Erster Tigers Test gleich gelungen

EHC Erfurt – EHC Bayreuth      2:4 (0-2|0-2|2-0)


Nach einer staubedingten Verspätung durch die Anreise aus Bayreuth konnte das Spiel erst mit 30 Minuten Verzögerung angepfiffen werden, was aber den Gästen keine sichtbaren Probleme machte. Gleich das erste Testspiel des oberfränkischen Bayernligisten beim Ostoberligisten aus der Blumenstadt kann man getrost als ersten kleinen Erfolg werten. Unter der Regie von Neutrainer Sergej Tchoudinov präsentierten sich die Tigers von Beginn an, als geschlossene Einheit und stachen damit die Vorteile durch mehr Trainingseinheiten der Erfurter glatt aus.


Nach kurzem Abtasten ohne große Höhepunkte hatte zwar das Heimteam die erste echte Torchance, bei der Sievers stark reagierte, doch die Wagnerstädter übernahmen danach mehr und mehr das Kommando auf dem Eis. Erster Lohn war die Führung durch Mikesz klasse Handgelenkschuss, bei einem Gegenangriff in eigener Unterzahl. Einige andere gute Gelegenheiten für die Gäste blieben danach ungenutzt, bis Seibel mit einem Steilpass von Verteidiger Mayer auf die Reise geschickt, kurz vor der Pause spektakulär mit der Rückhand im Fallen auf 0-2 erhöhte.
Im zweiten Drittel versuchten die Black Dragons Druck zu machen und Dank eines Powerplays konnten sie sich auch zeitweise etwas befreien. Viel Kreatives fiel ihnen aber dabei nicht ein und bei Gleichzahl an Spielern zeigte sich den Zuschauern wieder das Bild der ersten 20 Minuten. Schmidt gelang nach schöner Vorarbeit seiner Reihenkollegen Müller und Stoyan folgerichtig auch das 0-3 aus Nahdistanz. Bayreuth war in allen Belangen die bessere Mannschaft. Angefangen beim Torwart über besseres Zweikampfverhalten, im Spielaufbau genauso wie bei den Schüssen (27-17 nach 40 Minuten) hatten sie auch die wesentlich klareren Torchancen, weil die Gastgeber meist nur aus ungünstigen Positionen zum Abschluss kamen, wenn die Defensive der Tigers das überhaupt zuließ. Nach einigen weiteren, ausgelassenen Möglichkeiten erhöhte Bartosch mit einem Bauerntrick sogar noch auf 0-4 und krönte damit die bis dahin fast makellose Vorstellung der Gelb-schwarzen. Wiederum gab es nur einzelne Chancen für die Thüringer die der gute Sievers aber alle meisterte.
Im Schlussabschnitt wurden nach einigem Minuten die Beine der Gäste aber erkennbar schwerer und der Ostoberligist kam besser ins Spiel. Das Kräftezehrende Training der letzten Wochen machte sich bei den Tigers nun doch immer deutlicher bemerkbar. Vermutlich wollten die Gastgeber aber auch einen besseren Eindruck bei ihren Fans abgeben und warfen ihre Eiszeitenvorteile (seit Mitte August schon auf dem glatten Parkett aktiv) nun immer mehr in die Waagschale. Mit einem Distanzschuss gelang ihnen dann auch bald ein erster Treffer. Bei eigenen Chancen merkte man den Oberfranken auch an das der Tank nun leer war. Die letzte Entschlossenheit fehlte nun für weitere Treffer. Die nachlassende Kraft und Konzentration ergab dann auch einige Strafzeiten die Erfurt nutzte um immer mehr Spielanteile zu gewinnen und Fischer gelang in Überzahl noch eine Resultatsverbesserung zum 2-4 Endstand.  Kurz vor Spielende erhielt leider Stürmer Seibel noch eine folgenreiche Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge. Obwohl das ganz sicher völlig unabsichtlich passierte ist er damit für das erste Punktspiel nun gesperrt.
Fazit ist, das die Tigers einen äußerst gelungenen Auftakt in die Vorbereitungsspiele hingelegt haben. Besonders in den ersten 40 Minuten wirkten sie homogen und beherrschten ihren Gegner in absolut allen Bereichen klar. Während sich Potac als Abwehrstabilisator zeigte, setzte Mikesz schon gute Akzente in der Offensive, womit das Debüt der beiden Neuen war auch sehr positiv war. Genauso zeigten die schon bewährten Kräfte eine ansprechende Leistung die für die kommende Saison Hoffen lässt. Nun gilt es in den nächsten Wochen noch am Feinschliff zu arbeiten und bei den nächsten Testspielen die Form immer wieder zu überprüfen. Sicher wird es dabei auch das eine oder andere Experiment in den Formationen geben. Der Anfang ist jedenfalls schon gemacht und sah dabei in allen Mannschaftsteilen schon ansprechend aus.


425 Zuschauer  Strafen: E: 10 Min  BT: 43 Min Powerplay: E 1/9 BT 1/4


Erfurt: M.Otte, K.Fischer – Neumann, Hofmann, Dimitovici, Brink, Pal, Ulitschka, Grosch (2), Hanfstingl – S.Fischer (2), Hopp, Nickel, Klein (2), Marak, Vavroch, Manske, Weise, O.Otte (4), Bährmann


Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner (4), C.Maier (2), Wagner, Rothemund, Potac, Mayer (6) – Müller, Seibel (25), Geigenmüller (2), Mikesz. Brahmer, Bartosch, Schmidt, Stoyan (2), Zeilmann (2)


Tore: 0-1 (8) 4-5 Mikesz; 0-2 (29) Seibel (S.Mayer); 0-3 (26) Schmidt (Stoyan, Müller); 0-4 (33) 5-4 Bartosch (Potac, Wagner); 1-4 (46) Dimitrovici (Hofmann, Pal); 2-4 (54) 5-4 S.Fischer (Vavroch, Marak)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth