Hinten raus wurde es richtig klar für die Tigers


EHC Bayreuth – ERC Lechbruck 9:2 (2-1; 1-0; 6-1)

588 Zuschauer Strafen: BT: 32 Min L: 36 Min Powerplay: BT 2/11 L: 1/3

Bayreuth: Bädermann, O.Schmidt – Meixner, Zimmermann, C.Maier (2), Rothemund, S.Mayer, Fritsche, Zimmer (12) – Müller (10), Geigenmüller (2), Brahmer, S.Schmidt (2), Carbone, Steffens, Zeilmann (2), Jilemnicky, Hausauer (2), Ferstl, Seibel

Lechbruck: Echtler (2), Bernsdorf – Drimal (10), M.Lory (6), Hölzle, R.Lory, Michels (2), Reiß – Pfeiffer (4), Ilg, M.Vacca, Schweinberger, Gröger, Graml (4)

Tore: 0-1 (4) 5-4 Hölzle (Drimal); 1-1 (16) 5-4 Zimmer (Geigenmüller); 2-1 (18) Müller (Steffens, Ferstl); 3-1 (22) Schmidt (Brahmer); 4-1 (42) 5-4 Seibel (Zeilmann); 4-2 (45) Graml (Echtler, M.Lory); 5-2 (45) Müller (Steffens, Ferstl); 6-2 (47) Seibel (Zeilmann); 7-2 (53) Müller (S.Mayer, Ferstl); 8-2 (56) 4-5 Jilemnicky (Fritsche, Geigenmüller); 9-2 (58) Ferstl (Müller, Meixner)

Der EHC hatte bis auf den langzeitverletzten Gorges und Hausner wieder alle Mann an Bord, gegen eine sehr dezimierte Gastmannschaft vom Lech. Auch wenn sicher noch nicht alle Bayreuther hundertprozentig von der Grippewelle genesen waren konnte man also personell ziemlich aus dem Vollem schöpfen. Trotzdem gingen die Flösser mit einem Distanzschuss in Führung und forderten die Tigers somit etwas heraus. Der Spielfluss bei den Gelb-schwarzen hakte danach doch merklich und bei einigen guten Torchancen war Gästegoalie Echtler immer auf dem Posten. So dauerte es bis zur 16.Minute bis Zimmer, ebenfalls mit einem Weitschuss, der Ausgleich gelang. Bis dahin spielte zwar eigentlich nur das Heimteam aber oftmals fehlte etwas der letzte Kick beim Abschluss. Das man mit einer 2-1 Führung in die Kabine ging hatte man dem energischen Nachsetzen hinter dem Brucker Tor zu verdanken, weil Müller diesen Puckgewinn dann per Direktschuss aus kurzer Entfernung in die Maschen setzte.

Mit dem Nachschusstreffer von Schmidt gleich nach Wiederanpfiff glaubten die knapp 600 Zuschauer das es nun besser klappen würde. Einige Unzulänglichkeiten bei den Oberfranken im Spielaufbau und der Widerstand der Flösser verhinderten aber vorerst noch den großen Spielfluss und bei den trotzdem entstehenden Chancen erwies sich Echtler mehrfach als sehr guter Torhüter, der schlimmeres für sein Team verhinderte. Auch das Schiedsrichtergespann passte sich mit einigen sehr seltsamen Entscheidungen dem höchstenfalls durchschnittlichen Niveau an. Zwei 10-Minutenstrafen und der spätere Ausfall des doch noch zu sehr geschwächten Brahmer machten auch einige Umstellungen in den Reihen des EHC nötig.

Im Schlussdrittel sorgten die Tigers dann noch für einige schöne Höhepunkte und Kurzweil auf den Tribünen. Besonders Junior Seibel (2 Tore) und der dreifache Torschütze Müller sorgten für positive Ausrufezeichen. Die stärkste Phase der Tigers wurde mit 3 Toren innerhalb von gut 2 Minuten belohnt. Höhepunkt des ganzen Spiels war dann der Unterzahltreffer zum 8-2. Im Stile eines Powerplays hatten die Tigers ihren eigentlich überzähligen Gegner im eigenen Drittel eingeschnürt und nach mehreren erfolglosen Versuchen durch Jilemnickys Hammer getroffen.

Es dauerte diesmal etwas länger bis der Angriffsmotor der Tigers richtig Betriebstemperatur erreicht hatte. Eine Gefahr die imposante Heimserie zu „beflecken“ bestand aber trotzdem eigentlich nie. Zu harmlos präsentierten sich die Ostallgäuer im Tigerkäfig. Bei den Oberfranken klappte diesmal längst nicht alles. Man war aber jederzeit trotzdem so deutlich Herr der Lage, das auch das schon wieder sehr eindrucksvoll wirkte. Der EHC Bayreuth hat mit diesem weiteren klaren Heimsieg nun auch die Tabellenführung in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga Gruppe B übernommen und kann nun erstmal sehr beruhigt in die nächsten Aufgaben gehen. Nächsten Sonntag steht bereits das Rückspiel im dachlosen Stadion in Lechbruck als einziges Wochenendspiel an.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth