Leistungsgerechte Punkteteilung


EHC Bayreuth – EV Dingolfing 1:1 (1-1;0-0;0-0)

Zuschauer: 675
Strafen:
BT: 10 Min
D: 10 Min
Powerplay:
BT: 0/5
D: 0/4

Bayreuth: Döhler, Schmidt – Meixner (2), Zimmermann (2), Wagner, Rothemund, Maier, Mayer (2) –
Zeilmann, Walther (2), Samek, Bärnreuther, Schmidt, Carbone, Runge, Brahmer, Hausauer (2)

Dingolfing: Kollmeder, Riebel O – Seyller, Ruhstorfer (2), Sterr, Kößl, Weinzierl (4), Heubach (4) –
Bogner, Schickaneder, Karmainski, Koller, Majer, Flegel, Heininger, Kaiser, Simbeck , Weber, Stern, Mitterer

Torfolge: 1-0 (5) Bärnreuther (Brahmer); 1-1 (13) Kaiser (Majer, Simbeck)

Beide Mannschaften gingen vom Eröffnungsbully weg aggressiv in dieses Spiel. Man spürte förmlich die Bedeutung dieses Spitzenspiels für den weiteren Saisonverlauf. Den besseren Start erwischten dabei die Gäste, die mit ihrem robusten Spiel die ersten Ausrufezeichen setzen konnten. Genau in diese Drangphase hinein traf Bärnreuther bei einem Entlastungsangriff mit einem verdeckten Schuss zum 1-0 für die Oberfranken. Danach verteilte sich das Spielgeschehen etwas gleichmäßiger, aber die Isar Rats hatten weiterhin Vorteile und wirkten gefährlicher in ihren Aktionen. Die Tigers kamen nicht richtig ins Spiel, das von beiden Abwehrreihen bestimmt wurde. Ein kapitales Abwehrschnitzer ermöglichte dem EVD dann den Ausgleich. Ein unnötiger, verlorener Zweikampf an der Bande brachte per Querpass den EVD-Topscorer Kaiser völlig allein in Mittelstürmerposition in Scheibenbesitz und der ließ Döhler keine Chance. Kurz darauf verließ Tigersverteidiger Meixner verletzt das Eis und die beiden Teams spielten den Rest des 1.Drittels ohne große Höhepunkte zu Ende.

Im Mittelabschnitt setzte sich der Spielverlauf unverändert fort. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und es gab auf beiden Seiten kaum Torchancen. Beide Teams hatten jeweils nur einen Hochkaräter zu verzeichnen. Zuerst profitierten auch die Wagnerstädter einmal von einer Unaufmerksamkeit des EVD. In ähnlicher Situation wie beim Gegentreffer scheiterte man aber am guten Gästekeeper. Im Überzahlspiel hatten die Niederbayern dann ihre Großchance, doch Döhler parierte glänzend aus Nahdistanz. Der angeschlagene Meixner spielte zwar weiter, doch man sah ihm deutlich an, dass er nur bedingt und unter Schmerzen einsatzfähig war. Neben dem überlegenen Körperspiel der Rats, die gegen die Gelb-schwarzen vor allem an der Bande deutliche Vorteile hatten, war das Bullyspiel das größte Problem der Tigers. 80 bis 90 % der Anspiele gingen verloren und mussten durch großen läuferischen Aufwand erst wieder ausgeglichen werden.

Im Schlussdrittel versuchte das Heimteam noch einmal das Heft in die Hand zu nehmen. Allerdings wurden ihre Bemühungen immer wieder schon sehr frühzeitig von der dichten Abwehrreihe der Dingolfinger unterbunden. Die beschränkten sich nun stur auf das Zerstören der Tigersangriffe und versuchten kaum noch einmal selbst etwas für den Spielaufbau zu tun. Daran konnte man die große Erfahrung, die im ober- und bayernligagestähltem Kader der Spieler um Trainer Eibl sehr ausgeprägt ist, deutlich erkennen. Den jungen Wagnerstädtern fehlten diesmal die spielerischen Mittel diese massive Abwehr zu überwinden. Im Gegenzug ließ man aber auch den hochgelobten EVD-Stürmern praktisch keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten.

Ein verdientes Unentschieden das beiden Mannschaften noch alle Möglichkeiten in dieser Endrunde offen lässt. Positiv für die Gäste ist, dass sie damit den direkten Vergleich gegen den EHC für sich entschieden haben, und damit ein bisschen im Vorteil sind. Für die Oberfranken bleibt festzuhalten, dass man erneut einem sehr ambitionierten Gegner absolut ebenbürtig war und den Heimnimbus bewahren konnte. Körperlich und in der routinierten Spielanlage hatte der EVD Vorteile, läuferisch und im Einsatz schlug das Pendel etwas für die Festspielstädter aus. Somit geht die Punkteteilung für beide Teams also in Ordnung. Spielerisch blieben sicher auf beiden Seiten viele Wünsche offen, aber oftmals verlaufen gerade solche Spitzenspiele genau so wie gestern Abend im Bayreuther Kunsteisstadion.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth