Weiteres Schützenfest des EHC Bayreuth


EHC Bayreuth - EV Moosburg 14:0 (4-0;6-0;4-0)

423 Zuschauer
Strafen:
BT: 2 Min
M: 10 Min
Powerplay:
BT: 2/5
M: 0/1

Bayreuth:
O.Schmidt, Bädermann – Meixner, Zimmermann, C.Maier, B.Wagner , Rothemund, Hausner, S.Mayer, Zimmer - Müller, Zeilmann, Ferstl, Geigenmüller, Brahmer, Seibel, S.Schmidt (2), Carbone, Steffens, Runge, Hausauer

Moosburg:
Spornraft, Eggerdinger (ab 32.) – Seyller (2), Neumeier, Mustapha (2), Erl (4) - Hermann, Wilm, Haschberger, Klatt (2), Linde, Aigner

Tore: 1-0 (2) Zeilmann (S.Schmidt); 2-0 (7) Hausauer; 3-0 (20) Zimmermann (S.Schmidt, Zeilmann); 4-0 (20) S.Schmidt (Zeilmann, Brahmer); 5-0 (27) Zeilmann (Brahmer); 6-0 (32) 5-4 Carbone (Hausauer); 7-0 (33) 5-4 Müller (Steffens, Ferstl); 8-0 (34) Zimmermann (Brahmer); 9-0 (35) Zimmermann (Brahmer); 10-0 (39) Hausner (S.Schmidt); 11-0 (46) Runge (Zeilmann); 12-0 (48) Seibel (S.Mayer, Hausauer); 13-0 (53) Carbone (Meixner); 14-0 (57) Zeilmann (Brahmer, Hausner)

Viele Mannschaften gibt es wohl nicht, die nach solchen Erfolgen wie sie die Tigers am Freitag zu feiern hatten, nur 2 Tage später schon wieder so auftrumpfen. Obwohl die Aufstiegsfeierlichkeiten ganz sicher feucht fröhlich und bis zu vorgerückter Stunde andauerten, boten die Oberfranken ihren relativ wenigen Zuschauer im Tigerkäfig wieder Kurzweil und viele schöne Tore. Die Konzentration des Publikums auf das echte Finale am Freitag bei diesem Doppelheimspielwochenende und die geringeren sportlichen Erwartungen nach einer vielleicht durchzechten Nacht der Mannschaft dürften der Hauptgrund für den bisher schwächsten Besuch in der Endrunde gewesen sein. Groß war die Gegenwehr der Moosburger Rumpftruppe sicher nicht, aber der ständige Zug zum Tor der gelb-schwarzen ist dennoch mehr als erwähnenswert. Es entwickelte sich über die kompletten 60 Minuten ein sehr einseitiges Spiel mit regelmäßigen Treffern quer durch alle Formationen und einem Shutout für Tigerstorwart Oliver Schmidt. Die Angriffsreihe um Zeilmann, Brahmer und S.Schmidt brillierte dabei besonders und sorgte alleine für sagenhafte 15 Scorerpunkte. Highlight waren auch die 3 Tore von Kapitän Zimmermann in seiner weit über die Grenzen Bayreuths berüchtigten Art mit strammen Geschossen von der blauen Linie. Und das obwohl er in den letzten Wochen nun wirklich nicht vom Schussglück verfolgt wurde. Seine Aluminiumtreffer an manchen Spieltagen waren z.B. kaum noch zu zählen. Auch als Coach Weingran einige seiner Teamstützen aus dem Spiel nahm um den aufgebotenen Nachwuchskräften vermehrt Eiszeit zu gönnen, ließen die Angriffswellen der Wagnerstädter nicht nach. Im Gegenteil, die ganz jungen wilden wirbelten solange, bis auch sie sich zwei mal in die Torschützenliste des Abends eintragen konnten. Das Miniaufgebot der Dreirosenstädter, mit den beiden noch schlimmeres verhindernden Torhütern, konnte einem dabei fast etwas leid tun. Vielleicht hatten auch sie gedacht das die Tigers etwas müde von den Feierlichkeiten des Wochenendes sein würden. Sie mussten sich aber eines Besseren belehren lassen. Obwohl sie durchgehend chancenlos waren, blieben sie dabei aber überaus fair und verdienten sich schon dafür ein Extralob. Große Erkenntnisse kann man aus solchen Spielen nicht ziehen aber wie schon die ganze Saison über sprühten die Bayreuther wieder vor Spielfreude und demonstrierten, dass sie einfach sehr gut drauf sind.

Anscheinend sind die Tigers 2008-09 einfach nicht zu stoppen. Nach dem überraschend deutlichen Gewinn der Meisterschaft in der Nordgruppe der vielleicht stärksten Landesliga aller Zeiten gleicht die Aufstiegsrunde fast einem Durch-Marsch. Nicht umsonst belegen in beiden Endrundengruppen die Nordteams momentan jeweils die Plätze 1 und 3. Einzig in Burgkirchen gelang es bisher den Gegnern der Tigers wenigstens einen Punkt für sich zu behalten. Diese Leistung des gesamten Teams über die ganze Saison mit Trainer und Betreuern verdient aller höchsten Respekt. Die Konstanz auf hohem Niveau ist überaus beeindruckend und sorgt dafür das der Aufstieg in die Bayernliga mehr als verdient ist. Nächste Woche steht zum Abschluss der Serie noch das Derbywochenende mit den Hassfurt Hawks auf dem Programm und dem Freitagsheimspiel folgt dann die offizielle Meisterschaftsfeier in der Rosenau. Mit dem Halbfinale gegen den EV Weiden Ende März und einem möglichen Pokalfinale stehen neben den Endspielen um die bayerische Landesligameisterschaft gegen den EV Regensburg (voraussichtlich 13. und 15.03.) dann noch weitere absolute Highlights an.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth