Müller Gala beim Kantersieg der Tigers über Höchstadt

EHC Bayreuth – Höchstadter EC    9:4 (4:2;2-1;3-1)

 

Die Rehabilitation für das schwache letzte Testspiel gegen Weiden kann nach dem klaren und verdienten Erfolg über Bayernligist Höchstadt für den EHC Bayreuth als gelungen bezeichnet werden. Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung antreten, womit die Oberfranken aber deutlich besser zu Recht kamen. Nach einer Minute gab es schon die erste Strafe für die Gäste, die Geigenmüller nur 8 Sekunden später sofort zur Führung nutzte. Der Ausgleich der Mittelfranken ließ aber nicht lange auf sich warten, Kadera vollstreckte völlig frei stehend. Nach einer Spieldauerstrafe für einen Alligator und einer weiteren kleinen Bankstrafe, nutzte der klassisch frei gespielte Müller seine Chance trocken zur erneuten Führung. Nach weiteren ungenutzten Gelegenheiten erhöhte dann Hausauer indem er einen Rothemund-Distanzschuss direkt vor dem Torhüter abfälschte. Dank zu körperlosem Defensivspiel der Wagnerstädter gelang erneut Kadera der Anschlusstreffer für sein Team, bevor Junior Rothemund, diesmal direkt aus der Distanz zum 4-2 Pausenstand einnetzte.


Im Mitteldrittel blieben die Spielanteile unverändert. Auch vom kurzzeitigen Ausfall der Spieluhr, mit Handstoppung als Resultat, ließen sich die Bayreuther nicht beirren. Die Gelb-schwarzen dominierten in allen Belangen und Brahmer stellte mit einem platzierten Überzahltreffer auf 5-2. Als sich Kadera durch Undiszipliniertheiten eine Spieldauerstrafe einhandelte verloren die Panzerechsen auch noch ihren kreativen Kopf und mussten den Tigers dann endgültig das Feld überlassen. Müller „lauschte“ bei 4 gegen 4 einen Pass in der HEC Zone ab und markierte daraus eiskalt das 6-2. Das Stribny bei 5 zu 3 noch verkürzte war da schon fast nur noch Ergebniskosmetik für die doch arg enttäuschenden Gäste.
Im Schlussdrittel war auch weiterhin nur Heimteam um spielerische Linie bemüht. Die unorganisiert wirkenden Alligators brachten fast nur noch Stückwerk zu Stande und wurden vom wie entfesselt spielenden Müller mit 3 weiteren Toren fast im Alleingang förmlich erschossen. Das der inzwischen eingewechselte Goalie des HEC auch nicht immer eine gute Figur machte, war dabei nur eine Randnotiz. Der Gegentreffer resultierte aus einem unglücklichen Eigentor der Festspielstädter nach einem eher harmlosen Querpass. Durch das ganze Spiel zogen sich einige sehr fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, was aber beide Mannschaften traf und daher für das Ergebnis nicht ausschlaggebend war. Pech im Abschluss verhinderte bei weiteren Gelegenheiten ein sogar mögliches noch höheres Ergebnis für den Aufsteiger aus der Wagnerstadt.
Viel mehr Engagement, höhere Aggressivität, den besseren Torhüter und das effizientere Überzahlspiel waren die auffälligsten Unterschiede dieses Testspiels zweier Klassenkameraden. Aus diesen Vorteilen zogen die Gastgeber soviel Kapital das unter dem Strich ein überdeutlicher, aber verdienter Erfolg zu Buche stand. Obwohl die Oberfranken noch deutlich mehr Ausfälle zu verkraften hatten als ihr Kontrahent, waren sie jederzeit Herr der Lage und in allen Bereichen das bessere Team. Nach den letzten Spielen also wieder ein Schritt in die richtige Richtung für die Tigers auf dem Weg zum Start der Punktspiele in zwei Wochen. Steigerungen in allen Mannschaftsteilen sind die Grundlage auf denen Spielertrainer Noob aufbauen kann und mit der erwateten Rückkehr zumindest einiger Akteure wird dann auch die Personaldecke wieder breiter.

Am Vorabend ist der EHC mit klarem Vorsprung gegenüber der Konkurrenz vom Nordbayerischen Kurier zur Bayreuther Mannschaft des Jahres 2009 gewählt worden. Ein beachtlicher Erfolg für den noch jungen Verein, der trotz einer fast perfekten Saison 2008/09 mit drei Titeln doch auch durchaus überraschend war. Schließlich gab es zahlreiche sportliche Highlights in der Sportstadt und man ließ in dieser Abstimmung nicht nur die traditionsreiche „Altstadt der SpVgg  weit hinter sich, sondern verwies z.B. auch die 2.Bundesliga Basketballer des BBC auf Platz 2, die ja sehr lange intensiv am Aufstieg in die B1 geschnuppert haben.
 

269 Zuschauer 

Strafen: BT: 30 Min H: 81 Min Powerplay: BT: 4/7 H: 2/7
 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner (2), Zimmermann, Wagner (6), Noob (14), Rothemund – Müller, Geigenmüller, Brahmer (2), Seibel, Stoyan, Carbone, Behmer, Martindale (2), Hausauer (4)
 

Höchstadt: Feeser, Beyer (ab 20) – Sikorski (2), Jasny (6), Strobel (25), Turnwald, D.Goblirsch – Beck, S.Goblirsch, Eyrich, Michalek (14), Grau, Tratz, Cerny, Hiendlmeyer (4), Kadera (30), Buchwieser, Renner, Stribny
 

Tore: 1-0 (2) 5-4 Geigenmüller (Rothemund); 1-1 (4) Kadera (Jasny); 2-1 (10) 5-3 Müller (Martindale, Brahmer); 3-1 (13) Hausauer (Rothemund); 3-2 (16) 5-4 Kadera; 4-2 (17) Rothemund (Hausauer); 5-2 (28) 5-4 Meixner (Brahmer); 6-2 (30) 4-4 Müller; 6-3 (40) 5-3 Stribny (Turnwald, Sikorski); 7-3 (45) Müller (Zimmermann, Brahmer); 8-3 (50) 5-4 Müller; 8-4 (50) Michalek (Hiendlmeyer); 9-4 (60) Müller



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth