Großer Kampf der Tigers mit Punkt belohnt


ESC Hassfurt – EHC Bayreuth 4:4 (1-1;2-2;1-1)

Zuschauer: 495
Strafen:
H: 36 Min
BT: 18 Min
Powerplay:
H:1/5
BT: 1/6

Hassfurt: Hildenbrand Martin, Sprenger – Schorr M, Waldvogel S (6), Berndaner (2), Schorr B,
Potschka, Hildenbrand Marco (6) – Popek (2), Thür Jun (10), Waldvogel M (6), Herrmann (2),
Weiß, Nold, Kaufmann, Franek, Fuchs, Beck, Rappl (2)

Bayreuth: Döhler (4), Bädermann – Meixner, Zimmermann (6), Wagner, Rothemund, Mayer –
Zeilmann (2), Walther (2), Fritsche, Samek (2), Diener, Bärnreuther, Schmidt, Runge,
Brahmer (2)

Torfolge: 1-0 (17) 3-5 Franek; 1-1 (18) 5-4 Zimmermann (Bärnreuther, Meixner); 1-2 (27) 4-5 Samek (Brahmer); 1-3 (32) 4-5 Schmidt; 2-3 (34) 5-4 Popek; 3-3 (37) Popek; 3-4 (41) Diener (Schmidt); 4-4 (47) Herrmann (B.Schorr)

Die Hawks versuchten von Beginn an das Spiel an sich zu reißen, aber der aufopferungsvoll kämpfende, schwer dezimierte Kader der Oberfranken stemmte sich dagegen. Die in Bestbesetzung agierenden Hassfurter verzeichneten einen Pfostentreffer als erste große Gelegenheit und eine gute Minute später landete die Scheibe nach einem schulmäßigen Konter der Gäste, von Schmidt abgeschlossen, vermeintlich im Tor des ESC. Warum es dann von den Unparteiischen nicht gegeben wurde, war nicht erkennbar. Die Tigers agierten mit schnellen Gegenstößen aus einer soliden Defensive heraus. Bei 5 gegen 3 Überzahl düpierte der schnelle und zweikampfstarke Franek allerdings einmal die zu zaghaften EHC-Verteidiger mit einem Shorthander unter Döhler hindurch zur Führung. Ansonsten ließen die Bayreuther nicht viel zu, von den sonst so durchschlagskräftigen Stürmern der Unterfranken. Zum Ende eines weiteren Powerplays egalisierten die Gelb-schwarzen aber diesen Fauxpas durch Zimmermanns erfolgreichen Schlenzer zum Ausgleich.

Im Mittelabschnitt lauschte der gute Zeilmann schon nach wenigen Sekunden einen schlechten Querpass des Heimteams ab, fuhr alleine auf Hildenbrand zu, konnte ihn aber nicht überwinden. Danach verletzte sich Routinier Bärnreuther bei einem Zweikampf und fiel auch noch für den Rest des Spiels aus. Die Tigers ließen sich davon aber nicht beirren und hatten im Minutentakt Breakchancen gegen die teilweise viel zu weit aufgerückte Deckung der Falken. Samek gelang mit seinem energischen Einsatz in Unterzahl dann ein super Tor zur Führung. Wieder einmal hat er mit seinem unbändigen Willen, quasi ein Tor erzwungen. Danach folgten noch weitere Breaks die vorerst nicht verwertet werden konnten. Erst Schmidt traf in einer weiteren Unterzahl nach einem klasse ausgespielten Konter zum 1-3. Das wollten die Hassfurter nun aber gar nicht auf sich sitzen lassen und forcierten noch mal ihre Bemühungen. Popeks Anschlusstreffer wurde schon von den Tigers reklamiert und das verschärfte sich dann noch beim Ausgleich durch den gleichen Spieler. Zumindest sah der Angriff, der zum Tor führte sehr nach Abseits aus. Aber sei es drum, die Schiedsrichter entschieden beide Male, nach Diskussionen auf Tor für die Hawks.

Im Schlussdrittel hatten aber wieder die Tigers den besseren Start. Plötzlich steht Diener ganz allein vor dem Goalie und netzt oben zur erneuten Führung ein. Nach 47 Minuten gelingt dem ESC dann wieder der Ausgleich, als Herrmann sich durchsetzt und alleine vor Döhler verwandelt. Die stark dezimierten Tigers sichern nun den Punktgewinn und versuchen nur noch vereinzelt ihr Glück im Angriff. Die ESC ler laufen zwar immer wieder an, bleiben aber oft schon im Ansatz an der Abwehr der Wagnerstädter hängen. Kurz vor Schluss gibt es noch eine unübersichtliche Situation, bei der die Hawks ein Tor reklamieren. Nach der Unterbrechung durch die Referees stochert ein Hassfurter noch mal nach bei Döhler, worauf sich die Tigers revanchieren und eine kleine Keilerei unter verschiedenen Spielern beginnt. Nach wütenden Protesten des ESC und einer Beratung der Schiedsrichter, entscheiden sie auf kein Tor und die Partie endet schließlich leistungsgerecht mit einem Unentschieden.

Mit den verbliebenen Kräften sicherten sich die Bayreuther einen unerwarteten, aber völlig verdienten Auswärtspunkt in diesem Frankenderby. Die zahlreich mitgereisten Tigersfans feierten ihr Team nach Spielschluss lautstark für diesen großen Kampf. Aus einer geschlossenen, kampfstarken Mannschaftsleistung beim EHC ragten Samek und Schmidt neben der starken Defensivarbeit des ganzen Teams noch etwas heraus. Das Team um Trainer Weingran verdiente sich ein großes Lob für diesen Kraftakt und wurde mit einem Punkt auch entsprechend belohnt. Nun muss man aber Hoffen, das wieder einige Spieler in den Kader der Tigers zurück kehren, denn oft kann man solche Anstrengungen in diesem starken Aufstiegsrundenfeld sicher nicht erfolgreich wiederholen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth