Schwaches Mitteldrittel entschied für den Gast


EHC Bayreuth – ERV Schweinfurt  1:4 (1-0;0-4;0-0)

369 Zuschauer
Strafen:
BT: 39 Min
S: 26 Min
Powerplay:
BT 0/8
S 1/7

EHC Bayreuth: O.Schmidt, Bädermann – Meixner (2), Zimmermann, C.Maier (2), Wagner,
Rothemund, S.Mayer (4), Fritsche, Zimmer – Seibl, Müller, Geigenmüller (25), S.Schmidt,
Carbone (2), Steffens, Zeilmann (2), Jilemnicky, Hausauer


ERV Schweinfurt: Swolenski, Reukauf – Berger, Hoppe (10), Reiser (2), Ploss, Knaup, Görlitz (2) –
Waßmiller (2), Thurner (2), Juhasz (2), Trolda (4), Waldner (2), Mrachatz


Tore: 1-0 (16) 3-3 Müller (Steffens, Zimmermann); 1-1 (30) 5-4 Knaup (Waldner, Görlitz); 1-2 (34) Trolda (Waßmiller, Waldner); 1-3 (40) Thurner (Juhasz, Mrachatz); 1-4 (40) Waldner
(Waßmiller)

In diesem Testrückspiel begannen beide Teams ziemlich verhalten und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, vorerst ohne große Höhepunkte. Die erste gute Torchance hatten die Gäste, doch der starke Tigerstorwart Schmidt entschärfte den Alleingang. Mehrere berechtigte Strafen für den ERV brachten dann die Oberfranken besser ins Spiel. Pech hatte Geigenmüller mit seinem Kracher bei 5-3, dass er nur die Latte traf. Ein unglücklicher, hoher Stock mit Verletzungsfolge bescherte ihm dann eine sehr harte Spieldauerstrafe des nicht sicher wirkenden Schiedsrichtergespanns, worauf das Spiel für den Außenstürmer beendet war. Weitere Strafen auf beiden Seiten, sorgten dann für sehr viel Platz auf dem Eis, was Müller mit seinem energischen Antritt und Schuss unter die Latte, zur durchaus verdienten Führung nutzte. Leider landete Meixners Schuss nach einer schönen Einzelaktion wiederum nur an der Latte des Gästegehäuses und verhinderte so eine mögliche höhere Führung der Tigers.
Nach der Pause merkte man den Unterfranken dann wieder größeres Engagement an und Verteidiger Knaup traf im Powerplay mit einem satten Distanzschuss genau in den Winkel zum Ausgleich. Der Ex-Bayreuther Trolda nutze dann ein Gewühl vor dem Tor zur verdienten Führung für die Mighty Dogs. Die Wagnerstädter versuchten zwar dagegen zu halten und hatten Pech bei einem Alleingang, den der Torwart parieren konnte, aber die Blau-weißen zeigten nun das deutlich bessere Spiel. Sicher in der Abwehr, kamen sie auch im Angriff immer wieder zu guten Szenen. Einen zweifelhaften Penalty konnte Juhasz dann zwar nicht verwandeln, aber mit einem Doppelschlag von Thurner und Waldner sorgte man für eine beruhigende Führung gegen in dieser Phase ziemlich zahnlose Tiger.
Im Schlussdrittel beschränkte sich der ERV mehr auf eine sichere Verwaltung des Ergebnisses, als weiterhin für Angriffsdruck zu Sorgen. Das Heimteam versuchte zwar weiterhin das Resultat freundlicher zu gestalten, doch meistens blieb man schon im Ansatz an der souveränen Abwehr der Unterfranken hängen. Pech hatte dann noch mal Meixner mit seinem zweiten Aluminiumtreffer des Abends.

Der Sieg der Kugellagerstädter war im Endeffekt verdient. In den ersten 20 Minuten verpassten die Oberfranken die Chance deutlicher in Führung zu gehen, und danach ließen die cleveren, abgezockten Gäste nicht mehr viel zu. Im Vergleich zum Freitag hatte dieses Spiel deutlich weniger Tempo und spielerische Highlights auf beiden Seiten. Die Tigers hatten diesmal doch größere Probleme sich gegen den sehr robusten Bayernligisten in Szene zu setzen. Etwas knapper hätte das Resultat, schon alleine wegen der Schüsse ans Gestänge, aber doch ausfallen können.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth