Abwehrschnitzer kosteten besseres Ergebnis für die Tigers


EHC Bayreuth – ESV Hügelsheim  3:4 (0-0;1-2;2-2)

250 Zuschauer
Strafen:
BT: 41 Min
H: 37 Min
Powerplay:
BT 2/7
H 1/7

EHC Bayreuth: O.Schmidt, Max.Müller – Zimmermann, C.Maier, Wagner, Rothemund,
Hausner (8), S.Mayer, Zimmer – Müller (2), Geigenmüller (2), Brahmer, S.Schmidt, Carbone
(27), Steffens, Zeilmann, Gorges (2), Hausauer


ESV Hügelsheim: Waldner, Gault – Hume (2), Noop, Dunlop, Kern, Singaitis (2), Patschull (2) –
Duhamel, Koch (2), Walther (25), de Raaf (2), Weibler, Weise (2), Vojcak


Tore: 1-0 (28) Zimmer (Hausauer); 1-1 (29) 5-4 Duhamel (Koch, Walther); 1-2 (37) Weise (Vojcak,
Hume); 2-2 (43) 5-4 Hausauer (S.Schmidt); 3-2 (51) 5-4 Zimmer (Hausauer, Geigenmüller);
3-3 (55) Weibler (Hume); 3-4 (58) de Raaf (Duhamel)

Im 1.Abschnitt sahen die Zuschauer ein sehr zerfahrenes Testspiel, bei dem es nur ganz wenige zusammenhängende Spielzüge auf beiden Seiten zu bestaunen gab. Erst in den letzten Minuten kamen besonders die Gäste etwas besser ins Spiel und setzten die Tigers phasenweise unter Druck. Mit einem starken Olli Schmidt als Rückhalt im Gehäuse ging man aber mit einem torlosen Remis in die erste Pause.
Ab wieder Anpfiff gab es dann aber ein viel offeneres und dadurch auch ansehnlicheres Spiel. Nach einem Abwehrfehler des ESV steuerte Zimmer alleine auf Goalie Waldner zu und überwand ihn mit einer schönen Aktion zur Führung für die Oberfranken. Der Ausgleich der Württemberger ließ aber nicht lange auf sich warten. Der auffällige Duhamel besorgte ihn aus Nahdistanz im Powerplay gegen den chancenlosen Bayreuther Keeper. In der Folgezeit litt das Spiel mehr und mehr unter dem schwachen Schiedsrichtergespann, das durch seine seltsamen Entscheidungen Hektik in ein ansonsten völlig normales Eishockeyspiel brachte. Durch einen kapitalen Schnitzer im Spielaufbau gingen die Gäste dann sogar in Führung, weil sich Weise dieses Geschenk nicht entgehen ließ. Die steigende Aggressivität gipfelte vor der zweiten Sirene noch in je eine Spieldauerstrafe auf beiden Seiten und einigen Rangeleien. Die „Unparteiischen“ hatten die Kontrolle über das Spiel schon fast verloren und wurden von der zweiten Pause gerettet in der sich die Gemüter wieder beruhigten.

Im Schlussabschnitt kamen die Wagnerstädter angriffslustig aufs Eis zurück. Der früher als erwartet ins Team zurück gekehrte Hausauer erzielte dann auch gleich mit einem Nachschuss in Überzahl den Ausgleich. Beide Mannschaften versuchten weiter die richtige Mischung aus Offensive und Abwehr zu finden, wobei Zimmer mit einem klasse Schuss ein gutes druckvolles Powerplay der Gelb-schwarzen mit dem 3-2 krönte. Den Hornissen merkte man danach deutlich an das sie nicht als Verlierer vom Eis gehen wollten. Sie forcierten ihre Bemühungen weiter und Weiblers Unterzahltor nach einem Solobreak sorgte wieder für den Gleichstand. Leider gelang es den Wagnerstädtern nicht, dieses durchaus verdiente Remis bis zur Schlusssirene zu halten. Aus der Drehung ließ de Raaf nach einem Zuspiel von hinter dem Tor Goalie Schmidt keine Chance, weil der Verteidiger es nicht schaffte trotz Körperkontakt den Schläger des Stürmers zu blockieren. Die Tigers versuchten danach zwar noch mal ohne Torwart zurück zu schlagen. Es blieb aber beim etwas unglücklichen Sieg für die hoch ambitionierten Gäste.

Der EHC zeigte wieder eine Steigerung zu den ersten Tests und forderte den selbsternannten Oberligaanwärter bis zum Ende. Das gute Grundlagenkonditionstraining von Alexander Repovic im Sommer kommt auch immer mehr zum tragen und zeigt das die Truppe auf dem richtigen Weg ist zum Punktspielstart Mitte Oktober. Neben dem zweifachen Torschützen Zimmer boten besonders Torhüter Schmidt und Hausauer eine gute Partie, wenn man bedenkt das er erst einmal zuvor auf dem Eis Stand. Bei den Gästen gefielen die beiden Nordamerikaner Duhamel mit ausgefeilter Technik und Hume mit Stärken in der Defensive und im Spielaufbau.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth