Tigers machen Aufstiegsrunde klar


EV Pegnitz – EHC Bayreuth 3:5 (0-3;1-1;2-1)

Zuschauer: 586
Strafen: P: 18 Min
BT: 49 Min
Powerplay: P: 2/9
BT: 1/6

Pegnitz: Braun, Schmidt (ab 21.) – Mendel, Rembs, Schneider, Glück (4), Lukin (2), Andre – Knorre,
Hagen, Ponitz (2), Schüssel (2), Waldner (2), Skarupa, Brahmer, Krieg, Steffens, Fitzek,
Schwindl (6)

Bayreuth: Döhler, Steeger – Zimmermann, Wagner (27), Rothemund, Hausner (4), Mayer (6), Zimmer
Walther, Samek (2), Diener (2), Bärnreuther (2), Schmidt (2), Carbone, Runge, Gorges,
Hausauer (4)

Torfolge: 0-1 Diener (Runge); 0-2 (10) Schmidt (Bärnreuther); 0-3 (20) 5-4 Bärnreuther (Mayer); 1-3
(31) 5-4 Lukin (Schwindl); 1-4 (33) 4-5 Schmidt (Hausner); 2-4 (45) Brahmer (Glück); 3-4
(52) 5-4 Schwindl (Lukin); 3-5 (60) 5-6 Schmidt (Bärnreuther)

Das oberfränkische Kreisderby startete vor stattlicher Kulisse mit ziemlich gleichverteilten Spielanteilen. Während das Heimteam zu Beginn nur mit ihren beiden stärksten Reihen agierte, setzte Tigerscoach Weingran auf die in den letzten Wochen bewährten 3 Sturmformationen. Mit dem 0-1 für den EHC, aus der Halbdistanz erzielt, setzten die Gäste die um ihre letzte Chance kämpfenden Ice Dogs noch zusätzlich unter Druck. Deutlich erkennbar war dann, daß die Pegnitzer mit dieser Situation nicht wirklich umgehen konnten. Vielmehr übernahmen die Wagnerstädter mit dem 0-2, bei dem Schmidt ein 2-1 Break mit Bärnreuther vollendete, mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Selbst ein 5-3 Überzahlspiel konnte der EVP gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Bayreuther nicht nutzen. Wie man effektives Überzahl spielt, zeigten dann die Gelb-schwarzen. Schon nach etwa 30 Sekunden Powerplay traf Bärnreuther per Nachschuss zum Pausenstand.

Der unglücklich agierende Torhüter der Dogs wurde dann vom Ex-Bayreuther Schmidt ersetzt. In den nächsten Minuten konnte er sich dann auch gleich mehrfach auszeichnen. Unter anderem parierte er ein Bärnreuther Geschoss mit einem spektakulärem Fanghandsave. Mit dem 1-3, das der Pegnitzer Neuzugang Lukin mit einem abgefälschten Powerplay Schlagschuss erzielte, keimte nochmals Hoffnung auf eine Wende beim EVP auf. Vorausgegangen war allerdings eine äußerst fragwürdige Strafzeit gegen den Bayreuther Schmidt. Genährt wurde sie auch von dem vergebenen Break der Bayreuther und der Spieldauerstrafe gegen EHC-Verteidiger Wagner. Doch statt eines Anschlusstreffers der Dogs, sorgte der sehr auffällige Schmidt mit seinem trocken abgeschlossenen Unterzahlbreak für die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste. Zweimal reklamierten die Orange-blauen auch unberechtigter Weise auf Tor, obwohl die Scheibe deutlich erkennbar nicht im Tor war.

Im Schlussabschnitt beschränkten sich die Wagnerstädter dann zu sehr auf das verwalten des Ergebnisses und brachten sich damit noch einmal in Bedrängnis. Die eher schwache Vorstellung der beiden Unparteiischen trug mit mehreren unberechtigten Strafen für den EHC auch etwas dazu bei. Eine Einzelaktion von Brahmer brachte dann den Anschlusstreffer, weil er am kurzen Eck, doch irgendwo eine Lücke zwischen dem starken Döhler und dem Pfosten gefunden hat. Als dann Schwindl bei 5-4 mit seinem abgefälschten Schuss zum 3-4 traf, geriet der Sieg für den EHC noch einmal in Gefahr. Die Tigers holten noch mal alles aus sich heraus und der Ex-Pegnitzer Schmidt krönte seine starke Leistung mit dem förmlich erkämpften empty-net Goal zum 3-5 Endstand.

Eine glänzende Hauptrunde des EHC Bayreuth fand mit dem Einzug in die Aufstiegsrunde ihren vorläufigen Höhepunkt. Die über 300 mitgereisten Tigersfans unterstützten ihr Team von Beginn an und feierten nach der Schlussirene den verdienten Erfolg. Wiedermal war die geschlossene Mannschaftsleistung, um einen souveränen Torwart Döhler und dem Matchwinner Schmidt, ausschlaggebend für den Erfolg. Während sich der selbsternannte Aufstiegsfavorit Pegnitz an wenigen einzelnen Spielern ausrichtet, steht beim EHC die Mannschaft als Ganzes im Vordergrund. Trainer Weingran ist es gelungen diesen Teamgedanken aufzubauen und weiter zu entwickeln. Immer wieder sorgen andere Spieler, je nach Tagesform, für die entscheidenden Impulse. Ohne übermäßigen Druck kann man nun die Endrunde genießen und versuchen sich weiter zu etablieren, da das Saisonziel schon mehr als erfüllt ist.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth