Tigersrumpfteam sichert sich gute Ausgangsposition für das Pokalfinalrückspiel


EA Schongau – EHC Bayreuth 3:3 (0-0;0-2;3-1)

Zuschauer: 124
Strafen:
S: 26 Min
BT: 16 Min
Powerplay:
S: 2/7
BT: 2/7

Schongau: Hohenester, Ronge – Klöck (2), Zerhoch, Hübl, Spegele. Balzarek (18), Lupac, Prielmeier – Lieb, Grundner, Resch (2), Strodel, Brod (6), Kinker, Linke, Bloßhofer, Hechenrieder, König, Thomas

Bayreuth: Schmidt O – Meixner, Maier (2), Mayer (2), Zimmer – Zeilmann (2), Walther (2), Samek (2), Wagner, Rothemund (2), Runge (2), Brahmer, Hausauer (2)

Torfolge: 0-1 (35) 5-4 Samek (Maier); 0-2 (37) 5-4 Hausauer (Wagner); 1-2 (45) 5-3 Lupac (Brod, Klöck); 2-2 (46) 5-4 Resch (Balzarek, Lieb); 3-2 (49) Linke (Lieb); 3-3 (52) Zeilmann (Brahmer)

Erneut mussten die Oberfranken bei dieser weiten Auswärtsfahrt auf viele viele Stammspieler verzichten, dennoch kam „klein bei geben“ für das verbliebene „Häuflein der Aufrechten“ überhaupt nicht in Frage. Nur noch mit einem Torhüter und nur noch 6 einsatzfähigen Stürmern stellte man sich der 20-köpfigen Übermacht der Mammuts. Erstaunlicherweise hatte man von Anfang an leichte spielerische Vorteile und auch die besseren Torchancen. Wie so oft brauchte man aber zu viele Versuche um den Heimtorhüter zu überwinden. Durch großen läuferischen Aufwand schaffte man es die Angriffe der EAS nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und wenn doch einmal etwas kam war der sichere Torwart Schmidt zur Stelle. Vorne konnte man leider ein paar wirklich gute Gelegenheiten nicht nutzen und somit ging man mit einem 0 zu 0 zum ersten Mal in die Pause.

Im Mittelabschnitt wurden die Vorteile der Tigers noch deutlicher. Die erste Großchance hatten aber die Allgäuer, doch das Solobreak des Mammutstürmers konnte Schmidt klasse parieren. Erneut konnte aber die nächsten guten Chancen aber vorerst nicht genutzt werden. Da fehlte etwas die letzte Durchschlagskraft beim Abschluss. In Überzahl setzte dann Samek knapp an der blauen Linie einen Hammer auf das Tor und brach damit den Bann für sein Team. Damit war die vorherige Blockade gelöst und Hausauer erhöhte bei 5-4 nach gutem Zuspiel von Wagner gleich zum völlig verdienten 0-2. Die Wagnerstädter hatten das Spiel in der Folgezeit das Spiel gut im Griff, allerdings ohne dass es noch große Höhepunkte vor beiden Toren gab.

Was dann im letzten Drittel passierte, war so sicher nicht zu erwarten, denn es gab vorher keinerlei Anzeichen dafür. Natürlich unterlief dem Schiedsrichtergespann auch zuvor der ein oder andere größere Fehler. Daran hat man sich im Amateurbereich inzwischen schon gewöhnt. Warum sie dann nach etwa 43 Spielminuten völlig den Faden verloren blieb zumindest ihr Geheimnis ? Gleich mit einer Serie von fragwürdigen Strafen bescherten sie dem zuvor ziemlich ratlosen Heimteam 5 gegen 3 Überzahlspiele, die die EAS auch dankend annahm. Jeweils per Schlagschuss glichen die Allgäuer in kurzem Abstand aus und waren damit wieder richtig im Spiel. Die Festspielstädter zeigten sich davon dann ziemlich beeindruckt und langsam machte sich auch das Kräfteverhältnis negativ bemerkbar. So war es eigentlich keine große Überraschung das Schongau auch noch das 3-2 nachlegte. In dieser Phase sah es nicht gut aus für die Tigers, doch sie zeigten wieder einmal eindrucksvoll das auch Rückschläge wegstecken können. Es gelang sich wieder aus der Umklammerung zu lösen und Zeilmann traf mit seinem abgefälschten Schuss zum insgesamt verdienten Ausgleich. Danach versuchte man das gute Ergebnis für das Rückspiel zu halten, denn die Kräfte des Minikaders schrumpften immer mehr. Bei einem Break nach Pass aus der Abwehrzone, musste Schmidt im Tigerstor mit einer Glanzparade noch einmal alles aufbieten um seine Mannschaft mit einer klasse Ausgangsposition ins Rückspiel nächste Woche gehen zu lassen.

Knut Pleger, der noch einmal den verhinderten Trainer Markus Weingran gut vertrat, konnte nach dem Schlusspfiff jedenfalls sehr zufrieden sein, mit der Moral seiner Jungs. Nicht viele wären wohl mit dieser Besetzung noch einmal zurückgekommen. Besonders nach diesen Nackenschlägen im Spielverlauf. Erneut hat diese junge Truppe alles aus sich herausgeholt und ein überzeugendes Spiel geliefert. Es wäre unfair aus einer geschlossen kämpfenden Mannschaft jemanden hervorzuheben. Alle haben ein prima Spiel geboten. Den Lohn dafür können sie sich nun im Rückspiel im Tigerkäfig mit dem Gewinn des Bayernkrugpokals 2008 holen. Aber egal was die letzten Partien dieser Spielzeit noch bringen. Die Mannschaft des EHC Bayreuth kann am Ende hoch erhobenen Hauptes auf eine klasse Saison zurück blicken.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth