EHC Bayreuth mit erneutem Erfolg gegen Erfurt

EHC Bayreuth – EHC Erfurt      5:3 (2-0;1-1;2-2)

Bei herrlichem Spätsommerwetter, was wohl einige Zuschauer von einem Besuch abgehalten hat, wurde den gut 500 Anwesenden ein Testspiel geboten, in dem die Tigers, genauso wie schon im Hinspiel, die klar tonangebende Mannschaft waren. Vom Anpfiff weg übernahm man das Kommando und schon nach 2 Spielminuten gelang Mikesz die Führung. Von Bartosch schön angespielt blieb er ganz cool vor dem Tor, spielte den Goalie souverän aus und netzte ein. In der Folgezeit gab es fast nur Torchancen für die Gastgeber, die aber im Abschluss die letzte Entschlossenheit vermissen ließen. Trainer Tchoudinov hatte die Verteidigerpärchen im Vergleich zur Vorwoche umgestellt, während die Sturmreihen (wieder mit dem in Selb fehlenden Brahmer) unverändert blieben.

 Nur in ihren Überzahlspielen kamen die Black Dragons zu eigenen Möglichkeiten oder versuchten ihr Glück mit eher harmlosen Fernschüssen, die der abgeklärte Sievers aber alle meisterte. Im Angriff der Tigers tat sich besonders das neue Duo Bartosch/Mikesz mit starkem Zusammenspiel hervor. Kurz vor der ersten Pause erhöhte Mayer per Distanzschuss noch auf 2-0, was den einseitigen Spielverlauf aber immer noch nur unzureichend wiederspiegelte.
Im zweiten Drittel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Überlegene Tigers, die fahrlässig mit ihren Chancen umgingen und somit ein deutlicheres Ergebnis verpassten gegen fast nur passive Gäste. Und wie es in solchen Situationen öfters vorkommt, nutzten die Erfurter dann eine ihrer halben Möglichkeiten zum überraschenden Anschlusstreffer mit einem Distanzschuss. Irgendwie hatte der Schlendrian bei den Oberfranken Einzug gehalten und der letzte Biss fehlte nach wie vor. Dem an diesem Tag herausragenden Duo-Infernale war es dann vorbehalten trotzdem wieder auf eine 2-Tore-Führung zu erhöhen. Einen klassischen 2 gegen 1 Konter schloss Bartosch in Unterzahl, nach feinem Mikesz-Zuspiel eiskalt zum 3-1 Zwischenstand  nach 40 Minuten ab.
Im Schlussabschnitt markierte das neue, kongeniale Duo auch den nächsten Treffer. Bei angezeigter Strafe gegen die Thüringer kombinierten die beiden erneut traumhaft sicher, bis Bartosch trocken vollstrecken konnte. In der letzten Spielphase rückte Brahmer zu Mikesz und Bartosch, da der leicht angeschlagene Geigenmüller draußen blieb und von Junior Behmer in der dritten Formation vertreten wurde. Das auch Erfurt Powerplay spielen kann, sah man dann kurz später. Nur wenige Sekunden einen Mann mehr benötigten sie, bis die erste Formation zum 4-2 traf. Ein weiteres Überzahl nutzte dann auf der anderen Seite Mikesz mit einem Hammer von der blauen Linie zur Vorentscheidung für die Hausherren. Das Fischer kurz vor Spielende eine Unaufmerksamkeit zu einem Unterzahltreffer nutzen konnte, war dann nur noch Ergebniskosmetik.

In diesem typischen Testspiel, bei dem trotz relativ vieler Strafen, sicher die letzte Intensität fehlte, präsentierten sich die Bayreuther über die kompletten 60 Minuten als das stärkere Team und der klassenhöhere Kontrahent hatte eigentlich nie eine echte Siegchance. Die Spielanlage der Gelb-schwarzen war wesentlich reifer, wirkte in weiten Teilen schon rund und lässt für die in zwei Wochen beginnende Punkterunde hoffen.
 

309 Zuschauer
Strafen: BT: 36 Min,  E: 41 Min
Powerplay: BT 2/10, E 1/8

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner, C.Maier (14), Wagner, Rothemund (2), Potac (12), Mayer – Müller, Seibel, Geigenmüller (2), Mikesz. Brahmer, Bartosch, Schmidt, Stoyan (2), Zeilmann (4), Behmer

Erfurt: M.Otte, Löffelholz – Neumann (2), Hofmann, Rössner, Florian, Ulitschka, Grosch (6), Kämmerer – S.Fischer (2), Hopp, Nickel (2), Klein, Marak (2), Vavroch (2), Manske (25), Weise, O.Otte

Tore: 1-0 (2) Mikesz (Bartosch); 2-0 (20) Mayer (Mikesz, Bartosch); 2-1 (35) Ulitschka (Otte); 3-1 (40) Bartosch (Mikesz); 4-1 (51) 6-5 Bartosch (Mikesz, Meixner); 4-2 (52) 5-4 Otte (Marak, Vavroch); 5-2 (54) 5-3 Mikesz (Meixner, Brahmer); 5-3 (59) 4-5 Fischer



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth