EHC Bayreuth in Memmingen ohne Chance

ECDC Memmingen – EHC Bayreuth   7:2 (1-0;3-1;3-1)

In den ersten Minuten hatten die Gäste noch leichte Vorteile, da die Indians die eigentlich erwartete Anfangsoffensive nicht gleich starten konnten. Bei zahlreichen Schüssen auf Torwart Wagner gelang es den Oberfranken aber nicht Zählbares zu erzielen. Die beiden Paradereihen der Gäste konnten bis dahin ihre Kontrahenten kontrollieren, aber mit dem etwas glücklich entstandenen Führungstreffer brachen bei den Wagnerstädtern sämtliche Dämme. Switzer profitierte dabei von einem kuriosen Scheibenlauf durch Freund und Feind. Das war für die Allgäuer allerdings wie ein Startsignal. Von da ab rollte eine Angriffswelle nach der anderen an und nur dem bärenstarken Sievers im EHC-Gehäuse war es zu verdanken, das man mit nur 1-0 Rückstand zum ersten Mal in die Kabine ging.


Seine Prachtparaden verhinderten auch Anfangs des zweiten Drittels eine höhere Führung der Gastgeber, die weiterhin klar am Drücker blieben. Als dann Mikesz in Überzahl per Abstauber nach einem Potac-Fernschuss der überraschende Ausgleich gelang, hofften die Gelb-schwarzen auf Besserung, aber leider vergeblich. Der ECDC behielt weiterhin klar die Spielkontrolle und ihre brand gefährliche erste Formation brachte sie durch Löhle und Newhook relativ locker mit 3-1 in Front. Phasenweise hatte man den Eindruck die Tigers wussten nicht Recht was ihnen geschah. Als dann Verteidiger Jainz im Stile eines Torjägers einen Alleingang nach Scheibengewinn im Drittel der Gäste souverän zum 4-1 verwertete, bogen die Memminger endgültig klar auf die Siegerstrasse ein.

Letzte Zweifel räumte dann Newhook mit einem weiteren Treffer aus, der im Zusammenspiel mit Switzer und Löhle die EHC-Abwehr völlig aushebelte und Sievers keine Chance ließ. Mayers Nachschusstor im Powerplay wirkte da schon wie reine Ergebniskosmetik, auch weil Löhle bei 5 gegen 4 sofort wieder den alten Abstand herstellte. Kurz vor Ende musste auch noch Tigersverteidiger Mayer nach einem Zusammenprall verletzt vom Eis, bevor Pietsch mit einem satten Schlagschuss das Endergebnis herstellte. Memmingen war in allen Belangen überlegen, war zweikampfstärker und geradliniger in seinen Aktionen und fuhr einen auch in dieser Höhe völlig verdienten Heimsieg ein. Besonders deutlich wurden ihre Vorteile auch im läuferischen Bereich. Damit rissen sie immer wieder große Lücken in die Defensive des EHC, die sie weidlich ausnutzen. Sievers war noch bester Bayreuther, wurde aber von seinen indisponierten Vorderleuten viel zu oft im Stich gelassen.
Trainer Tchoudinov merkte in der Pressekonferenz dazu an, dass man nur im ersten Abschnitt mitspielen konnte und sich danach durch zu viele Fehler in allen Zonen chancenlos präsentierte. „Es wartet in den nächsten Tagen noch viel Arbeit auf ihn und seine Mannschaft“.  Heimtrainer Koch war dagegen natürlich sehr zufrieden mit dem Spiel nach holprigem Start, als man den Platz den die Tigers seinem Team oft ließen, gut nutzte.

920 Zuschauer
Strafen: M: 14 Min  BT: 28 Min Powerplay: M 2/8 BT 2/5


Memmingen: Wagner, Schreiber – Chronz, Pietsch, Schmelcher, Vorderbrüggen, Rott, Neumann, Jainz (4) – Lorenz, Schütz, Löhle, Switzer, Tenschert (2), Börner (2), Seitz, Kerber (2), Jorde (2), Newhook, Vycichlo (2)


Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner, Zimmermann, C.Maier (2), Wagner, Rothemund (2), Potac, Mayer (4)  – Müller (10), Seibel (2), Geigenmüller (2), Mikesz (2). Brahmer, Bartosch (2), Schmidt, Stoyan , Zeilmann


Tore: 1-0 (16) Switzer (Löhle, Newhook); 1-1 (29) 5-4 Mikesz (Potac); 2-1 (32) Löhle (Switzer, Newhook); 3-1 (34) 5-4 Neumann (Löhle, Switzer); 4-1 (38) Jainz; 5-1 (44) Newhook (Löhle, Switzer); 5-2 (47) 5-4 S.Mayer (Bartosch); 6-2 (50) 5-4 Löhle (Newhook, Switzer); 7-2 (58) Pietsch (kerber, Jorde)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth