2 verschiedene Spielhälften


EHC 80 Nürnberg – EHC Bayreuth 5:4 (3-0;2-1;0-3)

85 Zuschauer
Strafen:
N: 57 Min
BT: 32 Min
Powerplay:
N 0/7
BT 4/7

Nürnberg: Treutle, Da.Budny (ab 40.) – Wittig, Beck, Kaczmarek, Papst (4), Jones (14), Schnabel (2),
Babinsky (2), Helowka, Beigel – Marsall (25), Hatkevitch, Tesch, Müller Seb. (2), Hörl, Berg
(4), Pruett, Stibitz (4)

EHC Bayreuth: O.Schmidt, Bädermann (ab 32.) – Meixner, Zimmermann (4), C.Maier, Rothemund,
Hausner , S.Mayer (8) – Seibel, Müller Flo. (14), Geigenmüller, S.Schmidt, Steffens (2),
Zeilmann (2), Jilemnicky (2), Fritsche, Hausauer

Tore: 1-0 (3) Pruett (Jones, Kaczmarek); 2-0 (5) Müller Seb.; 3-0 (17) Müller Seb. (Helowka); 4-0 (21) Helowka (Müller Seb., Tesch); 4-1 (27) 5-4 Meixner (Steffens, Zeilmann); 5-1 (31) Stibitz (Pruett, Helowka); 5-2 (50) 5-4 Seibel (Steffens); 5-3
(52) 5-4 Jilemnicky (Müller Flo.); 5-4 (58) 5-4 Jilemnicky (Zimmermann, Geigenmüller)

In diesem Testspiel mussten die Oberfranken auf zahlreiche Akteure verzichten, weswegen Coach Weingran erneut zu Umstellungen gezwungen war. Sicher nicht nur deswegen war man zu Beginn die deutlich unterlegene Mannschaft. Dem aggressiven Spiel der Noriscracks hatte man nicht viel entgegen zu setzen. Der Wille war zwar zu erkennen, aber es fehlten in dieser Phase einfach die nötigen Mittel. Technisch und läuferisch klar besser legten die „Achtziger“ schnell und verdient mit 3-0 vor. Pruett und 2 mal Sebastian Müller trafen neben zahlreichen weiteren guten Torchancen. Besonders das Duo Marsall – Hatkevitch, sowie Sebastian Müller und Helowka stellten die Tigersdefensive teilweise vor größte Probleme. Im eigenen Angriff kam man dagegen kaum zum Zuge und verzeichnete nur 2 halbe Torchancen.

Auch im Mittelabschnitt setzte sich dieses Bild erst einmal fort. Sofort nach Wiederanpfiff erhöhte Helowka völlig unbedrängt auf 4-0. Ein völlig unnötiger Bandencheck von Marsall an Hausner sorgte dann auch durch die Spieldauerstrafe die der Nürnberger dafür erhielt für einen unübersehbaren Bruch im Spiel. Leider konnte Verteidiger Hausner danach nicht mehr weiterspielen. Mit einem 5-3 Powerplay kamen die Wagnerstädter dann etwas besser ins Spiel und Meixner gelang auch der Anschlusstreffer. Einen Defensivfehler nutzte das Heimteam noch zum 5-1, doch mit dem Einwechseln von Torwart Bädermann kam noch mehr Stabilität ins Team der Festspielstädter. Die Gelb-schwarzen steigerten sich in allen Bereichen, genauso wie das Heimteam nachließ. Das Unterzahlspiel der Bayreuther war die ganze Zeit schon richtig gut und am Bullypunkt, eine alte Bayreuther Schwäche, wurde man im Laufe der Begegnung auch stärker, so dass sich das Spielgeschehen doch etwas mehr in die Hälfte der Noriscracks verlagerte.
Im Schlussdrittel zeigte sich diese Verbesserung dann auch im Ergebnis. Der sehr auffällige Nachwuchsstürmer Seibel markierte in Überzahl das 5-2 und scheiterte noch mit einem schönen Solo am Torwart. Jilemnicky sorgte mit 2 weiteren Powerplaytoren sogar dafür, das die eigentlich sichere Niederlage fast noch einmal fraglich wurde, was vielleicht sogar etwas zuviel des Guten gewesen wäre.

Unter dem Strich bleibt festzuhalten, dass die Nürnberger etwa 30 Minuten einen viel stärkeren Eindruck hinterließen, als beim Hinspiel im Tigerkäfig. Doch mit der starken Powerplayquote von gut 57 % sorgte man trotzdem fast noch für ein Kippen der Partie. Der verabredungsgemäß eingewechselte Torwart Bädermann strahlte viel Ruhe aus und half damit auch seinen Vorderleuten sehr. Sehr gut präsentierte sich auch wieder der junge Seibel und belohnte sich erneut mit einem Treffer. Im Gegensatz dazu demonstrierten einige arrivierte, als Leistungsträger eingeplante Spieler, noch deutlich Luft nach oben. Die Ausfälle von Brahmer, Gorges, Zimmer, Wagner und Carbone könnten zumindest teilweise bis zum Pflichtspielstart am 19.10. auskuriert sein und dann auch wieder Alternativen für die Reihenzusammenstellung darstellen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth