Tigers Rumpftruppe holt den Meistertitel bei den Ravens aus Amberg


EC 2000 Amberg : EHC Bayreuth 2:10 (0:2|2:2|0:6)

Zuschauer: 53

Torfolge:
0:1 (04.) Hausner
0:2 (13.) Rothemund, Mueller
0:3 (23.) Hausauer, Schmidt
0:4 (26.) Maier, Brahmer
1:4 (27.) Krieger
2:4 (28.) Wrobel, Nekvapil
2:5 (43.) Hausauer, Schmidt
2:6 (46.) Brahmer, Hausauer
2:7 (47.) Hausauer, Schmidt
2:8 (54.) Schmidt, Mayer
2:9 (57.) Mueller, Brahmer
2:10 (57.) Steffens, Geigenmueller, Jilemnicky

Strafzeiten:
EC 2000 Amberg: 36
EHC Bayreuth: 14+10

EC 2000 Amberg:
Kowalczyk, Materak, Reuster (6), Reichenberger (4), Nekvapil (2), Warch, Wrobel, Rossner, Pohl (2), Kutzer (8), Krieger (6), Rau (4), Thür (2), Spitzl, Reitzer

EHC Bayreuth:
O. Schmidt, Bädermann, Mayer (4+10), Fritsche (2), Maier, Hausner (4), Rothemund, Steffens, Jilemnicky, S. Schmidt, Brahmer (2), Hausauer, Müller (2), Geigenmüller

Wer hätte vor der Saison damit gerechnet? In der wohl stärksten Landesliga Nord seit Gedenken, konnte sich der EHC Bayreuth gegen alle starken Gegner durchsetzen, blieb auch im Jahr 2008 zuhause erneut ungeschlagen und sicherte sich heute mit einem 2:10 Erfolg bei den Ravens aus Amberg den Meistertitel der Landesliga Nord!

Am Freitag, den 12.12.08 konnten sich die Tigers gegen den starken EV Weiden mit 7:1 durchsetzen und legten den Grundstein des Erfolgs. Denn parallel zum heutigen Auswärtsspiel der Wagnerstädter (14.12.08) beim EC 2000 Amberg fand das Oberpfälzer Derby Weiden gegen Regensburg statt, welches die Donaustädter mit 3:5 für sich entscheiden konnten. Somit ist der EHC Bayreuth selbst bei einer möglichen Niederlage im letzten Vorrundenspiel am 28.12.08 in Pegnitz aufgrund des besseren direkten Vergleichs mit Weiden nicht mehr einzuholen!

Die Partie in Amberg stand allerdings unter keinem guten Stern. Die Tigers konnten nur 7 Stürmer, 5 Verteidiger und 2 Goalies aufbieten. Der Kräfteverschleiß vom schweren Heimspiel gegen Weiden machte sich auch gleich von der 1. Spielminute an bemerkbar. Konstruktiver Spielfluss war kaum zu erkennen und über die gesamte Spielzeit wirkte das Geschehen eher zerfahren.

Bedingt durch etliche Strafzeiten auf Amberger Seite musste man seine Chancen in Überzahl suchen. Dies gelang auch gleich in der 4. Spielminute. Die Tigers ließen die Scheibe im gegnerischen Drittel laufen und Hausners fulminanter Schlagschuss von der blauen Linie schlug unhaltbar zum 0:1 in den Maschen ein. Amberg zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und kam durch zwei Konterchancen gefährlich vor das Bayreuther Gehäuse. Oliver Schmidt im Tor war jedoch auf dem Posten.

Mitten in die Angriffsbemühungen der Amberger hinein fiel das 0:2. Ein schneller Gegenzug über den erneut starken Müller ins Amberger Drittel setzte Rothemund in Szene. Dessen Hammer landete wiederum unhaltbar im oberen Dreieck. Eigentlich sollte dieser Vorsprung Sicherheit in das Spiel der Bayreuther bringen aber es blieb wie auch schon zuvor mehr Stückwerk.

Im zweiten Abschnitt überschlugen sich dann die Ereignisse. Amberg kam wieder mit einem Break gefährlich in das Bayreuther Drittel und im direkten Gegenzug krachte Brahmers Gewaltschuss an den Pfosten. Der Amberger Goalie musste sich jedoch einige Sekunden später dennoch geschlagen geben. Die Tigers ließen die Scheibe schön im Drittel der Gastgeber laufen. Schmidt zog hinter das gegnerische Tor und legte für den völlig freistehenden Hausauer auf, der keine Mühe hatte die Direktabnahme einzunetzen. Ganze 3 Minuten später schlug es erneut im Kasten der Amberger ein. Diesmal bediente Brahmer aus ähnlicher Situation heraus Maier, der zum 0:4 verwandeln konnte. Die Tigers, scheinbar noch im Freudenrausch, verloren nur wenige Sekunden später aber völlig die Übersicht. Innerhalb von nur 24 Sekunden konnte Amberg durch Krieger und Wrobel auf 2:4 verkürzen. Ab der 34. Spielminute wechselte Trainer Markus Weingran dann Torhüter Julian Bädermann für Oliver Schmidt ein.
Negativer Höhepunkt des zweiten Drittels war ein Check gegen den Kopf von Christopher Maier. Dieser musste völlig benommen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Erste Untersuchungen ergaben eine schwere Gehirnerschütterung. Er konnte aber schnell wieder entlassen werden und mit der Mannschaft die Heimreise antreten. Gute Besserung an dieser Stelle!

Im letzten Abschnitt wollten die weiter dezimierten Tigers dann aber nichts mehr anbrennen lassen. Während man teilweise Stürmer in die Verteidigung beorderte und so für etwas mehr Sicherheit sorgte, konnten sich die gelb-schwarzen im gegnerischen Drittel festsetzen und markierten aus selbiger Situation heraus wie schon beim 0:3 und 0:4 das vorentscheidende 2:5. Stephan Schmidts Pass landete beim freistehenden Hausauer, der mit einem weiteren Treffer seine starke Bilanz noch verbessern konnte. Nun war der Widerstand des EC 2000 Amberg endgültig gebrochen. Klar überlegen agierten nun die Wagnerstädter, die sich mit weiteren, teilweise herrlich heraus gespielten Treffern doch noch deutlich mit 2:10 durchsetzen konnten.

Nach der Weidner Niederlage gegen Regensburg und dem heutigen Auswärtssieg, konnte der EHC Bayreuth seinen Meistertitel aus der Vorsaison erneut souverän verteidigen. Somit können die Tigers am 28.12.08 das letzte Vorrundenspiel beim Lokalrivalen Pegnitz völlig entspannt antreten. Einzig das Prestige um die Lokalkrone sollte noch einmal Ansporn für eine abschließend gute Leistung sein.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth