Ausgleich kurz vor Schluss rettet die Heimserie


EHC Bayreuth – EV Lindau 4:4 (0-1;3-2;1-1)

Zuschauer: 517
Strafen:
BT: 4 Min
L: 16 Min
Powerplay:
BT: 2/7
B: 0/1

Bayreuth: Döhler, Bädermann – Meixner, Zimmermann, Wagner, Rothemund, Maier, – Zeilmann, Walther, Fritsche, Samek, Diener, Schmidt S, Runge (2), Brahmer, Hausauer (2)

Lindau: Quapp, Matzenmüller – Lofner, Szeja, Köhler, Preiss (2), Hops (4), Schweinberger (4) – Volek (4), Prell, Krügers, Jacko (2), Mahren

Torfolge: 0-1 (20) Jacko (Volek, Mahren); 0-2 (25) Volek (Jacko); 1-2 (28) Runge (Samek, Meixner); 2-2 (34) 5-4 Zimmermann (Schmidt); 3-2 (35) 5-4 Hausauer (Zimmermann); 3-3 (39)
Volek (Jacko); 3-4 (54) Volek (Mahren, Jacko); 4-4 (60) 6-5 Zeilmann (Samek, Runge)

Die Tigers konnten zwar wieder mit Kapitän Zimmermann und Döhler auflaufen, doch dafür fehlte neben den schon bekannten Ausfällen nun auch der gesperrte Mayer. Mit noch dünnerem Kader mussten aber die Gäste antreten und verkauften sich dafür sehr teuer. Die Oberfranken erspielten sich auch diesmal leichte Feldvorteile in der Anfangsphase, konnten aber wiederum keine der Torchancen nutzen. Mit der ersten richtig guten Möglichkeit ging dann die Truppe vom schwäbischen Meer in Front, weil Jacko einen 2 gegen 1 Konter trocken abschließen konnte. Weil dann die wütende Antwort des EHC auch noch knapp vorbei ging, stand es zur ersten Pause 0-1.

Im Mittelabschnitt gerieten erstmal beide Torhüter im Mittelpunkt und bestanden ihre Prüfungen mit Bravour. Zu zögerliches Zweikampfverhalten erlaubte dann Islandersstürmer Volek eine ganze Runde um das Tor der Wagnerstädter, an deren Ende er dann auch noch zum 0-2 einschoss. Nun waren die Gelb-schwarzen richtig gefordert und mit Runges Anschlusstreffer, bei dem er einen schönen Angriff mit einem platzierten Schuss hoch ins Eck abschloss, gab es auch einen Startschuss für druckvolleres Spiel. Zwar musste Döhler erst noch ein Unterzahlbreak der Lindauer parieren, doch die folgenden Powerplays brachten weitere Treffer für den EHC. Zimmermanns Schlenzer schlug im Netzt ein, weil Torhüter Quapp gleich von mehreren Spielern die Sicht genommen wurde und Hausauer traf per Abstauber zur Führung der Tigers, weil der Torhüter einen weiteren Zimmermannschuss abprallen ließ. Davor und danach versuchte sich der auffällige Mahren mehrfach mit seinen Tempoangriffen, fand aber jeweils im guten Döhler seinen Meister. Mit einem satten Schlagschuss von der Außenpositionen durch Volek war er dann aber doch geschlagen.

Im Schlussdrittel versuchte die Heimmannschaft dann nochmals die Initiative zu ergreifen, was zwar gelang, aber zwei Pfostenkracher von Brahmer und Zeilmann verhinderten einen zählbaren Erfolg. Ein weiteres Break konnte Döhler dann zwar noch entschärfen, aber nach einem unnötigen Scheibenverlust im eigenen Drittel, wurde wiederum Volek freigespielt und vollstreckte sicher zur erneuten Gästeführung. Als dann Sameks Schuss nur die Latte streifte lief den Tigers langsam die Zeit davon. Fast 2 Minuten vor Ende nahm Trainer Weingran dann Döhler für einen sechsten Feldspieler vom Eis und zog damit seinen letzten Trumpf. Mit großem Kampfgeist verlagerten die Bayreuther das Spielgeschehen vor das Tor von Quapp und hatten aber auch Glück das ein Befreiungsschlag des EVL knapp am Tor vorbei ging. Mit letztem Einsatz stemmte man sich gegen die Niederlage und Zeilmann konnte den Samek Schuss tatsächlich noch zum Ausgleich abfälschen.

Das Miniaufgebot des Teams vom Bodensee errang einen Punkt, weil es den Tigers nicht gelang die Paradereihe um Mahren, Jacko und Volek zu neutralisieren und man im Abschluss bei 3 Aluminiumtreffern auch ziemlich viel Pech hatte. Vor allem läuferisch und vom Tempo her, stellte dieses Trio die Wagnerstädter immer wieder vor große Probleme. Lobenswert aber die Moral des EHC, mit der man die erste Punktspielheimniederlage seit Vereinsgründung noch verhindern konnte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth