Tigers ziehen verdient ins Pokalfinale gegen Schongau ein


EHC Bayreuth – EV Lindau 5:2 (2-0;2-2;1-0)

Zuschauer: 210
Strafen: BT: 8 Min L: 18 Min
Powerplay: BT: 2/7 L: 0/3

Bayreuth: Schmidt O, Bädermann – Meixner (2), Wagner, Rothemund, Maier, Mayer, Zimmer – Zeilmann (2), Walther, Samek, Diener, Schmidt S, Carbone, Runge, Brahmer (2), Hausauer (2)

Lindau: Quapp – Lofner, Szeja, Köhler, Preiss, Eberle, Hops (2), Schweinberger – Holz (2), Volek (2), Prell, Krügers, Schwarzbart, Jacko (2), Speiser (4), Krohnfort (2), Mahren (2), Paul (2)

Torfolge: 1-0 (11) Carbone (Schmidt S); 2-0 (20) 5-4 Hausauer (Schmidt S); 3-0 (23) Carbone (Diener); 4-0 (31) Hausauer; 4-1 (32) Kronforth (Paul); 4-2 (39) Jacko (Holz); 5-2 (57) 5-4 Schmidt S (Maier)

Die Tigers wollten die 6-5 Hinspielniederlage wett machen und begannen die Partie entsprechend engagiert. Von Knut Pleger, der den verhinderten Trainer Weingran vertrat, gut eingestellt, erspielten sie sich sofort erste gute Torchancen, brauchten aber bis zur 11.Spielminute um in Führung zu gehen. Zuvor blieben einige Möglichkeiten ungenutzt. In Mittelstürmerposition wurde Carbone von Schmidt schön freigespielt und der Nachwuchsstürmer überwand den Ex-DEL Goalie Quapp im Kasten der Islanders. Die Tigers blieben durchgehend spielbestimmend gegen die äußerst defensiv agierenden Gäste und kurz vor der ersten Pause erhöhte Hausauer noch zum verdienten 2-0. Zuvor war Schmidt in Überzahl über Außen mit viel Tempo ins Angriffsdritteldrittel vorgestoßen und hatte ihn mustergültig bedient.

Im Mittelabschnitt setzten die Oberfranken ihren Druck auf das Bodenseeteam nahtlos fort. Per Nachschuss traf Carbone zum 3-0 und Hausauer nahm ein Gastgeschenk des EVL (Fehlpass im eigenen Drittel) zum 4-0 nach gut 30 Minuten dankend an. Eine etwas zu weit aufgerückte Tigersmannschaft bestrafte dann Krohnfort, indem er einen 3 gegen 1 Konter zum Anschlusstreffer nutzte. Irgendwie bekam man nun den Eindruck dass der EHC sich vielleicht etwas zu sicher fühlte. Die vorherige totale Dominanz konnte jedenfalls nicht mehr aufrecht gehalten werden. So war es EVL Topscorer Jacko, der einen weiteren schön ausgespielten 2 gegen 1 Konter zum 4-2 nutzen konnte.

Dadurch kam noch mal Spannung auf und die Gäste versuchten weiter heran zu kommen. Schließlich hätte ein 1 Tore Rückstand nach 60 Minuten den Islanders die Chance auf eine Verlängerung eröffnet. Die Wagnerstädter standen aber in der Defensive relativ sicher und auch Torhüter Olli Schmidt war bei einigen Chancen der Lindauer auf dem Posten. Mit einem 5-4 Powerplay sorgten die Tigers dann für die endgültige Entscheidung nach 57 Spielminuten. Stephan Schmidt versenkte einen klasse Diagonalpass von Christopher Maier durch das ganze Drittel des EVL direkt zum 5-2 im Netzt.

Die Festspielstädter setzen ihre famose Saison weiter fort. Als Aufsteiger aus der Bezirksliga gestartet, gewann man unerwartet, aber souverän den Meistertitel der Landesliga Nord und setzte auch in der stark besetzten Endrunde einige beachtliche Ausrufezeichen. Zur Krönung dieser Spielzeit zieht man nun auch noch in das Pokalfinale des Bayernkrugs gegen die EA Schongau ein.

Obwohl man erneut auf mehrere Stammspieler verzichten musste, glänzte das Team wieder mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Besonders der angeschlagene Schmidt sorgte für einige Highlights und stach diesmal als Topscorer der Partie noch etwas heraus. Die Gäste konnten vor allem mit ihrem Paradeblock nicht ganz an ihre Vorstellung im Punktspiel anknüpfen, das ließ die gute Tigersdefensive diesmal nicht zu.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth