Tigers gewinnen mit dem Bayernkrugpokal auch den dritten Titel dieser Saison


EHC Bayreuth – EV Regensburg 5:5 (1-1;1-2;3-2)

Zuschauer: 618
Strafen:
BT: 22 Min
R: 18 Min
Powerplay:
BT: 2/6
R: 1/5

Bayreuth: Bädermann, Schmidt – Zimmermann, Wagner, Rothemund, Hausner, Mayer (2), Zimmer (10) - Ferstl (2), Geigenmüller, Hausauer, Jilemnicky, Runge, Schmidt (2), Seibel (2), Steffens (2), Müller (2)

Regensburg: Niedermeier, Jo.Leserer (ab 31.) - Schuster, Bauer, Welter, Ihle (2), Landsdorfer (2), Helmrath, Zierer, Sülzner - Tahedel (2), Berger, Daffner (4), Welz, Savchenko, Ritter, Dörfler, Brandt (6), Altmann (2), Hofmeister

Nach gleichverteiltem Beginn dauerte es bis zur 7.Spielminute bis die Oberfranken erstmals richtig Druck auf das anfangs von Niedermeier gehütete Tot ausüben konnten. Nach mehreren glücklosen Versuchen seiner Kollegen traf Ferstl in Überzahl durch einen abgefälschten Müller-Schlagschuss zur Führung für seine Farben. Mit dem vermeidbaren Ausgleichstreffer von Welter, der gleich von einer ganzen Reihe individueller Fehler des Heimteams begünstigt wurde, verlor man aber die Spielkontrolle wieder. Bis zur ersten Pause gelang es keiner Seite mehr sich nennenswerte Vorteile zu erspielen. Durch den aufopferungsvollen Kampfgeist besonders von Jilemnicky und dem ruhigen Bädermann konnte man auch eine 3-5 Unterzahlsituation schadlos überstehen und ging mit einem Remis in die Kabine.

Im Mittelabschnitt konnten die Tigers ein 5-3 Powerplay auch nicht nutzen und danach summierten sich die unglücklichen Umstände gleich zu zwei Gegentreffern. Beim 1-2 durch Dörfler ging die Scheibe erst unkontrolliert durch Freund und Feind an den Pfosten und trudelte dann auch noch über die Linie. Beim 1-3 kullerte ein Schuss von Ritter Bädermann so über die Schulter das auch hier viel Pech erkennbar war. Coach Weingran monierte dann in einer Auszeit die mangelnde Entschlossenheit seiner Jungs und rüttelte das etwas lethargisch gewordene Team wieder auf. Zur Spielmitte tauschten die Regensburger dann den Torhüter und Bayreuth erkämpfte sich wieder mehr Spielanteile. Müllers Powerplayschlagschuss sorgte dann auch für den verdienten Anschlusstreffer und bei einigen turbulenten Szenen vor Leserer wäre sogar fast noch der Ausgleich gelungen.

Der fiel dann in der 45.Minute durch Schmidts erfolgreiches Nachsetzen aus kurzer Distanz. Doch auch die Gäste hatten ihr Pulver noch nicht verschossen. Ritters Nachschuss bei 5 gegen 4 brachte sie wieder in Führung, die Wagner mit einem Distanzschuss, bei dem der Torwart keine Sicht hatte wieder egalisieren konnte. Mit einem halben Bauertrick gelang dann Ritter auch noch sein drittes Tor an diesem Abend. Kurios war es das die Schiedsrichter eigentlich schon auf kein Tor entschieden hatten, bevor sie sich nach Diskussionen doch noch umstimmen ließen. Den Bayreuthern merkte man nun deutlich an das sie nicht gewillt waren dieses Spiel zu verlieren und schon gar nicht den Pokalsieg zu verpassen. Durch den 3-1 Hinspielsieg des EHC reichte ein Tor Vorsprung für die rot-weißen nicht und so versuchten sie das letzte Mittel und nahmen den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Wie das dann aber oft so ist, gelang den Wagnerstädtern durch den starken Einsatz von Jilemnicky noch ein empty net goal zum Ausgleich und damit die Titelverteidigung im Bayernkrugpokalwettbewerb.

Eine lange Eishockeysaison ist für den EHC Bayreuth nun zu Ende. Mit dem Pokalsieg gewann man in diesen 6 Monaten alles was es überhaupt zu gewinnen gab und krönte eine fast geniale Spielzeit. Dem Team um Kapitän Zimmermann gebührt zusammen mit Trainer Weingran, den Betreuern und allen die daran beteiligt waren größter Respekt. Die nun folgende Sommerpause haben sie sich redlich verdient und ihrem treuen Anhang zum Abschluss noch einmal ein schönes Spiel geboten.
 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth