Tigers chancenlos in Holzkirchen


ESC Holzkirchen - EHC Bayreuth 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)

Tore: 1:0 (38.) Schöpf, 2:0 (50.) Köck, 3:0 (51.) Schöpf, 4:0 (57.) Schmid, 4:1 (58.) Samek;
Strafminuten: Holzkirchen 20, Bayreuth 24;
Zuschauer: 200 (davon rund 40 aus Bayreuth).

Saft- und kraftlos präsentierte sich der EHC Bayreuth heute Abend in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Beim ESC Holzkirchen kassierte der Meister der Landesliga Nord eine 1:4-Niederlage (0:0, 0:1, 1:3) und kam dabei nie richtig ins Spiel.

Ob es nun am komplett offenen Eisstadion in Holzkirchen lag, dass es für Bayreuth nichts zu holen gab, das sei einmal dahingestellt. Sicher ist, dass der EHC nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Nach vielversprechendem Auftakt in den ersten 2 Minuten verlor man völlig die spielerische Linie. Ohne Konzept und Zug zum Tor tümpelte das Spiel im ersten Drittel vor sich hin, ohne größere Highlights. Von beiden Seiten kam rein gar nichts und so ging man gerechterweise mit 0:0 in die 1. Drittelpause.

Das 2. Drittel versprach schon zu Beginn keine Besserung. Über weite Strecken fiel nur wie schon im ersten Drittel die Flut an Strafzeiten auf. Imense Probleme im Spielaufbau verhinderten den dringend nötigen Spielfluss auf Seiten der Tigers. In Unterzahl zu weit aufgerückt, fuhr Holzkirchen dann ein Break durch die Reihen der Tigers und gegen den Alleingang aufs Tor konnte Olli Schmidt, der eine tadellose Partie ablieferte, nichts machen. Verdiente Führung der Hausherren zu diesem Zeitpunkt.

Der Knackpunkt in dieser Partie lag aber erst im letzten Drittel der Partie: Zwischen der 50. und der 57. Spielminute machten die Gastgeber mit dem 2:0 (50.), 3:0 (51.) und 4:0 (57.) jeweils in Überzahl alles klar. Zuvor hätte der EHC durchaus noch Siegchancen besessen, nachdem beide Teams torlos aus dem ersten Drittel gegangen waren und der ESC in der 38. Minute mit 1:0 in Führung gegangen war. Aber wie gesagt: Die Tiger waren in der Holzkirchener Kälte einfach nicht bissig genug. Bestes Beispiel waren die Überzahlspiele des EHC, der im zweiten und letzten Drittel jeweils die Möglichkeit eines 5:3-Powerplays ungenutzt verstreichen ließ, weil ein strukturierter Spielaufbau einfach nicht gelingen wollte. Anders die Gastgeber, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten engagiert nach vorne spielten und Gästekeeper Oliver Schmidt immer wieder mit Schüssen eindeckten. Dieser parierte so gut er konnte, ließ sich nichts zu Schulden kommen, hatte in besagten Situationen dann allerdings doch das Nachsehen. Der Ehrentreffer für Bayreuth gelang Vaclav Samek in der 58. Minute, als die Partie allerdings schon längst gelaufen war. Sein Abstauber zum 1:4 bedeutete nichts weiter als die viel zitierte Ergebniskosmetik.

Nach dieser Niederlage rutscht der EHC in der Tabelle zwei Plätze ab und rangiert jetzt punktgleich mit dem Fünften ESC Haßfurt auf Rang vier.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth