Samek Gala nach Rückstand als Weckruf


EHC Bayreuth – ERSC Amberg 8:2 (1-1;5-1;2-0)

Zuschauer: 431
Strafen: BT: 14 Min
A: 20 Min
Powerplay: BT: 1/6
A: 1/3

Bayreuth: Döhler, Bädermann – Zimmermann (2), Wagner (4), Hausner (4), Mayer (2) – Walther (2),
Samek Diener, Bärnreuther, Schmidt, Carbone, Runge, Gorges, Hausauer

Amberg: Augsberger G, Braun – Jonak, Gassner, Huerteas, Kress – Heckmann (6), Gäck (2),
Donhauser (2), Augsberger M (2), Ritter (4), Schaller, Fillenberg (2), Swadzba, Aukofer,
Ksoll (2)

Torfolge: 1-0 (11) Bärnreuther (Schmidt); 1-1 (17) Aukofer (Gäck); 1-2 (23) 5-4 Aukofer (Heckmann,
Jonak); 2-2 (24) Samek (Gorges); 3-2 Samek (Gorges, Carbone); 4-2 (25) Bärnreuther
(Hausauer, Schmidt); 5-2 (31) Samek (Carbone, Gorges); 6-2 (37) 4-4 Gorges (Wagner,
Carbone); 7-2 (47) Hausauer (Schmidt); 8-2 (56) 5-4 Schmidt (Zimmermann, Hausauer)

Der relativ kleine Tigerskader ergriff nach einem kurzen Abtasten die Initiative. Bei den ersten Torchancen zielte man knapp vorbei oder Augsberger im Tor der Löwen parierte. Im folgenden Powerplay kamen die Bayreuther nicht richtig in die Positionen, sondern Döhler musste 2 brandgefährliche Unterzahlbreaks der Gäste abwehren. Insgesamt machte die Abwehr des EHC wiederholt nicht den sichersten Eindruck. Man agierte teilweise viel zu offen, mit schlechter Raumaufteilung und überließ den Oberpfälzern so den Platz, den sie zu einigen Kontern nutzten. Doch Döhler zeigte sich dabei mehrmals als Meister seines Fachs. Wie man solche Möglichkeiten verwertet, demonstrierte dann Bärnreuther eindrucksvoll. Von Schmidt mit einem Steilpass bedient, blieb er eiskalt und vollstreckte sicher. Leider brachte das kaum Sicherheit ins Spiel der Oberfranken. Irgendwie wirkte fast die ganze Mannschaft ziemlich lethargisch. Eine Unkonzentriertheit direkt vor dem Tor, bestrafte dann der gute Aukofer mit dem Ausgleich für sein Team. Nur mit Einzelaktionen kamen die Wagnerstädter noch zu Gelegenheiten, ohne sie zu Toren nutzen zu können.

Im zweiten Drittel begann das Spiel genauso gehemmt, wie es vor der Pause aufgehört hatte. Bei Amberger Überzahl starteten erst die Tigers einen Angriff, der leider verpuffte und im Gegenzug traf erneut Aukofer nach einer schönen Kombination zur Führung. Das schien dann aber endgültig der Weckruf für die Festspielstädter zu sein. Viel bissiger spielend, wollte man das Ruder nun mit Macht herum reißen. Davon schien das Team von der Vils ziemlich beeindruckt zu sein. Jedenfalls hatte man danach nicht mehr viel zu bestellen. Der sehr einsatzfreudige Samek stellte durch seine trockenen Schüsse mit einem Doppelschlag die Weichen auf Sieg. Innerhalb von 30 Sekunden markierte er erst den Ausgleich und dann auch gleich das 3-2. Wieder nur 45 Sekunden später sorgte Bärnreuther mit dem 4-2 dann endgültig für Sicherheit beim Heimteam. Nach 2 Pfostentreffern von Schmidt und Mayer traf wiederum Samek mit einer ganz starken Aktion zur Vorentscheidung. Der Gorges Abstauber nach einem Carbone-Solo brachte sogar noch das 6-2, für die nun klar überlegenen Tigers.

Im Schlussabschnitt erlaubte man sich dann wieder einige Abwehrschwächen, die zu Breaks der Amberger führten. Der glänzend aufgelegte Döhler verhinderte aber mit starken Paraden weitere Gegentreffer. Auch die Oberfranken ließen dann noch einige gute Möglichkeiten aus, bevor Hausauer mit einem Solo und Schmidt, bei 5 gegen 4 schön freigespielt, den verdienten Endstand herstellten.

23 Minuten lang waren die Wagnerstädter aus unerklärlichen Gründen ziemlich blockiert. Es gab zwar vereinzelte Torchancen, doch spielte man weitestgehend ohne den nötigen Schwung und erlaubte sich teilweise haarsträubende Defensivschwächen. Doch mit dem 1-2 ging dann ein Ruck durch die gesamte Mannschaft. Angestachelt von der drohenden Pleite liefen die Kombinationen dann besser und vor allem Samek brillierte mit tollen Szenen. Bis zur zweiten Pause hatte man so alles entschieden und schaltete wieder einen Gang zurück. Für den weiteren Saisonverlauf darf man den Gegnern aber nicht solche Massen an Breaks erlauben. Stärkere Stürmer würden das sonst vielleicht so häufig bestrafen, das man das dann nicht mehr ausgleichen kann. Dass der eigene Torwart, trotz deutlicher Siege, fast immer zu den stärksten Spielern gehört, sollte dem Team für die kommenden Spitzenspiele Warnung genug sein.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth