Tigers erobern die Donauarena


EV Regensburg – EHC Bayreuth 0:1 (0-0;0-1;0-0)

1 661 Zuschauer Strafen: R: 12 Min BT: 12 Min Powerplay: BT 0/5 R 0/5

EV Regensburg: Leserer Jo, Niedermeier – Bauer, Gerike, Schreyer (2), Helmrath (2), Zierer, Sülzner - Tahedl, Berger, Setz, Dörfler A, Dörfler T, Hofmeister (2), Dietrich C (2), Ritter (4), Dörfler, Dietrich P, Schlegl, Leserer Ja

EHC Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner, Zimmermann (2), C.Maier (4), S.Mayer, Zimmer (4), Fritsche – Müller, Geigenmüller, Brahmer, S.Schmidt, Steffens, Zeilmann, Jilemnicky, Hausauer (2), Seibel

Tore: 0-1 (23) Schmidt S (Hausauer)

Hervorragend eingestellt von Trainer Weingran und von der ersten Sekunde an hellwach präsentierten sich die Oberfranken in diesem Spitzenspiel der Landesliga Nord. Mit guter Raumaufteilung und Zweikampfstärke ließ besonders die Formation Steffens, Müller, Jilemnicky, Mayer und Meixner den vermeintlich besten Block der Liga um Spielertrainer Gerike und Torjäger Setz nicht zur Entfaltung kommen. Jilemnicky nahm dabei mit einer klasse Vorstellung Ex-Nationalspieler Daffner völlig aus dem Spiel. Alle drei spielten letzte Saison noch als Profi in Führungspositionen der 2.Bundesliga bzw. Oberliga. Die hochgelobten Gastgeber kamen nur zu vereinzelten Chancen, bei denen sich Bädermann auf dem Posten zeigte. Die Tigers bekamen so immer mehr Sicherheit und wagten sich dann auch öfters nach Vorne und prüften mehrmals den guten Leserer im EVR-Gehäuse.

Zu Beginn des 2.Abschnitts wurde das Spiel etwas offener und beide Teams hatten mehrere Chancen von denen Schmidt eine zur Gästeführung nutzte. Schön von Hausauer angespielt zog er parallel zur Grundlinie vor’sTor und brachte die Scheibe unter Bedrängnis ins Netz. In der Folgezeit bekamen die Festspielstädter dann das Spielgeschehen immer besser in den Griff und waren bei ihren Gegenstößen sogar gefährlicher als die Oberpfälzer. Bei den Überzahlspielen durch z.B. 2 Wechselfehler des EVR entwickelte man phasenweise sogar Dauerdruck auf die Regensburger, ohne dabei allerdings zu treffen. Die Domstädter mühten sich zwar immer wieder, doch fanden sie überhaupt kein taugliches Rezept gegen die gut gestaffelten Gelb-schwarzen. Bei den schnellen Gegenstößen bewahrte Leserer im Heimtor sein Team mehrmals vor einem höheren Rückstand.

Auch im Schlussdrittel setzte sich diese Szenerie fort. Regensburg rannte sich immer wieder fest und die Tigers schafften es bei ihren guten Breakchancen nicht für eine Entscheidung zu sorgen. Die teilweise sehr guten Schusspositionen wurden entweder knapp verzogen, oder der Goalie stand dem erlösenden zweiten Torerfolg im Weg. So steigerte sich die Spannung in der Donauarena von Minute zu Minute. Mehrmals zischten auch verdeckte Schüsse der Donaustädter am Gehäuse vorbei oder der gute Bädermann parierte. Das nötige Quäntchen Glück hatte er bei ein oder zwei Szenen auch, aber das gehört natürlich dazu. Da kann man getrost vom Glück des Tüchtigen sprechen. In der Schlussminute wurde es dann noch mal dramatisch. Der EVR hatte schon den Torhüter für einen Sechsten Feldspieler vom Eis genommen als die Wagnerstädter auch noch eine Strafzeit bekamen. Mit 6 gegen 4 drängten die Rot-weißen auf den Ausgleich, aber auch hier ließen die Gäste keine klare Torchance mehr zu und feierten einen überraschenden, aber völlig verdienten Auswärtserfolg.

Der EHC hat seine Lehren aus der Anfangsphase in Weiden gezogen und deutlich demonstriert, dass man es viel besser kann. Vom Linksaußen der ersten Reihe bis zum rechten Verteidiger der Dritten Formation war das durchgehend eine starke Partie. Mit großem Kampfgeist und genauer Einhaltung der vorgegebenen Taktik gelang es den Spielfluss der Gastgeber schon im Keim zu ersticken und mit den eigenen Angriffen stets gefährlich zu sein. Bei besserer Chancenverwertung hätte man sich die Spannung bis zur Sirene auch sparen können. Aber Sieg ist Sieg und auf diese Leistung lässt sich für die nächsten Spiele mehr als aufbauen. Wenn man sich weiter auf seine Fähigkeiten besinnt und engagiert und konzentriert auftritt sind die Tigers wieder einmal für jeden ein sehr unangenehmer Gegner, der nicht leicht zu schlagen ist.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth