige gute Chancen dazu. Doch der bärenstarke Döhler verhinderte gleich mit mehreren Prachtparaden den möglichen Ausgleich. Als dann Hausauer in Unterzahl mit seinem Solobreak auf 2-4 stellte, war das große Aufbäumen des Heimteams überstanden.

Im Schlussdrittel machten sich dann die konditionellen Vorteile der Tigers immer deutlicher bemerkbar. Die Würzburger kamen kaum noch zu eigenen Aktionen und wurden von den Oberfranken immer weiter zurück gedrängt. Zweimal Gorges, Zimmermann und Runge sorgten so zum Ende noch für einen deutlichen Auswärtssieg. Der ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, war aber dennoch völlig verdient.

Die schwierige Aufgabe in der dachlosen Würzburger Eisbahn wurde von den Tigers schlussendlich noch souverän gelöst. Zwischendurch muss man aber auch noch ein paar kritische Momente zugestehen, wo das Spiel doch auch etwas auf der Kippe stand. Hoffentlich trügt der Schein, das die Mannschaft zuletzt nicht mehr ganz so engagiert zu Werke geht. Die taktischen Vorgaben scheinen nicht mehr so richtig eingehalten zu werden und die Laufbereitschaft bei einigen Akteuren hat auch etwas gelitten. Das sie es besser können zeigten sie auch in Unterfranken in einigen Phasen und kamen so zu einem wichtigen Erfolg. Man war die bessere Mannschaft und hatte auch deutlich mehr vom Spiel und ging somit auch als verdienter Sieger vom Eis. Solange die Kräfte bei den dezimierten Würzburgern aber reichten, hielten sie das Spiel halbwegs offen. In den nächsten Spielen muss man sich aber steigern, um im Dreikampf für die beiden Aufstiegsrundenplätze gegen Hassfurt und Pegnitz bestehen zu können. Positiv bleibt festzuhalten das man sich unter dem Strich in einem Auswärtsspiel, wo es auch für andere Teams nicht leicht wird, keine Blöse gab und zwei weitere Pluspunkte auf der Habenseite verbuchen konnte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth