Teil 2 der Spiele gegen Peissenberg konnte positiv gestaltet werden

In der 4. Minute musste er sich dann doch geschlagen geben. Nachdem Bayreuth Schwierigkeiten hatte aus dem eigenen Drittel zu kommen, Carbone einen Pass zum Gegner spielte und Michael Meixner den dann Puckführenden Spieler mehr oder weniger gewähren ließ, schlug es zum ersten Mal an diesem Abend im Bayreuther Gehäuse ein. Kapitan Florian Barth bedankte sich artig und schoss seine Farben in Führung. Anschließend plätscherte das Spiel dann ein wenig dahin, die Chancen ließen sich an einer Hand abzählen. In der 8. Spielminute wurde Meixner unglücklich von einem Puck im Gesicht getroffen aber wie die Nr. 6 von Bayreuth bekannt ist, konnte ihm dieses Missgeschick nicht aus der Fassung bringen. Nach kurzer Behandlungspause stand er wie gewohnt wieder seinen Mann auf dem Eis. Es dauerte bis zur 11. Minute bis wieder was erwähnenswertes passierte, ein Peissenberger Stürmer war durch die Mittelzone gelaufen, spielte die komplette Tigersabwehr alleine  aus und konnte nur durch den glänzend aufgelegten Bädermann am Torerfolg gehindert werden. Eine kritische Situation , hervorgerufen durch eine 3:5 Unterzahl ab Minute 13 konnten die Tigers ohne zählbaren Erfolg des gegnerischen Teams für sich verbuchen. In der Folgezeit bestimmten die Gäste das Geschehen auf dem Eis, hatten mehr Spielanteile und es musste einem eigentlich Angst um die Heimmannschaft werden. In Minute 19 mussten dann die Oberbayern nach einer fragwürdigen Strafzeit mit nur 4 Spielern den Bayreuthern gegenüber treten, dies sollte Folgen haben. In Überzahlformation versuchte sich Hausauer mit einem Schuss von der blauen Linie, das Ziel knapp verfehlt, prallte der Puck von der Bande zurück an den Schoner des Peissenberger Goalies und anschließend ins Tor. Somit ging man glücklich mit einem Unentschieden in die erste Drittelpause.
Zu Beginn des zweiten Drittels schienen die Gäste aus Peissenberg ihre Unterzahlformation testen zu wollen. In kurzer Folgezeit nahmen die Oberbayern drei kleine Strafen, zweimal davon für 6 Feldspieler am Eis und mussten sich daraufhin teilweise zu dritt gegen fünf Tigersakteure wehren. Auch wenn dieses gelang, so war es sicher nicht im Sinne ihres Trainers, der nun immer lautstärker seine Mannen nach vorne peitschte und immer unzufriedener wurde.  In der 29. Minute schienen die Spieler um Coach Strobl dann aufzuwachen, testeten sie doch kurz nacheinander in Überzahl (Hausauer kühlte sich gerade in der Box ab)  den Bayreuther Goalie Bädermann, der sich jedoch auf dem Posten zeigte und eine Führung der Gäste zu verhindern wusste. Auch in der 34. Minute war die #31 der Gastgeber auf dem Posten und verhinderte in Klasse Manier einen Rückstand seiner Farben, allerdings verletzte er sich bei dieser Rettungsaktion und musste kurz darauf das Eis verlassen. Nicolas Sievers nahm an seiner Stelle die Position des Torstehers für die Kufencracks aus Bayreuth ein.  Das zweite Drittels sollte jedoch keinen Sieger haben und so verließen beide Teams das Eis ohne einen Torerfolg.
Nachdem die Zuschauer in den ersten beiden Dritteln nicht wirklich berauschendes Eishockey geboten wurden, besannen sich nun beide Teams auf ihre eigentliche Aufgaben und kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine. Man konnte es förmlich spüren, dass nun der Endspurt auf dem Programm stand und beide Mannschaften den Sieg unbedingt wollten.  Den größeren Willen hatten scheinbar die Tigers, ließen sie sich nunmehr nicht mehr in die Defensive drängen und spielten groß auf. In der 45. Minute war es dann soweit. Im gegnerischen Drittel fest gesetzt fasste sich Basti Mayer ein Herz und versuchte sich von der blauen Linie, die Scheibe verfehlte das Ziel nur knapp, den vor das Tor springenden Abpraller schnappte sich dann Dennis Martindale, umkurvte noch kurz einen Gegner und ließ dem Goalie der Oberbayern keine Chance. Noch in der gleichen Spielminute, die gleiche Reihe war noch auf dem Eis sollte es erneut im Kasten der Eishackler einschlagen, nach einer schönen Kombination über Martindale und Geigenmüller war es diesmal Stefan Schmidt, der den Hüter auf Seiten der Peissenberger überwinden konnte.  Ein beruhigender 2 Toreabstand war damit zu verzeichnen. Als dann in der 49. Minute Michael Heindl, ein altbekannter in Bayreuth wegen eines Stockschlags für 2 Minuten(+10) auf die Strafbank musste, dachte man wohl schon im Lager der Tigers den Sack zumachen zu können. Weit gefehlt, just in dieser Unterzahlsituation konnte Marco Pfleger einen klassischen Konter fahren und auf 2:3 für sein Team verkürzen.  In der Folgezeit versuchten die Gäste aus Peissenberg mit der Brechstange noch ein besseres Ergebnis zu erzielen, jedoch konnten sich die Einheimische mit allen was sie hatten dagegen stemmen und die angestrebten 3 Punkte für dieses Wochenende bei sich behalten. Erwähnenswert war in der 53. Minute noch eine klasse Parade von Nicolas Sievers, der einen durchgebrochenen Stürmer der Eishackler seine Grenzen aufzeigte.  Auszeiten auf beiden Seiten kurz vor Spielschluss konnten keine Wirkung hüben wie drüben mehr erwirken.

Bayreuth- Peissenberg  3:2


Bayreuth:
Sievers, Bädermann, Meixner, Maier(2), Wagner(2), Noob(2), Rothemund, Mayer, Geigenmüller, Brahmer, Seibel, Schmidt, Stoyan, Carbone, Steffens, Zeilmann, Martindale(2), Hausauer(4), Behmer


Peissenberg:
Resch, Barth F., Barth M(2)., Dornbach, Guggemos(2), Hölzl, Kastner(2), Maier Tobias, Weindl, Pfleger M(2)., Barth Fl(2)., Pfleger A., Wasl(2), Mach, Becherer(2), Maier Thomas, Weckerle, Heindl(4+10), Pospisil

Zuschauer: 532


Strafen:
Bayreuth 12
Peissenberg 20 +10 Heindl

Torfolge:
0:1 (04.)     Barth Florian, Pospisil, Maier Thomas
1:1 (20.)     Schmidt, Martindale, Hausauer
2:1 (45.)     Martindale,Mayer,Brahmer
3:1 (45.)     Schmidt,Geigenmüller,Martindale
3:2 (49.)     Pfleger Marco, Becherer



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth