Vorentscheidung schon im ersten Drittel


ERC Lechbruck : EHC Bayreuth 1:9 (0:4|0:3|1:2)

Zuschauer: 107
Strafen:
Lechbruck: 18+20
Bayreuth: 28+10


ERC Lechbruck:
Echtler, Ullsperger, Drimal (2), Lory (2+10), Hölzle, Sitter, Michels (2), Reiß, Pfeiffer, Vacca M., Vacca P. (10), Schweinberger, Schneider, Granml (2), Pfanzelt (10)

EHC Bayreuth:
Sievers, Bädermann, Meixner, Zimmermann, Mayer (6), Fritsche, Rothemund (2), Steffens (2+10), Jilemnicky (2), Zeilmann, Behmer (2), Seibel (2), Hausauer, Müller (2), Geigenmüller (2), Runge, Ferstl (8)

Tore:
0:1 (06.) Steffens, Zimmermann
0:2 (07.) Hausauer, Geigenmueller
0:3 (18.) Zeilmann, Meixer, Steffens
0:4 (20.) Jilemnicky, Meixner
0:5 (25.) Steffens, Mueller, Ferstl
0:6 (36.) Ferstl, Mueller
0:7 (40.) Meixner, Ferstl
1:7 (56.) Schneider
1:8 (57.) Mueller
1:9 (59.) Hausauer, Geigenmueller

Während der EHC Bayreuth vergangenes Wochenende zuhause noch fast komplett gegen Lechbruck antreten konnte, schlug in den darauffolgenden Tagen die Grippewelle erneut gnadenlos zu. Etliche Akteure, darunter Leistungsträger wie S. Schmidt, Maier und Brahmer mussten kompensiert werden. Hinzu kam das Fehlen vom gesperrten Verteidiger Zimmer, dem beruflich verhinderten Hausner und auch Youngster Carbone.

Eigentlich keine guten Voraussetzungen für ein Aufstiegsrundenspiel. Doch die Tigers legten los, als würde man komplett antreten. Die Gastgeber aus Lechbruck waren scheinbar noch mit Revancheplänen für die 9:2 Hinspielniederlage beschäftigt, da nutzten die Wagnerstädter auch gleich ihre erste Überzahlmöglichkeit. Zimmermann zog an die blaue Linie. Sein Schlagschuss konnte noch abgewehrt werden aber beim Abpraller war Steffens zur Stelle und brachte sein Team in der 6. Spielminute mit 0:1 in Führung. Keine 60 Sekunden später schlug es erneut im Kasten der Hausherren ein. Hausauers schöner Alleingang wurde zwar vom Goalie noch entschärft aber er konnte die Scheibe nur „abtropfen“ lassen und so landete sie erneut bei Hausauer, der per „Bauerntrick“ das 0:2 markierte.

Das Spiel lief zumeist in eine Richtung und bis Ende des 1. Drittels zogen die Wagnerstädter völlif verdient auf 0:4 davon. Einziger Wermutstropfen war der kurzzeitige Ausfall von Hausauer. Er bekam einen Schlag auf die Hüfte, worauf sich ein dicker Bluterguss bildete. Mit Spritze konnte er jedoch im 2. Drittel weiterspielen.

Der Mittelabschnitt gestaltete sich über weite Strecken wie zuvor in Einbahnstraßeneishockey und so kamen die Tigers zu 3 weiteren sehenswerten Treffern durch Steffens, Ferstl und Meixner. Wobei Routinier Meixners Schlagschuss von der blauen Linie wohl eines der schönsten Tore am Abend war. Eine Schrecksekunde gab es dann aber auch für die Tigers. Bei den wenigen Lechbrucker Vorstößen wurde es dann doch einmal gefährlich. Ein trockener „Hammer“ von der blauen Linie rutschte Tigers Goalie Sievers über die Fanghand. Er konnte jedoch in letzter Sekunde retten.

Der letzte Abschnitt gestaltete sich etwas ruhiger. Mit einer 0:7 Führung im Rücken, drosselten die Bayreuther etwas das Tempo um Kraft zu sparen. So tat sich über weite Strecken nicht viel. Einzige „Highlights“ waren, wie in offenen Eisstadien üblich, der Seitenwechsel in der 50. Minute und der in der 48. Minute von Ferstl vergebene Penalty. Aus einer Überzahlsituation heraus, fiel dann aber doch der Ehrentreffer für Lechbruck durch den auffälligen Schneider. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In Unterzahl fasste sich Müller ein Herz, umkurvte die Lechbrucker Abwehr und netzte zum 1:8 ein. Den Schlusspunkt setzte erneut Hausauer, der keine 2 Minuten später den Endstand zum 1:9 herstellte.

Das große Plus des EHC Bayreuth ist die Tiefe und die Ausgeglichenheit des Kaders. Selbst das Fehlen von wichtigen Leistungsträgern kann im Notfall kompensiert werden. Mit erneut starker Leistung bewahren sich die Tigers mit nunmehr 11:1 Punkten beste Aufstiegschancen in die Bayernliga.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth