Ausgleich in letzter Sekunde für die Gäste


EHC Bayreuth – ESV Buchloe 4:4 (2-2;2-1;0-1)

Zuschauer: 729
Strafen.
BT: 16 Min
Buchloe: 30 Min
Powerplay:
BT: 2/9
B: 2/7

Bayreuth: Döhler, Bädermann – Meixner (2), Zimmermann, Wagner, Maier, Mayer (6), Zimmer (2) –
Zeilmann, Walther (2), Samek, Diener (2), Bärnreuther, Schmidt, Carbone, Brahmer, Hausauer (2)

Buchloe: Warkus F, Bernhart P – Kozacka (2), Zeck, Lerchner (6), Bernhart F, Bonenberger, Curmann
- Vrbas, Speckamp (10), Zimmermann, Warkus C, Simmler (2), Mojtek (2), Hitzelberger,
Braun (2), Zimmler, Glöckner (6), Klemm P

Torfolge: 1-0 (2) Brahmer (Zimmermann); 2-0 (5) 5-3 Zeilmann (Zimmermann, Zimmer); 2-1 (7) Vrbas (Warkus C, Speckamp); 2-2 (11) Simmler (Zeck); 3-2 (22) Bärnreuther (Schmidt, Zimmer); 4-2 (35) 5-3 Zimmermann (Brahmer); 4-3 (39) 5-4 Kozacka (Mojtek); 4-4 (60) 6-4 Klemm (Mojtek)

Die Tigers begannen in diesem Schlagerspiel vor stattlicher und stimmungsvoller Kulisse wie die Feuerwehr. Schon nach gut 80 Sekunden traf Brahmer mit seinem Rückhandnachschuss zum 1-0 für die Oberfranken. Man setzte auch gleich vehement nach und bei 5 gegen 3 traf Zeilmann aus einer unübersichtlichen Situation heraus, wobei die Scheibe abgefälscht wurde, gleich zum 2-0. Gästetrainer Zabel nahm daraufhin seine Auszeit um seinen Mannen zu beruhigen und neu einzustellen. Von da an arbeiteten sich die Gäste mit ihrer Laufstärke und guter Technik ins Spiel hinein und stellten das Heimteam auch vor einige Probleme. Lohn dafür war der Anschlusstreffer von Vrbas, der dabei von Zweikampfschwächen in der Abwehr des EHC profitierte. Der Schwung der Tigers aus den Anfangsminuten war damit endgültig erstmal verpufft und Simmler besorgte mit seinem schönen Schuss für den Ausgleich nach 11 Minuten. Beim folgenden Powerplay der Wagnerstädter verfehlten die Gäste erst bei einem Break knapp das Tor und danach parierte Piratengoalie Warkus gegen Schmidt stark. Hausauers sehr geschickten Abfälscher hielt er dagegen nur, weil er zufällig an der richtigen Stelle war. Für eine gezielte Reaktion hatte er weder genug Sicht, noch die nötige Zeit. Kurz vor der ersten Pause zwangen die Freibeuter Döhler noch mal zu einer Glanzparade bei einem Solo in Unterzahl.

Kaum wieder zurück auf dem Eis, gelang Bärnreuther nach einer herrlichen Kombination mit einem Schuss in den Winkel der erneute Führungstreffer für die Gelb-schwarzen. Etwas kleinliche Entscheidungen der Unparteiischen bescherte den Ostallgäuern dann über 3 Minuten 5-3 Powerplay, das sie aber gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Tigers nicht nutzen konnten. Wie das besser geht demonstrierte dann Kapitän Zimmermann nach 35 Spielminuten. Mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie ließ er dem Gästetorhüter keine Chance und stellte auf 4-2. Danach war erst einmal wieder Döhler gefordert. Das nächste Unterzahlbreak von Speckamp entschärfte er aber wieder sehr souverän. Kurz vor der zweiten Pause gelang den Schwaben dann aber doch der Anschlusstreffer. Abwehrroutinier Kozacka war in Überzahl mit einem abgefälschten Distanzschuss erfolgreich, bei dem Döhler keine Chance hatte.

Im Schussabschnitt bemühten sich die Gäste zwar mit großem Aufwand um den Ausgleich, doch der Abwehrriegel der Oberfranken hielt stand und die Schwarz-roten kamen nur zu vereinzelten Torchancen, bei denen Döhler stets auf dem Posten war. Mit ihren Breaks waren die Tigers fast sogar gefährlicher, doch kamen sie dabei nicht am guten Warkus vorbei. Mit dem letzten Mittel (Stürmer für Torhüter) versuchten die Piraten dann alles, um doch noch zum Punktgewinn zu kommen. Sie schnürten den EHC in der Defensive ein und trafen Sekunden vor Schluss tatsächlich noch zum 4-4 bei 6 gegen 4 Überzahl.

Insgesamt geht das Remis in diesem dramatischen, gutklassigen Spiel vielleicht sogar in Ordnung. Der späte Ausgleich war natürlich sehr ärgerlich für die Tigers. Buchloe stellte sich als erwartet starker Gegner vor und brillierte mit großer Laufarbeit und einem sehr ausgeglichenen, technisch sehr starken Kader. Das Spieltempo war für Landesligaverhältnisse durchweg sehr hoch und es ging phasenweise rauf und runter. Sehr positiv bleibt für den EHC festzuhalten dass man auch diesem Kontrahenten ebenbürtig war und weiterhin seit Vereinsgründung in Heimpunktspielen ungeschlagen ist. Diese klasse Vorstellung beider Teams honorierten auch die zahlreichen Zuschauer im Tigerkäfig. Beide Mannschaften haben mit dieser Punkteteilung weiterhin alle Möglichkeiten im weiteren Saisonverlauf und zeigten dabei eindrucksvoll das es ein echtes Spitzenspiel zweier Spitzenmannschaften im Tigerkäfig war.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth