Tigers zu Hause erneut chancenlos gegen Pfaffenhofen

EHC Bayreuth – EC Pfaffenhofen    3:7 (1-2|2-5|0-0)


Die Partie wirkte wie ein deja-vu des Hauptrundenheimspiels, sogar das Endresultat war gleich zum ersten Duell im Tigerkäfig. In allen Belangen überlegen zeigten sich die Oberbayern und boten eine Lehrstunde im effektiven Konterspiel. Diese Spielanlage des ECP liegt den Tigers offensichtlich überhaupt nicht, diesmal fehlte es aber auch etwas an der nötigen Gegenwehr, was sich dann auch deutlich am Spielverlauf und im Ergebnis widerspiegelte.


Schon mit dem ersten Angriff, überliefen die Gäste, die zu weit aufgerückten Wagnerstädter und C.Birk bestrafte die unorganisierte Abwehr eiskalt. Als Kühnl mit einem erfolgreichen 2 gegen 1 Konter in Unterzahl auf 0-2 erhöhte, war der Weg endgültig bereitet für das bevorzugte Spielsystem der Ice Hogs aus einer massierten und gut gestaffelten Abwehr heraus. Mit einer Auszeit versuchte der EHC Ruhe in seine Reihen zu bringen und durch den verwandelten Bartosch-Querpass im Slot von Zeilmann im Powerplay keimte etwas Hoffnung auf Besserung auf. Müller hatte mit einem Alleingang auch tatsächlich die Chance auszugleichen, kam aber nicht am guten Lachauer im Gästetor vorbei. So ging man mit einem Rückstand in die erste Pause, auch weil man bei sechs Überzahlgelegenheiten zu wenig Druck entwickeln und kaum eigene Chancen kreieren konnte.
Wer nun im zweiten Drittel auf ein großes Aufbäumen der Gelb-schwarzen wartete, wurde schnell enttäuscht. Martynowski bei 5 gegen 4 und Beslagic mit einem klasse Kontertor erstickten alle Bemühungen sofort im Keim. Der zweite Treffer von Zeilmann brachte den EHC noch einmal auf 2-4 heran und ein zu Recht (Puck war zuvor oben im Fangnetz) nicht anerkannter Treffer der Hallertauer ließ noch einmal auf eine Initialzündung der Hausherren hoffen. Aber nach C.Birks Überzahltor (28.) war das Spiel endgültig vorentschieden. Letzte Zweifel räumten die Gäste mit ihrem Doppelschlag zum 2-7 innerhalb von nur 18 Sekunden aus, bei dem die Tigersdefensive schon fast Auflösungserscheinungen zeigte. Das Tor von Martindale wirkte da schon nur noch wie reine Ergebniskosmetik.

Im Schlussdrittel passierte kaum noch etwas, das Spiel plätscherte ohne große Höhepunkte nur so vor sich hin. Zumindest blieb den Tigers somit eine noch deutlichere Niederlage erspart, denn man kam mit dem strikten Defensivsystem der Pfaffenhofener aus dem sie immer wieder schnelle und passsichere Gegenzüge entwickelten, einfach nicht klar. Das „Quartett infernale“ Beslagic, Campbell, Martynowski und C.Birk wirbelte Dank ihrer individuellen Klasse fast nach belieben und das obwohl sie auch Eiszeiten, teilweise im Bereich von 40 Minuten weg stecken mussten. Trotzdem wirkten sie sogar in dem Schlussminuten noch relativ frisch. Läuferisch und im Zweikampfverhalten war teilweise ein Klassenunterschied fest zustellen, den man diesmal neidlos anerkennen musste. Dies stellten beide Trainer auch unisono und ohne Umschweife in der Pressekonferenz fest.


Zuschauer: 813  Strafen: BT: 12 Min P: 24 Min Powerplay: BT: 1/10 P: 2/3


Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner (2), Zimmermann, C.Maier, Brahmer, Noob, Rothemund – Müller (4), Geigenmüller, Bartosch, Schmidt, Stoyan (2), Steffens, Zeilmann, Martindale (2), Hausauer (2)


Pfaffenhofen: Lachauer, J.Pfafferott – Riemel (6), Gerber (4), Kröger (2), Heinzmann, Beslagic – Gossmann (2), Campbell (2), Löwenberger (2), Martynowski (2), Kühnl, W.Pfafferott, C.Birk (4), Babic, F.Birk


Tore: 0-1 (1) C.Birk (Campbell, Beslagic); 0-2 (8) 4-5 Kühnl (Campbell, Beslagic); 1-2 (12) 5-4 Zeilmann (Bartosch, Brahmer); 1-3 (23) 5-4 Martynowski (Beslagic, Campbell); 1-4 (24) Beslagic (Campbell, Martynowski); 2-4 (25) Zeilmann (Schmidt, Brahmer); 2-5 (29) 5-4 C.Birk (Martynowski, Riemel); 2-6 (37) Martynowski (C.Birk, Campbell); 2-7 (37) F.Birk (Kühnl, Löwenberger); 3-7 (38) Martindale (Geigenmüller)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth