Knappe Niederlage der Tigers bei Pokalhinspiel am Bodensee


EV Lindau – EHC Bayreuth
4:3 (2-1;2-1;0-1)

250 Zuschauer
Strafen:
L: 22 Min
BT: 28 Min
Powerplay:
L 2/5
BT 1/9

Lindau: Quapp, Gutmann – Szeja, Kunce, Hops (2), Bäckström (2), Schweinberger (2) – Hotz, Eckert, Volek (2), Prell (2), Krügers (4), Kraus, Schwarzbart (2), Krohnfoth (4), Mahren (2), Paul

Bayreuth: Bädermann, O.Schmidt – Zimmermann, C.Maier, Rothemund (2), Hausner, S.Mayer (2) – Müller, Geigenmüller (2), Brahmer (2), S.Schmidt (10), Steffens (4), Zeilmann (2), Jilemnicky (2), Hausauer, Ferstl (2)

Tore: 1-0 (5) Volek (Krohnfoth); 2-0 (13) 5-4 Kraus (Mahren, Krügers); 2-1 (19) 5-4 Zeilmann (Zimmermann); 3-1 (31) Szeja; 3-2 (34) Zeilmann; 4-2 (40) 5-4 Kunce (Kraus); 4-3 (60) S.Schmidt (Zeilmann)

Das beide Mannschaften dieses Spiel durchaus ernst nahmen sah man schon daran das die Oberschwaben genauso mit dem besten Aufgebot angetreten sind, wie ihre Gäste, die bis auf die gemeldeten Ausfälle Meixner und Zimmer und ohne einen Großteil der Junioren (gleichzeitiger Punktspieleinsatz), komplett angereist waren. Trotzdem merkte man beiden Teams an, das sie die Spiel- und Trainingspause über die Feiertage doch etwas aus dem Rhythmus gebracht haben. Es entwickelte sich ein durchschnittliches Spiel, mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft. Folgerichtig gingen die Insulaner auch durch einen Rückhandschuss von Volek und einen Überzahltreffer von Kraus mit 2-0 in Führung. Die erste richtig gute Torchance der Wagnerstädter führte dann aber gleich zum Anschlusstreffer. Kapitän Zimmermann hatte im Powerplay von der blauen Linie abgezogen, Quapp konnte nur abprallen lassen und Zeilmann war zur Stelle und verwandelte den Nachschuss.

Auch im Mittelabschnitt erspielten sich die Islanders etwas Übergewicht, weil sie in den entscheidenden Situationen etwas engagierter wirkten. Lohn dafür war das 3-1 von Verteidiger Szeja der mit seinem Schlenzer die komplett verstellte Sicht für Torwart Bädermann ausnutzte. Davon fühlten sich die Tigers etwas angestachelt und forcierten ihre Bemühungen. So kam dann phasenweise etwas mehr Spielfluss zu Stande und Zeilmann konnte kurz nach Ablauf einer Strafe mit seinem zweiten Abstauber erneut den Anschluss herstellen. Kurz vor der zweiten Sirene fiel aber doch noch das unglückliche 4-2. Ein Zuspiel von Links ging parallel zur Grundlinie an Freund und Feind vorbei zu Kunce der aus ca. 5m, auf Höhe des rechten Pfostens, völlig frei keine Mühe hatte unter die Latte zu treffen.

Im Schlussdrittel merkte man den Oberfranken dann noch etwas mehr an, das sie um ein besseres Resultat für das Rückspiel am 3-Königs-Tag bemüht waren. Aber auch der EVL hatte mehr und mehr die etwas eingerosteten Beine gelöst und es wurde noch ein interessantes Spiel mit guten Szenen auf beiden Seiten. Zu Anfang hatten die Lindauer zweimal Pech. Erst scheiterte Volek mit einer Riesenchance an Bädermann und dann landete ein zweimal abgefälschter Distanzschuss am Pfosten des Bayreuther Tores. Bei einigen guten Breakmöglichkeiten fehlte den Tigers öfters der letzte genaue Pass um erfolgreich abschließen zu können oder man zielte am Tor vorbei. Wie auf Freieis üblich, wurden dann nach 50 Minuten noch mal die Seiten getauscht und damit verlagerte sich auch das Spielgeschehen deutlich ins Drittel des EVL. Die größte Chance war allerdings ein von Volek vergebener Penalty in der 54.Minute. Die Entscheidung der Schiedsrichter dazu, kann man aber als sehr fragwürdig bezeichnen. Somit dann vielleicht doch ausgleichende Gerechtigkeit das kein Tor dabei fiel. In den letzten Minuten drückten die Tigers dann noch auf eine Ergebniskorrektur und Schmidt traf kurz vor Schluss noch zum 4-3 Endstand nachdem er bei der größeren Chance kurz zuvor noch kein Glück hatte.

Unter dem Strich gelang eine gute Ausgangsposition des EHC Bayreuth für das Rückspiel bei sehr guten, trockenen aber eiskalten Bedingungen am schwäbischen Meer. Die Mannschaft der Tigers hat noch nicht wieder ganz zurück in die Spur der begeisternden Auftritte vor einigen Wochen gefunden. Das Pass- und Laufspiel muss noch genauso wieder verbessert werden, wie das einige Blackouts in der Abwehr abgestellt werden müssen wenn man die nächste Runde im Pokal erreichen will und in der Endrunde ein wichtiges Wort um den Aufstieg mitsprechen will. Beim EV Lindau scheint das Augenmerk auch mehr bei der Endrunde zu liegen, denn auch sie erweckten nicht den Eindruck 100% abgerufen zu haben.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth