Mit Kantersieg ins Halbfinale


EHC Bayreuth – EV Lindau 12:0 (3-0;4-0;5-0)

413 Zuschauer
Strafen:
BT: 28 Min
L: 20 Min
Powerplay:
BT 3/8
L 0/5

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner (2), Zimmermann, C.Maier (2), Hausner (4), Zimmer (2) – Müller (2), Geigenmüller, Brahmer, S.Schmidt, Steffens (2), Zeilmann, Jilemnicky (12), Hausauer (2), Ferstl

Lindau: Matzenmüller, Gutmann – Szeja (4), Kunce, Köhler, Preiss, Hops (4), Wellenberger, Eisenbarth (2), Schweinberger – Hotz, Eckert, Kraus (2), Merk, Prell, Krohnfoth (2), Mahren (6)

Tore: 1-0 (4) Steffens (Ferstl, Müller); 2-0 (9) 5-3 Geigenmüller (Hausauer, Zimmermann); 3-0 (16) Zeilmann (Zimmer); 4-0 (22) Ferstl (Steffens); 5-0 (26) Ferstl (Müller, Steffens); 6-0 (33) Meixner (S.Schmidt); 7-0 (34) Geigenmüller; 8-0 (41) 4-4 Hausauer (Geigenmüller, Zimmer); 9-0 (42) 5-4 Ferstl (Meixner, Müller); 10-0 (53) 4-5 Ferstl (Steffens); 11-0 (56) Ferstl (Müller); 12-0 (59) 5-4 Hausauer (Zimmer)

Die Tigers drängten die dezimierten Gäste (ohne Torwart Quapp, Defender Bäckström und Sturmführer Volek) vom Eröffnungsbully weg in die Defensive. Schließlich galt es die 4-3 Hinspielniederlage vom Sonntag zu egalisieren. Nach kurzem Abtasten wurde Steffens nach knapp 4 Minuten gleich so freigespielt, daß er ins leere Tor einschießen konnte. Mit dem von Geigenmüller durch platzierten Schuss ausgenutzten Überzahlspiel stelle man schon frühzeitig die Weichen auf Halbfinale. Als Zeilmann einen Traumpass von Zimmer aus der eigenen Zone allein gegen Matzenmüller verwertete war schon eine kleine Vorentscheidung zu Gunsten des Heimteams gefallen, da die Blau-weißen ihnen nur wenig entgegen zu setzen hatten.

Im Mittelabschnitt setzte sich dieser Spielverlauf nahtlos fort. Einen Heimspieleinstand nach Maß verbuchte dabei der insgesamt 5-fache Torschütze Ferstl. Seinen ersten Treffer zum 4-0 bereitete Reihenkollege Steffens nach einer Druckphase von hinter dem Tor vor und auch beim 5-0 vollendete er eine Kombination seiner Formation. Mit zwei Einzelaktionen stellten Meixner und Geigenmüller bis zur Pause noch auf 7-0 für die Oberfranken, deren Übergewicht in allen Bereichen mehr als deutlich ausfiel.

Den Islanders war zwar das ganze Spiel über anzumerken das ihre Konzentration schon auf die kommende Endrunde gerichtet ist, aber wie man sich dann zeitweise vorführen ließ, war eines bisher im Saisonverlauf ungeschlagenen Meisters der Landesliga Süd unwürdig. Die Wagnerstädter störten sich daran aber überhaupt nicht und schraubten das Endergebnis mit teilweise herrlichen Spielzügen auf ein vorher so nicht erwartetes, klares 12-0. Der wie entfesselt aufspielende Ferstl netzte noch 3 mal ein und auch Hausauer trug sich noch zweimal in die Torschützenliste ein.

Der Pokalverteidiger aus Bayreuth sicherte sich ziemlich ungefährdet die Teilnahme am Halbfinale, in dem eventuell weitere interessante und lukrative Spiele für den EHC anstehen könnten. Wieder einmal eine geschlossene Mannschaftsleistung in der Ferstl mit seinen 5 Toren noch herausragte ließ den Gästen von Beginn an keine Chance. Bei der Spiellaune der Tigers hätte der EVL aber auch komplett und voll engagiert seine liebe Not gehabt. Läuferisch und spielerisch war man den Bodenseestädtern jedenfalls haushoch überlegen und entsprechend einseitig waren die Spielanteile verteilt. Mit dieser Vorstellung kann man nun voller Selbstvertrauen in die nächste Woche beginnende Aufstiegsrunde starten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth