Tigersgala gegen Regensburg


EHC Bayreuth – EV Regensburg 5:1 (4-1;1-0;0-0)

703 Zuschauer
Strafen
BT: 24 Min
R: 40 Min
Powerplay:
BT: 3/9
R: 1/6

EHC Bayreuth: Bädermann, O.Schmidt – Meixner, Zimmermann, Wagner, Hausner (2), Mayer (14), Zimmer (2) – Müller (2), Ferstl, Geigenmüller, S.Schmidt, Carbone, Steffens, Zeilmann, Jilemnicky, Hausauer (2)

EV Regensburg: Niedermeier, Dorfner – Bauer, Schuster (12), Schreyer (14), Landstorfer (2), Helmrath (2) – Berger (2), Setz, A.Dörfler (6), Daffner, Hofmeister (2), Welz, Ritter, Dietrich

Tore: 1-0 (4) 5-4 Jilemnicky (Zimmermann); 2-0 (8) Müller (Steffens, Ferstl); 2-1 (12) 5-4 Berger (Hofmeister, Setz); 3-1 (17) 5-4 S.Schmidt (Jilemnicky, Zeilmann); 4-1 (18) Zeilmann (Rothemund, Zimmermann); 5-1 (21) 5-4 Steffens (Müller, Meixner)

Im ersten Endspiel um die bayerische Landesligameisterschaft erspielte sich der EHC Bayreuth ein kleines Polster fürs Rückspiel am Sonntag. Im Duell der beiden souveränen Endrundengewinner und Aufsteiger in die Bayernliga beherrschten die Oberfranken das Spielgeschehen überaus deutlich und sorgten im dritten direkten Aufeinandertreffen für den dritten Sieg. Zwar fehlte neben Sülzner beim EVR auch Spielertrainer Gerike verletzt, aber die Wagnerstädter konnten auch nicht komplett antreten. Die drei Mann starke Schongau-Connection fehlte auf der anderen Seite ebenfalls.

Vom Eröffnungsbully weg zeigten die Bayreuther eindrucksvoll wer Herr im Haus ist und drängten die Domstädter in die Defensive. Mit Jilemnickys Nachschusstreffer im ersten Powerplay wurde auch gleich das erste große Ausrufungszeichen gesetzt. Die Rot-weißen versuchten zwar dagegen zu halten, aber die Tigers waren in allen Belangen besser. Mit dem 2-0 gelang dann dem starken Müller ein Treffer der Marke Traumtor. Sein klasse platzierter Rückhandschuss war für Niedermeier im EVR-Gehäuse einfach zu gut. Durch eine überflüssige Strafe ermöglichte man den Gästen durch Berger bei 5-4 den Anschlusstreffer. Am Verhältnis der Spielanteile änderte das aber gar nichts. Nachdem Müllers Distanzschuss an den Pfosten krachte, schaffte es Schmidt die 100 %ige Überzahlquote zu halten. Mit einer super Kombination herrlich frei gespielt, überwand er den Regensburger Keeper zum dritten Mal an diesem Abend. Als keine Minute später ein Fernschuss von Zeilmann zum 4-1 einschlug hatte das Trainergespann von der Donau endgültig genug von den Darbietungen ihrer Akteure auf dem Eis. In ungewohnter Vehemenz wurden die Spieler von Ihnen zusammengefaltet und zur Ordnung gerufen.

Im Mittelabschnitt erhöhte Steffens mit einem Direktschuss gleich wieder für sein Team. In der Folgezeit überboten sich die Wagnerstädter im Auslassen von guten Torchancen. Egal ob bei 5 gegen 5 oder sogar in Unterzahl, fast im Minutentakt blieben Hochkaräter des EHC ungenutzt. Die Tigers waren so spielbestimmend, dass es mit etwas besserer Chancenverwertung ein Debakel desaströsen Ausmaßes für die Gäste hätte werden können. Ein Bruchteil der Möglichkeiten hätte dazu genügt so deutlich waren die Unterschiede beider Mannschaften.

Auch im Schlussdrittel bot sich den Zuschauern ein Spiegelbild dieser Geschehnisse im Eisoval. Bayreuth kontrollierte die Partie fast nach Belieben, unterbrochen nur durch einige wenige Gegenangriffe, die aber meist nur mit harmlosen Distanzschüssen endeten. Mit den eigenen Möglichkeiten ging man aber weiterhin sehr fahrlässig um und man verpasste dadurch die große Chance auf eine Vorentscheidung um den Titel eines bayerischen Landesligameisters 2009.

Die Heimbilanz des EHC Bayreuth in dieser Spielzeit nimmt immer überwältigendere Züge an. Seit dem ersten Pflichtspiel steht inzwischen in 17 ungeschlagenen Spielen im städtischen Kunsteisstadion die grandiose Bilanz von 33-1 Punkten mit 151-23 Toren zu Buche. Die Bezeichnung Festung Tigerkäfig ist demnach mehr als berechtigt. Durch dieses 5-1 ist die Ausgangslage für das Rückspiel natürlich gut, aber zu locker sollte man die Partie in der Donauarena trotzdem nicht nehmen. Die Tigers wollen nämlich nach der Meisterschaft der Landesliga Nord den nächsten Titel erringen. Mit der Meisterschaft in der Bezirksliga Nord 2007, Landesliga Nord 2008 und 2009, sowie dem Bayerkrugpokalgewinn 2008 hat man zwar schon einiges in der Vita stehen, aber gegen weiteren Zuwachs hat man am roten Main sicher nichts einzuwenden.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth