Schmerzhafter sechster Sieg des EHC Bayreuth


EHC Bayreuth – TSV Trostberg 7:2 (4-0; 1-2; 2-0)

541 Zuschauer Strafen: BT: 16 Min T: 45 Min Powerplay: BT 2/8 T: 2/6

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner, Zimmermann, C.Maier, Rothemund, Hausner (2), S.Mayer, Zimmer – Müller, Geigenmüller, Brahmer (2), S.Schmidt (2), Steffens (4), Zeilmann, Jilemnicky (2), Hausauer, Ferstl (2), Seibel

Trostberg: Kruck – Wolfgruber (2), Geissler, s.Feldner, Kaiser (4), Heide (27) – Grapentine (6), Gingerich, Roßmanith, Habereder (2), Maier, L.Feldner (2), Scheck (2)

Tore: 1-0 (3) Steffens (Müller); 2-0 (5) 5-4 Schmidt (Brahmer, Zeilmann); 3-0 (7) Mayer (Ferstl, Müller); 4-0 (15) Geigenmüller (Hausauer, Jilemnicky); 4-1 (24) 5-4 Gingerich (Habereder, Grapentine); 5-1 (29) Hausauer (Maier, Geigenmüller); 5-2 (33) 5-4 Habereder (Grapetine); 6-2 (42) Zeilmann (Geigenmüller, Brahmer); 7-2 (51) 5-4 Maier (Zimmer, Geigenmüller)

Durch das allgemeine Wetterchaos auf den Straßen hatte es auch die Trostberger im Stau bei der Anreise erwischt und das Spiel konnte erst mit etwa 20 Minuten Verspätung und praktisch fast ohne Aufwärmphase der Gäste beginnen. Die Müdigkeit nach der langen Busfahrt steckte ihnen dann wohl noch in den Knochen, denn dem Anfangselan der Tigers mussten sie sich fast wiederstandslos ergeben. Die Oberfranken schalteten und walteten fast nach belieben und sorgten mir 4 blitzsauberen Toren durch Steffens, Schmidt, Mayer und Geigenmüller schon früh für eine Vorentscheidung. In dieser Phase vergab man sogar noch zahlreiche weitere gute Chancen und die mit nur 10 Feldspielern angereisten Chiefs mussten froh sein, ein mögliches Debakel verhindern zu können.

Im Mittelabschnitt sahen die Zuschauer dann ein etwas anderes Spiel. Den Chiemgauern gelang es nun deutlich öfters die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen und die Partie war bei weitem nicht mehr so einseitig wie in den ersten 20 Minuten. Es entstanden nun auch Torchancen für die Schwarz-weißen, was zuvor kaum der Fall war. Eine davon nutzte der agile Kanadier Gingerich in Überzahl auch zum 4-1. Den Trostbergern gelang es den Spielfluss der Wagnerstädter zu hemmen und nur Hausauers Einzelaktion brachte einen weiteren Treffer für die Hausherren. Als dann Habereder im Powerplay in Mittelstürmerposition frei zum Schuss kam, schafften die Gäste aber noch eine weitere Ergebnisverbesserung. Pech hatten die Tigers noch bei Müllers Pfostenkracher kurz vor der zweiten Pause.

Kurz nach Wiederbeginn sorgte Zeilmann dann zwar mit seinem Treffer zum 6-2 für die endgültige Entscheidung, doch danach folgte auch bald der negative Höhepunkt des Spiels. Mit einem üblen Kniecheck wurde Tigersstürmer Jilemnicky von seinem Gegenspieler im wahrsten Sinne des Wortes niedergestreckt. Die folgende Spieldauerstrafe für den Trostberger bewertete diese Szene fast noch zu harmlos. Mit Verdacht auf Oberschenkelbruch wurde der Tscheche ins Krankenhaus gebracht. Zum Glück bestätigte sich die erste Diagnose nicht, aber eine lange Pause gibt es für die Nummer 85 trotzdem. Leider fielen auch noch Meixner und Steffens im Laufe des Spiels aus, so dass man im Lager der Festspielstädter berechtigt von einem teuer erkauften Sieg sprechen muss. Das Verteidiger Maier mit einem strammen Powerplaytreffer noch zum 7-2 Endstand traf, ging dabei verständlicherweise fast unter.

Die Tigers bleiben mit nunmehr 13-1 Punkten auf der Erfolgsspur und biegen nun nach der Hälfte der Endrunde schön langsam auf die Zielgerade ein. Die Ausgangsposition ist nach wie vor brillant und bringt den EHC in die glückliche Lage alles selbst in der Hand zu haben. Sicher war das diesmal keine Galavorstellung aber wichtig sind nur die 2 Pluspunkte und die hat man sich wieder sehr souverän mit einer kompakten Mannschaftsleistung ohne Ausreißer erspielt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth