Tigers entscheiden erstes Finalspiel im Bayernkrugpokal für sich


EV Regensburg : EHC Bayreuth 1:3 (0:1|0:0|1:2)

Zuschauer: 931
Strafen:
Regensburg: 28+10
Bayreuth: 22+10

EV Regensburg:
Niedermeier, Leserer, Schuster F., Bauer, Welter, Ihle, Schuster R. (6), Schreyer (4), Landsdorfer (4), Helmrath (2), Zierer, Sülzner (2), Tahedel (2), Berger, Setz, Daffner, Welz, Savchenko, Ritter (8+10), Dörfler, Brandt, Altmann

EHC Bayreuth:
Bädermann (2), Schmidt, Mayer (2), Rothemund, Wagner, Zimmer (4), Zimmermann (2), Behmer, Ferstl (2), Geigenmüller (2), Hausauer (2), Jilemnicky, Runge, Schmidt, Seibel, Steffens (2), Zeilmann (4+10)

Tore:
0:1 (16.) Schmidt, Seibel, Mayer
0:2 (49.) Zimmermann, Schmidt, Rothemund
1:2 (53.) Berger, Schreyer, Daffner
1:3 (60.) Geigenmüller, Zimmermann, Schmidt

Der erste Schritt in Richtung Pokalverteidigung ist getan. Auch im bereits 5. Vergleich beider Teams in dieser Saison konnte der EHC Bayreuth die Oberhand behalten und sich mit einem 1:3 Auswärtssieg eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Final-Rückspiel am Sonntag, 29.03.09 um 18:00 Uhr im heimischen Tigerkäfig verschaffen.

Das erste Drittel begann etwas verhalten. Beide Teams begannen die Partie im Schongang und in den ersten 4 Minuten der Begegnung geschah recht wenig. Erst ab der 5. Minute nahm das Spiel etwas Fahrt auf. Mayers Warnschuss ging jedoch knapp am Tor vorbei und im direkten Gegenzug rette der Pfosten vor einem Bayreuther Rückstand. Kleinere Nicklichkeiten führten zu diversen Strafen auf beiden Seiten und so dauerte es bis zur 10. Minute, bis sich Tigers Goalie Bädermann auszeichnen konnte. Ein Regensburger war durchgebrochen, scheiterte jedoch am erneut starken Bayreuther Torhüter. Es dauerte bis zur 16. Minute als die mitgereisten Tigers Fans dann doch jubeln durften. Schmidt wurde dabei im Regensburger Drittel von Seibel und Mayer klug in Szene gesetzt. Der quirlige Schmidt drehte sich einmal um die eigene Achse und zog direkt unhaltbar ab. Das anfängliche spielerische Übergewicht der Regensburger wurde ab der zweiten Hälfte des 1. Drittel egalisiert aber insgesamt gesehen jedoch ein eher verhaltener erster Abschnitt, in dem beide Teams müde wirkten.

Das zweite Drittel verlief analog zum vorherigen. Gute Torchancen waren selten, zusätzlich hemmten viele Strafzeiten den Spielfluss auf beiden Seiten und man ging torlos in die zweite Pause.

Im letzten Drittel kam dann doch noch einmal Fahrt in die Partie. Youngster Behmer hatte gleich zwei Mal freistehend die Gelegenheit den Vorsprung auszubauen, scheiterte jedoch am starken Regensburger Goalie. Es dauerte bis zur 49. Minute, Regensburg bekam kurz vorher eine 2 Minuten Strafe wegen eines Bandenchecks, als endlich eine vielversprechende Box in Überzahl aufgebaut werden konnte. Schmidts präziser Pass auf Zimmermann brachte den Verteidiger in eine gute Schussposition. Er nahm Maß und sein trockener Schlagschuss schlug unhaltbar im Kasten der Hausherren ein. Kurze Zeit später folgte wohl das Highlight des Spiels. Zeilmann und der Regensburger Ritter gerieten aneinander und der „Infight“ endete verkeilt liegend auf dem Eis. Beide Kontrahenten wurden von den Unparteiischen getrennt und es folgte eine 2+2+10 Strafe gegen beide. Kurze Zeit später hatten die Donaustädter gleich zwei Mal den Anschlusstreffer auf der „Kelle“, doch beide Male regierte der gut aufgelegte Bädermann in glänzender Manier. In der 53. Minute musste er sich aber dennoch geschlagen geben. Bei einem Gewühl vor dem Bayreuther Tor, konnte Berger die Scheibe aus 3 Metern über die Linie bugsieren. Die Oberpfälzer drängten nun auf den Ausgleich aber ein Abspielfehler setzte erneut Behmer in Szene. Sein Schuss aus 4 Metern ging jedoch knapp am Tor vorbei. In der 59. Minute nahm Regensburg eine Auszeit und in der Folge den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis. Die Tigers standen jedoch clever in der Defensive und störten den folgenden Spielaufbauversuch mit Erfolg. Schmidt fing die Scheibe ab, legte quer auf Zimmermann und sein präzises Zuspiel konnte Geigenmüller mit dem 1:3 per „Empty Net Goal“ verwerten.

Es war kein hochklassiges Spiel und beide Teams wirkten nicht spritzig. Dies ist in Anbetracht auf die nun schon lange Saison jedoch durchaus verständlich. Umso wichtiger ist für die Tigers der 2 Tore Vorsprung für das Final-Rückspiel am Sonntag, was gleichzeitig den Beginn der Sommerpause einläutet. Mit nochmals vereinten Kräften sollte die Titelverteidigung gelingen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth