Arbeitssieg für die Tigers


EHC Bayreuth – ESV Würzburg 6:3 (3-3;1-0;2-0)

Zuschauer: 426 Strafen: BT: 18 Min W: 58 Min Powerplay: BT: 1/8 W: 0/5

Bayreuth: Bädermann, Steeger – Kiesl, Zimmermann, Wagner, Hausner (2), Mayer, Zimmer (4) - Zeilmann, Samek (2), Diener (2), Bärnreuther, Schmidt (2), Carbone, Runge, Gorges, Hausauer (4)

Würzburg: Chernyavsky, Rud – Hiemer (6), Durnev, Glotz, Hofmann (4) – Stumpf, Hirschauer (2), Schmalholz (2), Dergunov, Kacir, Lang (34), Müller (8)

Torfolge: 0-1 (2) Lang (Müller); 0-2 (5) Lang; 1-2 (6) Zeilmann; 1-3 (7) Dergunov (Lang); 2-3 (10) 5-3 Zimmermann (Samek); 3-3 (18) 4-5 Bärnreuther; 4-3 (23) Bärnreuther (Penalty); 5-3 (45) 4-5 Bärnreuther (Schmidt, Mayer); 6-3 (57) 4-4 Gorges

Der Rückrundenauftakt begann für die Tigers ziemlich holprig. Irgendwie schien ihnen die längere Pause nicht wirklich gut bekommen zu sein. Manch Zuschauer wird sich verwundert die Augen gerieben haben, als er nach 5 Spielminuten einen 0-2 Zwischenstand auf der Anzeigentafel im Tigerkäfig sehen konnte. Der unglücklich agierende Torwart Bädermann hatte sich dabei zwei mal von Lang düpieren lassen. Sichtbar davon geschockt fanden die Oberfranken überhaupt nicht ins Spiel. Einer energischen Einzelaktion von Zeilmann entsprang dann zumindest der Anschlusstreffer. Doch fast im Gegenzug vollendete Dergunov sein Break nach einem Abwehrfehler des EHC zum 1-3. Mit seinem Überzahltor brachte Kapitän Zimmermann sein Team dann wieder heran. Mit viel Übersicht wurde er dabei glänzend von Samek freigespielt und vollstreckte sicher. Mit einem souverän genutzten Unterzahlbreak schaffte Bärnreuther sogar noch den Ausgleich im Anfangsdrittel.

Im Mittelabschnitt konnten sich die Wagnerstädter dann etwas besser sortieren. Die Gäste kamen kaum noch zu eigenen Torchancen. Mit ihrem kleinen Kader agierten sie sowieso relativ destruktiv und warteten wohl auf einzelne Konter und Fehler der Gelb-schwarzen. Da Bärnreuther dann einen berechtigten Penalty mit einem schönem „Move“ verwandelte, gingen die Tigers in Führung. In der Abwehr lies man kaum noch etwas zu, aber im Angriff tat man sich auch ziemlich schwer, sich Torchancen zu erspielen. Die schon oft gesehene Spielfreude war beim EHC diesmal nicht zu entdecken. Erschwerend kam dann noch dazu das die wenigen guten Möglichkeiten auch wiedermal „schludrig“ vergeben wurden.

Im Schlussdrittel war es wieder der abschlussstarke Bärnreuther, der mit seinem zweiten Unterzahltor des Tages für die Vorentscheidung sorgte. Nach einigen vergeblichen Versuchen seiner Mannschaftskollegen, zog er trocken aus der Halbdistanz an und gab dem diesmal nicht so auffälligen Chenyavsky das Nachsehen. Die Bayreuther behielten das Spiel zwar weiter unter Kontrolle, Glanz vermochten sie an diesem trüben Dezembertag aber nicht zu versprühen. So war es dann auch wieder eine Einzelaktion von Gorges, mit der er den Endstand herstellt. Kurz vor Spielende wäre das Spiel völlig unnötig aber fast noch eskaliert. Nachdem Eisbärenspieler Lang völlig zu Recht eine Spieldauerstrafe bekommen hatte, sah sich Gästecoach Forster genötigt seine Mannschaft für 2 Minuten vom Eis zu nehmen. Was er damit bei diesem Spielstand und nicht einmal mehr 3 Spielminuten bezwecken wollte, wird wohl sein Geheimnis bleiben? Besondere Benachteiligung waren jedenfalls nicht erkennbar. Einen Schönheitspreis haben sich die Tigers für diese Partie sicher nicht verdient. Am Ende zählen aber nur die 2 Punkte. Trotz eines ganz miesen Starts und einer insgesamt eher schwachen Leistung, behielt man die Oberhand. Wenn man trotz schlechtem Spiel gewinnt, ist das irgendwie sogar wieder positiv. Wichtig wird aber für das Team um Trainer Weingran sein, daraus die richtigen Lehren zu ziehen. Gegen stärkere Gegner würde eine Wiederholung sonst vielleicht doch einmal ins Auge gehen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth