Umstellungen wirken sofort positiv beim EHC Bayreuth

ERV Schweinfurt – EHC Bayreuth   2:5 (1-2|0-1|1-2)


Trainer Tchoudinov hatte vor dem Spiel entschieden die Reihen der Tigers zu ändern und hatte damit gleich durchschlagenden Erfolg. Geigenmüller stellte er neben Müller und Stoyan, Brahmer übernahm die Position in der Reihe mit Mikesz und Bartosch und die andere Formation bildeten Zeilmann zusammen mit Schmidt und Seibel, während Meixner und C.Maier, sowie Potac und Zimmermann je ein Abwehrpaar bildeten. Potac schob daneben zusammen mit Rothemund noch Doppelschichten. Diese neu zusammen gestellten Reihen fanden sofort gut ins Spiel, beschäftigten die Schweinfurter in allen Zonen intensiv und ließen sie somit kaum zur Entfaltung kommen.

Aggressiv und laufstark machten die Oberfranken die Räume eng und kamen mit schnellen Gegenangriffen auch immer wieder zu guten Möglichkeiten. Laut Pressekonferenz hatten die Trainer der Dogs ihr Team genau auf diesen Spielstil vorbereitet, aber es sah auf dem Eis nicht so aus als konnten sie damit richtig umgehen. „Eine Mannschaft wollte heute Eishockey arbeiten und die andere wollte das spielerisch lösen, was ihr aber auch nicht gelang“ war sein Statement dazu. Die Spielanteile sprachen jedenfalls eindeutig für die Gäste und durch Stoyans Abstauber nach einem Torwartabpraller bei Meixners Distanzschuss, sowie dem 0-2 durch Brahmer nach guter und überlegter Vorarbeit von Mikesz, drückten das auch an der Anzeigentafel sichtbar aus. Mit dem Anschlusstreffer von Amrhein, der bei seiner Einzelaktion die Tigersabwehr über die Außenposition überlaufen konnte, kam noch etwas Hoffnung auf beim ERV, doch der gute Bädermann und seine stabilen Vorderleute ließen bis zur ersten Sirene nichts weiter zu.
Im Mittelabschnitt setzte sich dieser positive Spielverlauf für den EHC nahtlos fort und Geigenmüller erhöhte in Überzahl per Nachschuss nach einem weiteren Meixnerknaller, den der nicht sicher wirkende Kirst erneut abprallen ließ, auf 1-3. Darauf folgte eine Phase in der es den Unterfranken gelang länger richtig Druck aufzubauen und dabei erwies sich Bädermann als absoluter Turm in der Schlacht und bewahrte seine Mannschaft mit einigen klasse Paraden vor einem Gegentreffer. In den letzten Minuten dieses Abschnittes befreiten sich die Wagnerstädter dann wieder aus dieser Umklammerung. Bädermanns Vorderleute erstickten viele Versuche der Hausherren schon im Keim und kamen durch diese schnellen Puckgewinne selbst zu großen Konterchancen in Serie. Leider zielten sie dabei einige Male zu schlecht, oder der sich nun steigernde Kirst hatte die bessere Antwort parat.
Im Schlussdrittel erwartete man nun noch mal ein Aufbäumen der Kugellagerstädter, doch Müllers 1-4, wo er beim Nachsetzen von einem Schweinfurter Schläger profitierte, der seinen Schuss unhaltbar abfälschte, zog dem ERV sprichwörtlich den „Stecker aus der Dose“. In der Folgezeit lief das Spiel ziemlich gleich verteilt, wobei der EHC mit seiner geschlossenen Mannschaftsleistung jederzeit alles im Griff hatte. Kurzzeitig turbulent wurde es noch einmal 2 Minuten vor Ende. Bädermann hatte nach einem eher harmlosen Angriff der Dogs die Scheibe irgendwie am Körper oder in der Ausrüstung. Alle dachten es würde abgepfiffen, aber ein Schweinfurter stocherte ihm mit dem Schläger den Puck ins Netz und der Schiedsrichter entschied zum Erstaunen auf reguläres Tor. Das direkt folgende Handgemenge brachte sogar noch einmal Unterzahl für den EHC und die Blau-weißen versuchten es. Ohne Torwart drängten sie, kamen auch noch zu einer halben Chance, aber als Geigenmüller aus dem Mitteldrittel ins verwaiste Tor schoss hatte diese Partie ihren verdienten Sieger endgültig gefunden.
Die im Vergleich zum Spiel in Memmingen wie ausgewechselt wirkenden Gelb-schwarzen boten in Schweinfurt ein nahezu perfektes Auswärtsspiel das mit drei Punkten auch entsprechend belohnt wurde. Die Gästefans feierten ihr Team völlig berechtigt noch nach Spielschluss auf dem Eis und Tigersdompteur Tchoudinov war natürlich sehr zufrieden das seine Maßnahmen voll eingeschlagen haben und gleich eine solche Wirkung hatten. Seine Truppe präsentierte sich durch die Bank hervorragend und war bereit den schwachen letzten Auswärtsauftritt zu korrigieren, was allen voll auf gelang.


1197 Zuschauer  Strafen: S: 12 Min  BT: 18 Min Powerplay: S 0/4 BT 1/2


Schweinfurt: Kirst, Swolenski – Kleider, Schäfer, Koch, Ploss, S.Knaup, Echmair (4), J.Knaup – Dürr, Funk, Ludwig Freund (4), Juhasz, Trolda, Nemirovsky, Waldner (4), Martindale, Amrhein


Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner (6), Zimmermann, C.Maier (6), Rothemund, Potac  – Müller, Seibel, Geigenmüller, Mikesz, Brahmer, Bartosch (2), Schmidt, Stoyan , Zeilmann (4), Behmer


Tore: 0-1 (4) Stoyan (Meixner); 0-2 (11) Brahmer (Mikesz); 1-2 (15) Amrhein; 1-3 (25) 5-4 Geigenmüller (Müller, Meixner); 1-4 (41) Müller (Stoyan); 2-4 (58) Freund (Amrhein, S.Knaup); 2-5 (60) 4-6 Geigenmüller;




Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth