Tigers deklassieren bisher ungeschlagene „blaue Teufel“


EHC Bayreuth – 1.EV Weiden 7:1 (1-0;4-0;2-1)

1 207 Zuschauer Strafen: BT: 63 Min W: 104 Min Powerplay: BT 3/12 W 1/8

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner (12), Zimmermann, C.Maier, Rothemund, Hausner, S.Mayer (4), Zimmer (31) – Müller, Geigenmüller (2), Brahmer (2), S.Schmidt (4), Steffens, Zeilmann (2), Jilemnicky, Hausauer (4), Seibel (2)

Weiden: Meiler, Weidenbach (ab 53.) – Domke (4), Penk (2), Schmid, Kastner (12), Frank (22), Baldauf – Robl (2), Möstel, Schönberger (4), Hofmeister (25), Pastika (4), Kirchberger, Stetter, Hagn (4), Zellner (25), Farnbauer

Tore: 1-0 (18) Jilemnicky (Hausauer); 2-0 (24) 5-3 Brahmer (S.Mayer); 3-0 (25) 5-3 Brahmer (Müller, S.Mayer); 4-0 (27) Steffens (Müller); 5-0 (27) Geigenmüller; 5-1 (47) 5-3 Penk (Schönberger, Möstel); 6-1 (53) 5-4 Meixner (S.Mayer, Müller); 7-1 (53) Hausauer (Jilemnicky, Zimmer)

Spitzenreiter, Spitzenreiter hallte es schon Mitte des zweiten Drittels durch das gut gefüllte Rund im Bayreuther Eisstadion von den freudetrunkenen Anhängern der Wagnerstädter, nachdem sie mit einem furiosen Zwischenspurt den Oberpfälzern fast uneinholbar davon gezogen waren. Was war geschehen? Das Spitzenspiel der Landesliga Nord hatte einen ziemlich zähen Beginn zu verzeichnen. Beiden Teams merkte man den gegenseitigen Respekt an und zahlreiche Fehlpässe auf beiden Seiten beim vorsichtigen Abtasten hemmten den Spielfluss. Die besseren Szenen hatte erst der Gast, auch begünstigt durch einige Strafen des Heimteams, aber die gut sortierte Defensive und der wiederum sehr starke Torwart Bädermann ließen nichts Zählbares zu. Mit der ersten guten Torchance gingen die gelb-schwarzen dann in Führung. Der wieder genesene Jilemnicky traf nach Vorarbeit von Hausauer. Dieser Treffen schien im 2.Drittel dann so etwas wie der „Bremsenlöser“ zu sein, wobei die Gäste dies auf eine etwas besondere Art taten. Zellners berechtigte Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge (Kapitän Zimmermann konnte darauf nicht mehr weiter spielen sondern wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht) beantworteten sie mit zahlreichen Disziplinlosigkeiten, die sie minutenlang in Unterzahl brachten. Die Tigers ließen sich davon aber nicht provozieren, sondern nutzten diese Gelegenheiten zu zwei Powerplaytoren des auffälligen Brahmer. Beim 2-0 ließ er Gästegoalie Meiler mit einem feinen Direktschuss keine Chance und beim 3-0 wurde er von Mayer und Müller mit den vielleicht schönsten Spielzug des Abends herrlich freigespielt. Gästetrainer Proskuriakov nahm daraufhin eine Auszeit, um sein Team wieder zu beruhigen und zu ordnen, aber der Torhunger der Tigers war noch nicht gestillt. Kurz nach Ablauf der vorerst letzten Strafe nutzte Steffens eine schnelle Kombination mit dem starken Müller und nur 15 Sekunden später gelangte die Scheibe von Geigenmüller auch noch zum 5-0 ins Netz. Es dauerte einige Minuten bis sich die Blau-weißen etwas davon erholt hatten und zu einzelnen Chancen kamen. Kurz vor der 2.Pause bewahrte Bädermann mit einem überragenden Save, als er mit einem Reflex einen Schuss aus kurzer Entfernung ins eigentlich leere Tor noch abwehren konnte. Damit verhinderte er den fast sicheren Anschlusstreffer, der vielleicht noch einmal ein Startschuss für eine Aufholjagd hätte sein können.

Im Schlussabschnitt wurde das Spiel nochmals hektisch und es hagelte weitere Strafen für beide Mannschaften. Eines der zahlreichen 5 gegen 3 Überzahlspiele nutzte Penk mit einem abgefälschten Schuss zum Ehrentreffer. Dem wollten die Festspielstädter aber nicht nach stehen und Meixner sowie Hausauer trafen noch zum Endstand von 7-1. Zuvor gab es noch je eine Spieldauerstrafe auf beiden Seiten und zahlreiche weitere Strafen, wobei die Devils durch ihre mangelnde Disziplin noch etwas mehr zu büssen hatten als die Tigers.

Durch diesen Erfolg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung stehen die Tigers nun völlig verdient an der Tabellenspitze der vermeintlich stärksten Landesliga Nord aller Zeiten. Mit Blick auf das Restprogramm aller beteiligten Mannschaften und der Gewissheit alle direkten Vergleiche für sich entschieden zu haben, ist man nun in der Situation den Meistertitel aus dem Vorjahr aus eigener Kraft erfolgreich verteidigen zu können. Man hat sich mit einer bisher grandiosen Saisonleistung eine sehr gute Ausgangsposition für die Einteilung der Aufstiegsrunde im Januar 2009 erspielt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth