Tigers gewinnen Kampf der Raubtiere gegen die Wild Lions Amberg


ERSC Amberg : EHC Bayreuth 0:8 (0:2|0:2|0:4)

140 Zuschauer

Strafen Amberg: 20+10
Strafen Bayreuth: 16+10


ERSC Amberg:
Augsberger, Scheermann (4), Jonak, Gassner, Hoertas, Gress, Heckmann, Bienek (2), Gäck, Donhauser, Augsberger (2), Bado (4+10), Fillenberg, Swadzba (4), Ksoll (4)

EHC Bayreuth:
Sievers, O. Schmidt, Meixner (2+10), Wagner, Meyer, Zimmer, Fritsche, Maier (2), Hausner (2), Rothemund, Steffens, Jilemnicky, Zeilmann (4), S. Schmidt, Brahmer, Carbone, Seibel, Hausauer (2), Müller (2), Geigenmüller (2)

Tore:
0:1 (03.) Geigenmueller, Hausauer
0:2 (15.) Geigenmueller
0:3 (35.) Zeilmann, Brahmer
0:4 (39.) Brahmer, Zeilmann, Schmidt
0:5 (51.) Steffens, Mueller
0:6 (53.) Carbone
0:7 (60.) Maier
0:8 (60.) Carbone, Hausner

Die Tigers wollten auch heute wildern und zwar im Raubtierkäfig der Wild Lions aus Amberg. Hatte man im Vorfeld die Tabellensituation studiert, konnte man eigentlich der Meinung sein, die Rollen wären klar verteilt. Doch Amberg wollte auf keinen Fall nur „Kanonenfutter“ für die in dieser Saison stark spielenden Bayreuther sein. Jeder Quadratzentimeter Eis wurde von den Wild Lions teuer verkauft und so blieben die zwar schnell in Rückstand geratenen Amberger immer wieder durch Konter gefährlich.
Die optische Überlegenheit der Tigers konnte zumindest im 1. Drittel nur durch 2 Überzahltreffer umgemünzt werden.

Das zweite Drittel war ebenso kampfbetont wie das erste. Die spielerische Qualität wurde aber immer mehr deutlich und man erspielte sich mit reihenweise besten Gelegenheiten das Übergewicht. Die Belohnung waren herrlich heraus gespielte Treffer zum Zwischenstand von 0:4. Dieses Drittel war allerdings teuer erkauft. Ein ruppiges Foul an Tigers Stürmer Jilemnicky hatte schwere Folgen. Er musste das Eis verletzungsbedingt verlassen und wurde umgehend ins Bayreuther Klinikum mit Verdacht auf Bänderriss eingeliefert. Zum Glück zeigten die ersten Diagnosen „nur“ eine wahrscheinliche Zerrung. Klarheit wird eine Kernspinuntersuchung am kommenden Montag bringen.

Diesen Schock verdauten die Tigers im letzten Drittel aber sehr schnell. Es wurde eine Angriffswelle nach der nächsten auf den starken Amberger Goalie Augsberger gefahren. Mit reihen weise Glanzparaden verhinderte dieser schlimmeres. Trotzdem musste er noch weitere 4 Gegentreffer hinnehmen. Höhepunkt des Spiels war sicher der von den Unparteiischen gepfiffene Penalty in der 53. Spielminute. Carbone war durchgebrochen und wurde von hinten unsanft von den Beinen geholt. Der Gefoulte zeigte Courage und netzte ein.

Alles in allem ein auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg, wobei Amberg jederzeit bei Kontern gefährlich blieb und ein starker Augsberger im Tor ein durchaus machbares höheres Resultat verhinderte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth