Zu viele eigene Fehler im Tigersspiel

TSV Peißenberg – EHC Bayreuth    5:2 (2-0;1-1;2-1)


Irgendwie sahen die Zuschauer ein seltsames Spiel in der Peißenberger Eishalle. TSV-Trainer Strobel erklärte nachher in der Pressekonferenz ein von Taktik geprägtes Kampfspiel gegen gut organisierte Bayreuther mit einem Heimsieg der für die Zuschauer phasenweise nicht besonders schön anzuschauen war.
Entscheidend war dabei dass die Eishackler im Gegensatz zu den Gästen von Beginn an sehr gut im Spiel waren und die Wagnerstädter unter Dauerdruck setzten.

Nach dem frühen 1-0 durch den auffälligen A.Pfleger, der einen kapitalen Abwehrfehler bestrafte, wurde man auch durch mehrere Überzahlspiele begünstigt, von denen Thomas Maier auch eines zum 2-0 nutzte. Zahlreiche weitere Möglichkeiten blieben noch ungenutzt oder der starke Sievers im Tor des EHC parierte. Nach gut 13 Minuten fanden dann auch die Tigers langsam Lösungen um sich zu befreien und verhinderten ab diesem Zeitpunkt, das die Rot-schwarzen ihnen so deutlich ihr Spiel aufzwangen wie zuvor. Bei zwei guten Chancen fehlte aber das letzte Quäntchen um das Resultat zu verbessern.

Im Mittelabschnitt versuchten die Gastgeber wieder mit Elan den Vorsprung auszubauen, aber Dank eigener Unzulänglichkeiten und weiteren Paraden von Sievers fielen keine weiteren Treffer und die Wagnerstädter schwammen sich zusehends frei. Zur Spielmitte gab es noch eine Schrecksekunde für die Gäste. Wagner lag minutenlang nach einem Stockcheck auf dem Eis und musste vom Eis getragen werden. Zum Glück erholte er sich halbwegs wieder. Das Spiel konnte er zwar nicht fortsetzen, aber zumindest die Heimreise mit seinen Teamkollegen antreten. Geigenmüllers Powerplaytor per sattem Handgelenkschuss drückte die veränderten, jetzt ausgeglichenen Spielanteile dann  auch im Ergebnis aus. Leider stellten die Oberbayern nur 50 Sekunden später den alten Abstand wieder her. Pospisil nutze einen Fehler im Aufbauspiel der Tigers, allerdings aus klarer Abseitsposition, postwendend aus.
Im Schlussdrittel wollten es die Oberfranken aber noch einmal wissen. Man setzte die Hausherren unter Druck und Stoyan verkürzte mit einem trockenen Schuss auf 3-2. In der Folgezeit übernahmen die Gelb-schwarzen das Kommando. Mehrere, teilweise sogar sehr gute Chancen konnten allerdings nicht zum möglichen Ausgleich genutzt werden. In dieser Phase hätte das Spiel auch kippen können. Der stellenweise Reihentausch der Mittelstürmer Martindale und Hausauer wirkte dabei ebenfalls  belebend, aber das i-Tüpfelchen blieb aus. Dagegen profitierten die Peißenberger nach 51 Minuten wieder von einem Schnitzer in der Defensive und Mach sorgte mit dem 4-2 für eine Vorentscheidung. Das 5-2 empty net goal durch Pospisil hatte 30 Sekunden vor Ende nur noch statistischen Wert.
Die Stimmung im Lager der Tigers drückte der Satz: „In Peißenberg kann man verlieren, auch wenn mit etwas mehr Konzentration und Glück in einigen Situation heute vielleicht sogar mehr drin gewesen wäre“ wohl am besten aus. Unter dem Strich steht ein knapper aber verdienter Sieg des TSV zu Buche, den man im Rückspiel am Sonntag im Tigerkäfig wettmachen will. Die Fehlerquote muss man aber deutlich reduzieren, um gegen die offensivstarken Eishackler bestehen zu können. Durch das Fehlen von Zimmermann, Müller und Zeilmann war man auch wieder zu Umstellungen gezwungen, aber Grund für die Niederlage war das sicher nicht.


373 Zuschauer  Strafen: P: 6 Min BT: 16 Min Powerplay: P: 1/7 BT: 1/2


Peißenberg: F.Barth, Resch – M.Barth, Dornbach, Guggemoos, Hölzl (2), Kastner (2), Tob.Maier – Weindl, M.Pfleger, F.Barth, A.Pfleger, Wasl, Mach, Becherer, Tho.Maier, Weckerle, Heindl (2), Pospisil


Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner, C.Maier, Wagner, Noob (2), Rothemund (2), S.Mayer – Geigenmüller (2), Brahmer (2), Schmidt, Stoyan, Carbone, Steffens, Martindale (6), Hausauer


Tore: 1-0 (3) A.Pfleger; 2-0 (9) Tho.Maier (M.Pfleger); 2-1 (37) 5-4 Geigenmüller (Noob, Martindale); 3-1 (38) Pospisil (F.Barth, Tho.Maier); 3-2 (43) Stoyan (Hausauer, Rothemund); 4-2 (51) Mach (Weckerle, A.Pfleger); 5-2 (60) Pospisil (Tho.Maier)

 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth