Niederlage im Halbfinale des Bayernkrugs


EHC Bayreuth – 1.EV Weiden 1 – 3 (1-2, 0-0, 0-1)
603 Zuschauer
Strafen:
Weiden 24 + 10;
Bayreuth 18 + 10

1.EV Weiden: Weidenbach E, Domke, Penk (8 + 10), Schmid, Kastner, Weidenbach K (4), Schönberger (2), Schreier (2), Pasika (4), Kirchberger, Schadt, Stetter (2), Zellner, Farnbauer (4)

EHC Bayreuth : Schmidt, Bädermann, Meixner (2), Wagner, Rothemund, Hausner (2), Mayer, Zimmer (6 + 10), Ferstl, Geigenmüller, Seibl, Schmidt (2), Carbone, Steffens (2), Runge, Zeilmann (4), Jilemnicky (2), Hausauer

Tore: 1-0 (8) Zeilmann (Rothemund); 1-1 (12) 4-4 Schadt (Zellner); 1-2 (13) 5-4 Kirchberger (Kastner, Schreier); 1-3 (51) Schmid (Penk, Schreier)

Am gestrigen Abend konnten sich in einem mäßigen Spiel nur die Pfälzer freuen. Die Tigers mussten nämlich auf einige Stammspieler verzichten, deren Fehlen sich bemerkbar machte. Als Dankeschön und Abschiedsspiel durfte gestern Oliver Schmidt von Anfang an das Tor der Bayreuther hüten. Bekanntlich wird Oliver nach der Saison nach Amerika auswandern. Und so wurde er auch gleich nach Spielbeginn geprüft. Man merkte den Gelb Schwarzen gleich an, dass sie eine lange Saison hinter sich haben. Das Spiel wirkte zerfahren und die Pässe kamen auch nicht wie gewohnt an. Zwar zwangen die Tigers die Pfälzer immer wieder in die Defensive; jedoch konnte daraus kein Kapital gewonnen werden. Einzig in der 7. Minute wurde Weidenbach im Tor der Devils von Meizners Schlagschuß in einem Powerplay ernsthaft geprüft. Kurz darauf konnten die Fans der Raubkatzen dann doch jubeln, als nach einem Gewühle vor dem Tor der Blau Weissen Zeilmann am schnellsten schaltete und den Puck über die Linie schob. Das Tor brachte aber keine Sicherheit im Spiel der Tigers und auch die Weidner hatten Probleme, ihr Spiel zu machen. Schließlich kam was kommen musste. Durch eine Unkonzentriertheit in der 12. Minute konnte sich Zellner den Puck schnappen und bediente Schadt, der den Puck an Schmidt vorbei im Tor der Bayreuther versenkte. Die Wagnerstädter waren scheinbar noch gar nicht wieder richtig da, als es erneut im Tor von Schmidt einschlug. Nur Sekunden konnten sich die Devils im Powerplay durchsetzen. Mit einem Schuss überwand Kirchberger den Bayreuther Goalie. Jetzt wachten die Hausherren auf. Angriff auf Angriff fuhren sie auf das Pfälzer Tor, aber es sprang nichts dabei heraus. So gingen beide Mannschaften in die Drittelpause.

Im Mittelabschnitt agierten die Tigers zu Anfang sehr druckvoll, wollten den Ausgleich erzwingen. Aber durch die hohe Fehlerquote, gerade bei den Pässen, wurde Weiden immer wieder zu Kontern eingeladen. Auch wurde Weidenbach von der fränkischen Stürmern regelrecht warm geschossen und hielt ein ums andere Mal hervorragend. Die beste Chance zu einem Ausgleich bei einem Alleingang nach mustergültigem Anspiel konnte nicht verwertet werden. Auch im zweiten Abschnitt verlief die Partie auf überschaubarem Niveau. Die lange Saison beider Mannschaften steckte sichtlich in ihren Knochen. Von den Spielanteilen und Vorchancen hatte Bayreuth zwar Vorteile, aber Weiden agierte in der Defensive taktisch clever und ließen die Tigers nur bedingt zur Entfaltung kommen. Auch fuhren die Blauen Teufel des öfteren gefährliche Konter, und so konnte sich Schmidt sich mehrfach auszeichnen, als er hervorragend parierte. Im letzten Abschnitt versuchten die Schützlinge von Markus Weingran alles, um den Ausgleich zu schaffen. Aber immer wieder scheiterten sie an der Abwehr der Devils oder am immer stärker haltenden Weidenbach.

Als Weiden schließlich in der 51 Minute Schmidt mit einem verdeckten Schuß erneut überwand, war klar, dass für die Raubkatzen an diesem Tag nichts mehr zu holen war. Dennoch waren die Bayreuther stets bemüht, das Ergebnis besser zu gestalten, aber es wollte einfach nichts klappen. Und so schuf sich der EV Weiden gestern eine gute Basis für das Rückspiel am Sonntag.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth