Mit einem Bein in der Bayernliga


EHC Bayreuth – SVG Burgkirchen 6:1 (2-0;3-1;1-0)

818 Zuschauer Strafen: BT: 20 Min B: 37 Min Powerplay: BT:1/3 B: 1/5

Bayreuth: Sievers (2), O.Schmidt – Meixner, Zimmermann, Maier, Rothemund, Hausner, Mayer, Zimmer (4) – Müller (2), Ferstl (2), Geigenmüller (2), Brahmer, Seibel (4), S.Schmidt, Carbone, Steffens (2), Zeilmann (2), Hausauer

Burgkirchen: Velkoski – Matveenko (4), Demcenko, Lenczyk, Schneider – A.Piskunov (4), S.Piskunov (2), Ten (25), Kalm, Schmidt, Jung (2)

Tore: 1-0 (18) Müller (Steffens, Ferstl); 2-0 (19) Geigenmüller (Hausauer, Mayer); 3-0 (24) Hausauer (Geigenmüller); 4-0 (24) Müller; 5-0 (26) Geigenmüller (Zimmer); 5-1 (29) 5-4 S.Piskunov (A.Piskunov, Schmidt); 6-1 (60) 5-4 Hausner (Brahmer, Zimmermann)

Nach einer überzeugenden Vorstellung am gestrigen Freitag kann der EHC wohl langsam für die Bayernliga planen. Zu Anfang des Spiels agierten die Tigers unsicher und wurden das eine oder andere Mal von den 10 keltischen Feldspielern in Verlegenheit gebracht. Jedoch verhinderte Sievers bei Schüssen von dem auffälligen Sergej Piskunow, Oleg Matveenko oder Alexander Schmidt hervorragend. Ganz untypisch leisteten sich gestern die Tigers im ersten Drittel eine Menge von Fehlpässen und mussten aufpassen, dass die Oberbayern kein Kapital daraus schlagen konnten. Erst ab Mitte des Drittels fingen sich die Oberfranken langsam und wurden richtig gefährlich, ohne vorerst Kapital daraus ziehen zu können. So dauerte es bis zur 18 Minute bis die ca 900 Zuschauer das erste Mal jubeln durften. Nach einem Bully setzen die Bayreuther nach und Müller lochte kaltschnäuzig ein. Jetzt fingen die Einheimischen an ihre Angriffsmaschinerie zu starten. In der 19 Minute bediente Hausauer, dem gestern wieder einmal hervorragend aufgelegten Geigenmüller, der einen Sololauf startete und dem Gästetorhüter verlud. Sicherlich das schönste Tor am gestrigen Abend.

Im Mittelabschnitt saß man kaum, als in der 23 Minute diesmal Geigenmüller Hausauer bediente und er sich mit seinem Treffer bedankte. Kaum war der Jubel verklungen, hieß es wieder Tor für die Tigers. Ein Blau Weisser verlor das Gleichgewicht im eigenen Drittel. Der Puck war frei und der sehr starke Müller nahm das Geschenk dankend an um zum 4 – 0 einzulochen. In dieser Phase war von den Kelten nicht viel zu sehen, was zum Ergebnis führte, dass es in der 25 Minute 5 – 0 hieß. Abermals hieß der Torschütze Geigenmüller der halblinks an der blauen Linie stand und mit einem strammen Schuss dem Gästetorwart keine Chance ließ. In dieser Phase des Spiels spielten die Gelb Schwarzen mit den Oberbayern fast Katz und Maus. Die Pässe kamen wie an der Schnur gezogen und es wurde sicher kombiniert. Einzig bei einem Powerplay der Gäste in der 28 Minute wurde Sievers überwunden. Mit schönen Direktpässen von Schmidt und Alex Piskunov konnte sein Bruder Sergej Piskunov einlochen. Danach witterten die keltischen Krieger noch einmal Morgenluft. Mit einigen Kontern versuchten sie das Ergebnis noch zu verbessern, aber die heimische Defensive war gut aufgelegt und ließ kein weiteres Tor zu. Auch die Tigers, die immer bemüht waren schnell nach vorn zu spielen hatten noch ihre Chancen, die man aber nicht verwerten konnte.

Im letzten Drittel ließ der Druck der Raubkatzen ein wenig nach. Auch wurde das Spiel nickliger. In der 44 Minute gab es eine kleine Catcheinlage nach der sich die Streithähne in der Kühlbox beruhigen mussten, aber auch dort sah man den beiden an, dass sie keine Freunde mehr werden. Zum unrühmlichen Höhepunkt im letzten Drittel sah sich Vitalij Ten gedrängt. Wegen Stockschlags wurde der Stürmer der Oberbayern 3 Minuten vor Schluss mit einer 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen geschickt. Ob es Frust angeschichts der deutlichen Niederlage war, kann nur er beantworten. Schließlich wurde noch einmal im Tigerkäfig gefeiert als Zimmermann und Brahmer mit einer wunderschönen Kombination Hausner einsetzten, der das Tor zum Endstand von 6 – 1 schoss.

Die begeisterten Fans sangen – Nie mehr Landesliga und auch eine Welle ging durch das Stadion. Mit nun 5 Minuspunkten Vorsprung sind die Bayreuther nun Erster in der Tabelle und man darf schon mal den Sekt aus dem Keller holen. Denn seit gestern zweifelte kaum jemand mehr am Aufstieg in die Bayerliga. Wenn man die ersten 15 Minuten außer Acht lässt spielten die gelbschwarzen Raubkatzen wie aus einem Guss. Die Kelten, die mit nur einem Torhüter und zehn Feldspielern anreisten können trotz allem Stolz sein. Das ein oder andere mal brachten sie die Tigers in Verlegenheit und bewiesen, dass sie nicht umsonst auch weit oben in der Tabelle stehen. Ein Sonderlob verdient auch ohne Zweifel Torhüter Velkoski, der mit zahlreichen Paraden ein noch höheres Ergebnis verhinderte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth