Bayreuther Erfolgsserie reißt in Erding

TSV Erding – EHC Bayreuth   5:3 (1-0|4-3|0-0)


In diesem Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter wurden die Gäste im wahrsten Sinne kalt erwischt. Nach gerade einmal 61 Sekunden bestrafte Krzizok, gut bedient von Sturmpartner Jirik, die viel zu weit aufgerückten Oberfranken mit einem klassischen 2 gegen 1 Konter zum 1-0. Danach entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem man den jeweiligen Respekt beider Teams voreinander deutlich spüren konnte. Man neutralisierte sich weitgehend gegenseitig und ließ nur wenige Torchancen zu. Immer wieder störten kleine technische Fehler den Spielaufbau der Wagnerstädter und die Gladiators spielten konsequent und effektiv Defensiv, so dass die knappe Führung der Hausherren bis zur ersten Pause Bestand hatte.


Gleich nach Wiederbeginn stellte der auffällige Jirik in einer eigentlich ungefährlichen wirkenden Situation auf 2-0, in dem er einen Bayreuther Verteidiger zu einem halben Eigentor bedrängte. 3 Minuten später konnte Geigenmüller bei einer Einzelaktion nur noch durch ein Foul gebremst werden, aber Potac bestrafte das nachträglich im Powerplay. Sein Hammer von der blauen Linie schlug flach unten ein, da Torhüterin Harrer gleich durch mehrere Spieler die Sicht verstellt war. Leider bekamen die Tigers dadurch nicht mehr Sicherheit, sondern verfielen wieder in den Fehler den schnellen Stürmern des Gegners zu viel Platz zu lassen, die dadurch so viel Tempo aufnehmen konnten, was dann schlussendlich nicht mehr zu kontrollieren war. Mit genau diesem Strickmuster erhöhten Jirik, Krzizok und Giel innerhalb von drei Minuten auf 5-1 und sorgten damit bereits bis zur 34.Spielminute für eine kleine Vorentscheidung. Dieser große Rückstand sorgte dann aber auch noch einmal für ein Aufbäumen des EHC. Urplötzlich kam man besser ins Spiel, wirkte aggressiver und Stoyan setzte sich bei einem Konter robust zum Anschlusstreffer durch. Als der gleiche Spieler nur 90 Sekunden später ein Überzahlspiel per Nachschuss auch noch zum 5-3 nutzen konnte, kam im Gästelager sogar wieder etwas Hoffnung auf. Fast wäre das Spiel in dieser Phase sogar noch weiter gekippt.  Mikesz zielte aber bei seiner guten Chance zu schlecht und Müller hatte viel Pech mit einem Pfostenschuss, so dass sich die Gladiators mit zwei Treffern Vorsprung in die Pause retten konnten.
Im Schlussabschnitt sah man dann wieder ein Spiel wie im ersten Drittel, mit den allergrößten Spielanteilen in der neutralen Zone und nur wenig Zwingendes vor beiden Toren. Die Tigers versuchten es zwar weiter noch einmal ran zu kommen, aber die Weißbierstädter ließen nicht mehr viel zu. Außer einigen Schüssen, aus nicht optimalen Positionen, verhinderten die taktisch clever agierenden Erdinger alle weiteren Versuche meist schon im Keim. Sogar eine Auszeit und etwa 90 Sekunden vor Ende die Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler konnte für die Tigers nichts mehr ändern und am Ende stand ein nicht unverdienter Sieg der Heimmannschaft zu Buche.
Dies stellten beide Trainer dann auch unisono in der Pressekonferenz fest, bei der auch die Bayreuther Fans völlig zu Recht sehr lobend erwähnt wurden. Trotz Dauerrückstand, teilweise sogar ziemlich aussichtslos, unterstützten sie ihr Team durchgehend vorbildlich und sorgten zusammen mit den Erdingern bis lange nach Spielschluss, genauso wie in der Vorsaison, für einen stimmungsvollen Eishockeyabend. Spielentscheidend auf dem Eis war diesmal das die Gäste besonders das agile Duo Jirik/Krzizok nicht in den Griff bekamen und selbst in der Offensive nicht so in die Partie fanden wie zuletzt.


813 Zuschauer  Strafen: E: 16 Min  BT: 12 Min Powerplay: E 0/3 BT 2/7


Buchloe: Harrer, Neubauer – Holzmann, Pfeiffer, Hillebrand, F.Mayer (2), Zink, Bernhardt (2), Lorenz – Giel, Bellstedt, Lachner, Gantschnig (2), Dichtl, Krzizok (2), Bormann (4), Jirik, Peipe, Schütz, Mitternacht (2), Moser, M.Poetzel (2)


Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner, C.Maier, Potac (2), S.Mayer  – Müller (2), Seibel, Geigenmüller, Mikesz (4), Brahmer, Bartosch (2), Schmidt, Stoyan (2), Zeilmann


Tore: 1-0 (2) Krzizok (Jirik); 2-0 (22) Jirik; 2-1 (25) 5-4 Potac (Bartosch, Müller); 3-1 (31) Jirik (Pfeiffer, Krzizok); 4-1 (33) Krzizok (Pfeiffer, Jirik); 5-1 (34) Giel (Zink, Mitternacht); 5-2 (35) Stoyan (Müller, Geigenmüller); 5-3 (37) 5-4 Stoyan (C.Maier);




Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth