Pfaffenhofen zerstört Heimserie der Tigers

Durch Mayers Anschlusstreffer per Weitschuss kamen die Wagnerstädter dann aber wieder etwas auf. Glück hatten die Gelb-schwarzen dann bei einem Alutreffer des starken Neuzugangs Beslagic. Durch Hausauers Kontertor schaffte man dann tatsächlich auch den Ausgleich, doch durch den nächsten Treffer des überragenden Vokaty zum 2-3 hatte man wieder die gleiche Ausgangsposition wie zuvor.
Im Mittelabschnitt versuchten die Tigers weiter besser ins Spiel zu kommen, was ihnen aber über die kompletten 60 Minuten nur sehr selten gelang. Als sich zur Spielmitte die Strafen für den ECP häuften, konnte man dann aber ein 5 gegen 3 Powerplay zum erneuten Ausgleich durch Brahmer nutzen. Kurz danach hatten die Oberbayern noch einmal Pech mit einem Pfostenschuss. Doch die Hoffnung der Festspielstädter hielt nicht lange. Für einen kapitalen Fehlpass im eigenen Drittel bedankte sich Vokaty sofort artig mit dem 3-4. Das löste dann endgültig totale Verunsicherung beim EHC aus und die Gäste setzten sich mehr und mehr vor Bädermann fest. Logische Folge davon war das 3-5 durch den schön frei gespielten Martynowski. Unzählige kleine Fehler im Spielaufbau oder der Abwehrarbeit zogen sich wie ein roter Faden durch dieses Spiel und verhinderten das man, wie sonst immer besonders in Heimspielen, richtig Druck auf das von Lachauer gehütete Tor entfachen konnte.
Im Schlussdrittel versuchte man beim EHC durch umstellen auf 2 Reihen dem Spiel doch noch eine Wende zu geben. Dies gelang aber weiterhin nicht wirklich. Nicht einmal eine weitere 5 gegen 3 Überzahl konnte genutzt werden. Im Gegenteil das an diesem Abend nicht zu bremsende Duo Vokaty 5 Tore  und Campbell 6 Vorlagen erhöhte im Zusammenspiel sogar noch auf 3-7 und dokumentierten damit eindrucksvoll den verdienten Erfolg der Ice Hogs. Bei einzelnen eigenen Torchancen hielt entweder Lachauer stark oder man vermisste das berühmte letzte Körnchen bei den Stürmern im Abschluss.
In der Pressekonferenz stellten das auch die Verantwortlichen auf beiden Seiten einhellig fest, dass es einen völlig verdienter Sieger gab. Die auch im Vorbericht abgegebene Prognose über die entscheidenden Faktoren zu diesem Spiel bewahrheitete sich voll und ganz. Den Tigers gelang es diesmal nicht die Spielfreude der Paradereihe des ECP entscheidend zu bremsen, und die individuelle Klasse dieser Formation ist so groß, das man dann schon einmal unter die Räder kommen kann. Was die Bayreuther auch versuchten, es gelang ihnen an diesem Abend einfach nicht, aber so etwas kommt vor im Sport. Dieses Spiel gilt es für die Wagnerstädter abzuhaken und nach den Weihnachtsfeiertagen mit neuem Elan wieder einzusteigen.

512 Zuschauer  Strafen: BT: 22 Min P: 32 Min Powerplay: BT: 1/8 P: 0/4


Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner, Zimmermann (2), C.Maier, Noob, Rothemund (2), S.Mayer (2) – Müller (2), Geigenmüller, Brahmer (2), Schmidt, Stoyan, Carbone, Steffens, Zeilmann, Martindale (12), Hausauer


Pfaffenhofen: Lachauer, J.Pfafferott – Riemel (4), Gerber (10), Gräber, Kröger (4), Hausner, Beslagic (2) – Campbell, Löwenberger (6), Thommes, Kühnl (2), Martynowski (2), Vokaty, W.Pfafferott, C.Birk (2), Pfab, F.Birk


Tore: 0-1 (1) Vokaty (Beslagic, Campbell); 2-0 (7) Thommes (Kröger, Campbell); 1-2 (12) S.Mayer (Zeilmann); 2-2 (17) Hausauer (Steffens, S.Mayer); 2-3 (18) 4-4 Vokaty (Campbell); 3-3 (31) 5-3 Brahmer (Müller, Martindale); 3-4 (34) Vokaty (Riemel); 3-5 (39) Martynowski (Vokaty, Campbell); 3-6 (50) Vokaty (Campbell, Riemel); 3-7 (54) 4-5 Vokaty (Campbell, Beslagic)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth