Tigers verpassen vorzeitige Meisterrundenqualifikation

EHC Bayreuth – EHC Waldkraiburg    4:5 (2-1;1-2;1-2)

Nach dem grandiosen Derbysieg war es erwartungsgemäß schwer für die Oberfranken die Spannung zu halten und mit der gleichen Intensität ins Spiel zu gehen wie am Freitag. Die Partie fing auch nicht gut an, mit der Gästeführung durch einen Weitschuss von Führmann, der Bädermann durchrutschte. In mehreren Überzahlspielen gab es zwar gute Schusschancen für die Oberfranken aber die Schützen zielten etwas zu ungenau und Yeingst im Löwentor parierte. Auch einiges an Pech war dabei für die Wagnerstädter. Carbones Treffer konnte z.B. nicht anerkannt werden weil die Hand im Spiel war und ein fulminanter Kracher landete nur am Pfosten. Nach knapp 15 Minuten brachen die gelb-schwarzen dann aber den Bann.

Mit einem feinen 2 gegen 1 Konter, analog zum Derby, nur mit umgedrehten Rollen legte Schmidt für Carbone mustergültig auf. Das beflügelte die Tigers und Zeilmann traf kurz nach Ablauf einer Strafzeit per Nachschuss nach einem abgefälschten Distanzschuss zum 2-1.
Im Mittelabschnitt gelang Schmidt nach einer Druckphase seiner überzeugenden Formation auch gleich das 3-1 und die Tigers wähnten sich schon auf der Siegesstrasse. Zu früh wie sich dann heraus stellte. Die Gastgeber ließen unterbewusst nach und Waldkraiburg kam immer mehr auf. Logische Konsequenz das 3-2 im dritten Versuch durch Ex-ESVBler Schütz, der die Unordnung in der Defensive bestrafe und der Ausgleich durch Spindler, der sich für einen kapitalen Fehlpass in der eigenen Zone bedankte. Einzelne Chancen der Festspielstädter blieben in dieser Phase dagegen ungenutzt und so ging man mit einem gerechten Remis in die zweite Pause.
Was danach folgte war dann einem Bayernligaspiel nicht mehr würdig. Das vorher schon wenig souveräne Schiedsrichtergespann verlor völlig den Überblick und überbot sich hanebüchenen Entscheidungen auf beiden Seiten. In der klaren Mehrzahl aber gegen die Heimmannschaft. Eine dieser seltsamen Benachteiligungen nutzte aber Geigenmüller sogar nach einem Bartosch Steilpass mit eiskalt verwertetem Unterzahlkonter zur erneuten Führung. Spielfluss gab es aber überhaupt keinen mehr. Man war viel zu sehr damit beschäftig sich über die beiden Herren in schwarz-weiß zu wundern. Mit einer erfolgreichen Einzelaktion nutzte der slowenische Neuzugang Loboda die Konfusion auch bald zum erneuten Ausgleich. Damit aber nicht genug. Weiterhin hagelte es kurioseste Entscheidungen, die dann schlussendlich auch noch Spiel entscheidend waren. Ein so entstandenes Überzahlspiel nutzten nämlich die Löwen knapp 100 Sekunden vor Ende durch Schütz zum Siegtreffer.
Trotz zweimaliger Führung gelang es diesmal den Noob-Schützlingen nicht über die 60 Minuten konstant gut genug zu spielen. Da nahm man es vielleicht etwas zu locker und am Ende verhinderten die Referees das die Tigers noch einmal am Ergebnis etwas verbessern konnten. So könnte man diese Partie kurz zusammenfassen. Statt sicherer Meisterrunde für die Wagnerstädter rückte die komplette Liga noch enger zusammen. Die nächsten Spiele werden es entscheiden und dabei haben die Oberfranken nach wie vor alles in der eigenen Hand.

625 Zuschauer
Strafen: BT: 32 Min W: 18 Min
Powerplay: BT: 0/4 W: 1/5

Bayreuth: Bädermann (10) – Meixner (4), Zimmermann, C.Maier, Noob (4), S.Mayer (6) – Müller, Geigenmüller (2), Bartosch, Schmidt (2), Carbone, Steffens, Zeilmann (4), Martindale, Hausauer

Waldkraiburg: Yeingst, F.Birk – Laschütza, Thiel, Richter, Schrödinger (2), Loboda (6) – Dylla, Spindler (2), Vogl, Schütz, Rohm (2), Führmann (2), Wolf, Nuss (4), Bahner

Tore: 0-1 (3) Führmann (Laschütza, Spindler); 1-1 (15) Carbone (Schmidt); 2-1 (17) Zeilmann (C.Maier, Hausauer); 3-1 (23) Schmidt (Zeilmann, Carbone); 3-2 (27) Schütz (Dylla, Laschütza); 3-3 (31) Spindler (Rohm); 4-3 (46) 4-5 Geigenmüller (Bartosch); 4-4 (48) Loboda (Schütz, Dylla); 4-5 (59) 5-4 Schütz (Loboda, Führmann)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth