Tigers bleiben auch in Schongau auf der Erfolgsspur


EA Schongau - EHC Bayreuth 2:5 (0-1;1-1;1-3)

423 Zuschauer Strafen: S: 30 Min BT: 12 Min Powerplay: S 0/5 BT 2/8

Schongau: Lohr, Hohenester – Resch F (10), Zerhoch, Hanko, Hübl, Weninger, Hain (18), Spegele (2), Schuster – Grundner, Wandschura, Strodel, Brod (2), Castonguay (2), Kinker, Wurm, Weckerle (2), Linke, Löw (2), Hechenrieder

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Zimmermann, C.Maier, Rothemund, Hausner, S.Mayer, Zimmer (2) – Müller, Geigenmüller, Brahmer (2), S.Schmidt, Steffens, Zeilmann, Jilemnicky (2), Hausauer (2), Ferstl (4)

Tore: 0-1 (18) Zeilmann (Schmidt, Brahmer); 1-1 (22) Linke (Weckerle); 1-2 (38) 5-4 Hausauer (Geigenmüller); 1-3 (51) 4-5 Hausauer (Jilemnicky); 1-4 (54) 5-4 Jilemnicky (Zimmermann); 2-4 (58) Resch; 2-5 (60) 5-6 Schmidt (Zeilmann)

Nach einer kurzen Abtastphase beider Mannschaften entstanden erste Torchancen auf beiden Seiten, wobei sich Schongau mehr und auch die besseren Möglichkeiten erspielte. Der starke Tigerstorwart Sievers hielt dabei sein Team mit einigen starken Saves im Spiel. Bei den Oberfranken blieb ein längeres 5 gegen 3 Powerplay ungenutzt und auch Heimgoalie Lohr stand seinem Gegenüber bei einigen klasse Szenen in Nichts nach. Zeilmanns energische Einzelaktion brachte dann die sogar etwas glückliche Führung für den EHC Bayreuth. Der Mittelstürmer setzte sich kraftvoll gegen 2 Gegenspieler durch und verwandelte trocken unten ins Eck.

Nach Wiederbeginn verlor die Tigerabwehr kurzzeitig etwas die Orientierung und ermöglichte dem freigespielten Linke damit den Ausgleich für die Lechstädter. Die Partie entwickelte sich zu einem gleichverteilten Kampfspiel, bei dem keine Mannschaft auch nur einen cm Eis freiwillig preisgab. Den Wagnerstädtern fehlte in dieser Phase etwas das Glück bei gleich mehreren hochkarätigen Torchancen. Die Mammuts hatten zwar keine so klaren Gelegenheiten, blieben aber dennoch jederzeit gefährlich. Wie so oft in solchen Situation ebnete auch diesmal ein Überzahlspiel den Weg für die Festspielstädter. Geigenmüller spielte geschickt Hausauer von hinter dem Tor an, der sofort abzog und einnetzte.

Im Schlussdrittel hatten die Oberfranken am Anfang einige Schwierigkeiten wieder richtig ins Spiel zu finden. Unkonzentriertheiten, Fehlpässe und 2 verschenkte Überzahlspiele in Folge ließen den Gastgeber hoffen. Doch die Tigers konnten sich nach ein paar Minuten frei schwimmen, hatten aber wieder Abschlusspech bei gleich mehreren glänzenden Chancen. Als sich der agile Hausauer in Unterzahl durchtankte und zum 1-3 traf, bog der Nordmeister dann endgültig auf die Siegerstrasse ein. Mit dem 1-4, bei dem Jilemnicky einen Powerplayschlagschuss von Kapitän Zimmermann abfälschte war eine Vorentscheidung gefallen. Das noch einmal etwas Spannung aufkam hatten die Mammuts dem Umstand zu verdanken, das ein eigentlich harmloser Querpass von einem Bayreuther Schlittschuh unglücklich ins eigene Gehäuse abgelenkt wurde. Mit dem Mute der Verzweiflung nahm die EAS den Torhüter vom Eis für einen Sechsten Feldspieler aber Schmidts empty-net-goal von der roten Linie aus geschossen, beseitigte die letzten Zweifel am verdienten Auswärtssieg der Bayreuther.

Mit einer wiederum starken Mannschaftsleistung behielt man auch am Lech die Oberhand. Die Schongauer waren der erwartet schwere und kompakte Gegner und machten es den Oberfranken alles andere als leicht. Das man sich schlussendlich auch gegen diese Widerstände durchsetzte macht deutlich, das der EHC Bayreuth momentan auf alles die richtige Antwort parat hat. Man machte über 60 Minuten den Eindruck, das man gut eingestellt und vorbereitet war auf das was sie beim Zweiten der Landesliga West erwartete. Mit diesen 2 Auswärtserfolgen brachte man sich jedenfalls schon mal in eine sehr gute Ausgangsposition für die nächsten Wochen. Besonders wenn man die bisherige Heimstärke des Teams berücksichtigt und festhält das sowohl Holzkirchen, als auch Schongau mit zu den größten (Auswärts-) Hürden gerechnet wurden.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth