Ein Spieldrittel hätte genügt


EHC Bayreuth : ESC Holzkirchen 6:2 (5:0|0:2|1:0)

Vom ersten Moment an übernahmen die Tigers das Spielgeschehen und versenkten bereits nach 47 Sekunden den Puck im gegnerischen Tor. Gegenangriffe der Gäste brachten die Gastgeber nicht wirklich in Bedrängnis, hielten das Spiel aber in Schwung. Ab der 8. Spielminute mussten die Bayreuther aufgrund eines Fouls die nächsten 2 Minuten mit 4 Feldspielern auskommen. 35 Sekunden nach Ende der Strafzeit erzielte Hausauer, der beim ersten Tor die Vorlage gab, das 2:0. Genau 1 Minute später erfolgte auch schon das 3:0. Die Gegner wahren bemüht, dagegen zu halten und machten es den Tigers trotz deren Erfolgs nicht immer einfach. Erwähnenswert ist, dass der ESC in dieser Zeit durch verübte Fouls immer wieder in Unterzahl spielte. In der 16. und 18. Spielminute schossen die Wagnerstädter 2 weitere Tore und beendeten somit das 1. Drittel mit 5:0 Toren.

Dass sich die Tigers im 2. Drittel Ihres Sieges sicher waren, könnte vielleicht ihr träges Engagement erklären. Die Abwehr schien fast nicht mehr vorhanden. Die Spielweise war fast unkoordiniert, was dann auch die auffälligen Fehlpässe erklären dürfte. Die Gäste aus Holzkirchen nahmen nun das Spiel an sich und die Gelb-Schwarzen waren nur noch auf Schadensbegrenzung aus. Diese Maßnahme verhinderte jedoch nicht die 2 verdienten Tore des ESC Holzkirchen in der 25. und 28. Spielminute. Mit einem Gesamtstand von 5:2 endete dieses Drittel und ließ auf ein interessantes letztes Drittel hoffen.

Die Bayreuther waren jetzt wieder in die Offensive gegangen. Dies war aber mit der Spielqualität des 1. Drittels nicht vergleichbar. Dafür wollten die Gäste wohl einen klassischen Endspurt hinlegen, was immer wieder zu aggressiven Spielszenen und tatsächlichen Fouls führte. Dennoch gab es am Rande auch schöne Begebenheiten. Als ein Tiger seine 2-Minuten-Strafe abgesessen und gerade im Begriff war, durch die Tür das Eis zu betreten, brachte er sich mit dem an der Bande vorbeirasenden Puck gleich wieder ins Spielgeschehen. Auch Ereignisse wie in der 54. Spielminute zeigten, dass trotz eines verübten Fouls Sportlichkeit und Respekt gegenüber dem Gegner möglich sind. Bevor der Holzkirchener wegen unkorrektem Körperangriff seine 2 minütige Strafe antrat, wartete er, bis der Tiger wieder auf die Kufen kam und entschuldigte sich bei ihm. Das letzte große Ereignis war das Tor von Samek 4 Sekunden vor Spielende, welches zu einem Endstand von 6:2 führte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth