Tigers erarbeiten sich die beiden Punkte


EHC Bayreuth – SC Reichersbeuern 5:3 (0-0;3-2;2-1)

Zuschauer: 614
Strafen:
BT: 12 Min
R: 42 Min
Powerplay:
BT: 2/9
R: 0/6

Bayreuth: Schmidt O, Bädermann – Meixner, Zimmermann (4), Wagner, Rothemund, Maier, Mayer – Zeilmann, Walther, Samek (2), Diener (2), Bärnreuther, Schmidt S (2), Carbone,
Runge, Brahmer, Hausauer (2)

Reichersbeuern: Klockner, Hartmeier – Mattheis (2), Friedenberg, Öttl, Schnittger (16) – Wirag, Fichtner, Geltinger (2), Buchmair, Sareiter (14), Spitznagel (2), Walleitner, Janker (4),
Männer (2), Raschke

Torfolge: 0-1 (25) 4-5 Männer (Raschke); 1-1 (26) 5-3 Zimmermann (Zeilmann); 2-1 (28) 5-4 Hausauer (Meixner Samek); 2-2 (31) Männer (Raschke, Sareiter); 3-2 (40) Brahmer
(Bärnreuther, Zeilmann); 4-2 (50) Zimmermann (Mayer, Runge); 4-3 (59) Geltinger (Männer); 5-3 (60) 5-6 Schmidt S

Der EHC begann diese Partie äußerst druckvoll und erspielte sich vom Anpfiff weg ein Übergewicht. Schon in diesen Anfangsminuten wurde aber auch deutlich, dass man Probleme mit der eigenen schwachen Chancenauswertung und dem sicheren Gästetorhüter Klockner bekommen könnte. Die Tigers blieben zwar durchgehend spielbestimmend, scheiterten aber reihenweise, auch aus besten Positionen, am starken Goalie. Vom SCR war dagegen im Angriff wenig zusehen, da sie sich erstmal hauptsächlich auf Defensivarbeit beschränkten.

Auch im Mittelabschnitt setzte sich dieser Spielverlauf fort. Dann geschah aber das, was oft passiert, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Man wird für diese Nachlässigkeiten bestraft. Einige individuelle Fehler ermöglichten den Hopfenkings die überraschende Führung. Nach mehreren verlorenen Zweikämpfen stand Gästestürmer Männer in Mittelstürmerposition plötzlich allein vor Torhüter Schmidt und verwandelte eiskalt. In der Folge leisteten sich die Oberländer dann einige Undiszipliniertheiten und Strafzeiten, die die Wagnerstädter ausnutzten. Erst traf Kapitän Zimmermann mit einem satten Schlagschuss bei 5 gegen 3 zum Ausgleich und dann setzte Hausauer nur 90 Sekunden später noch einen drauf. In Überzahl brachte er sein Team per Nachschuss erstmals in Führung. Aber wiederum betrieben die Oberfranken dann Aufbauhilfe für ihren Gegner. Ein kapitaler Fehlpass im Aufbauspiel wurde zum Konter und erneut Männer schloss ihn allein gegen Schmidt sicher zum 2-2 ab. Bei den folgenden Überzahlmöglichkeiten überboten sich die Gelb-schwarzen dann wieder im Auslassen von Torchancen. Kurz vor der Sirene gelang aber Brahmer nach einer feinen Kombination mit Bärnreuther und dem sehr auffälligen Zeilmann die erneute Führung.

Im Schlußdrittel kreierten die Hopfenkings dann wegen dem Rückstand etwas mehr eigene Angriffsaktionen, aber die Bayreuther behielten weiterhin mehr Spielanteile ohne den Vorsprung ausbauen zu können. Dazu musste dann schon ein Weitschuss (1 m hinter der blauen Linie) von Zimmermann herhalten, der damit den sehr guten Klockner im SCR-Tor überraschte. In den nächsten Minuten verpassten die Oberfranken dann die Vorentscheidung mit fahrlässig vergebenen Torchancen. In der 59. Minuten prallte dann ein Querpass der Gäste so unglücklich an einen Schlittschuh, das die Scheibe ins Tor rutschte und somit noch einmal Spannung aufkam. Im nächsten Angriff verfehlten sie das Tor dann sogar noch einmal nur knapp. Schmidt erlöste dann aber seine Farben indem er aus dem Mitteldrittel ins leere Tor traf.

Die Oberfranken verdienten sich diesmal sicher keinen Schönheitspreis, aber am Ende zählen in solchen Spielen nur die 2 Punkte. Der SCR agierte aus einer verstärkten Abwehr heraus mit einem sehr guten Torhüter und profitierte einige Male von Schnitzern der Tigers. Auch wenn der schon oft praktizierte, ganz große Schwung diesmal nicht so erkennbar war, war der Sieg aber jederzeit verdient. Die Heimmannschaft hatte deutlich mehr Spielanteile und auch viel mehr und die besseren Torchancen zu verzeichnen. Olli Schmidt bot dabei ein gutes Heimdebüt im Tigersgehäuse. Kapitän Zimmermann war mit seinen beiden Schlagschusstoren der Matchwinner dieses Kampfspiels in dem die spielerischen Momente etwas zu kurz kamen. Positiv ist dabei natürlich, das die Tigers erneut bewiesen auch solche Spiele am Ende erfolgreich gestalten zu können. Zeilmann und auch Brahmer waren weitere Aktivposten beim EHC, während neben Torwart Klockner noch Männer und Raschke bei den Hopfenkings zu gefallen wussten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth