Der wiedererstarkte ESV Königsbrunn schafft die Sensation

Der wiedererstarkte ESV Königsbrunn schafft die Sensation in Bayreuth und gewinnt nach Penalty-schießen mit 5:4 bei den hochfavorisierten Franken.
Vor 646 teilweise fanatischen Fans schaffen die Pinguine die Sensation und besiegen den Tabellenzweiten in deren Stadion. Obwohl die Gastgeber bereits nach 6 Spielminuten in Führung gingen und kurz vor Drittelende ihre Führung auf 2:0 ausbauten, gelang Roman Mucha noch vor der Drittelsirene der verdiente Anschlußtreffer zum 2:1.


Beide Mannschaften waren gleichwertig und so wogte das Mitteldrittel mit Chancen auf beiden Seiten hin und her. Andreas Schwimmbeck erzielte in der 33. Spielminute den von den Königsbrunnern viel umjubelten Ausgleichstreffer. Nur 2 Minuten später stellten die Tigers jedoch den alten Abstand durch ein Tor von Michal Bartosch wieder her. Bei diesem Tor verletzte sich der Spieler Bartosch leider, nach einer unglücklichen Kollision mit Florian Mayer und dem anschließenden Einschlag in die Bande so schwer, daß er nicht weiterspielen konnte. Diese bedauerliche Verletzung brachte das gesamte Stadion derart in Rage, daß sich bis hinein in die Pressekonferenz äußerst unsportliche Szenen abspielten. So verweigerte der Bayreuther Trainer Tchoudinov Norbert Strobl bis zum Ende den Sportgruß und die ESV Spieler wurden auf das übelste, teilweise sogar von den Ordnern, beschimpft und mit Gegenständen beworfen. Die Königsbrunner behielten aber dennoch einen kühlen Kopf und erneut Roman Mucha gelang kurz vor Drittelende der verdiente Ausgleichstreffer.
Im verbissen geführten Abschlußdrittel gingen die Franken erneut in Führung und der ESV schien wieder einmal um den Lohn der intensiven Bemühungen gebracht. 2 Minuten vor Spielende setzte Norbert Strobl alles auf eine Karte und holte Patrick Vetter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis. Dies erwies sich als genialer Schachzug und Marc Weigant erlöste die Pingunine. Beim anschließenden Penalty-Schießen zeigte der ESV starke Nerven und alle Penalties wurden verwandelt. Patrick Vetter war der Rückhalt seines Teams und konnte einen Penalty halten. Nachdem sich die tumultartigen Szenen der frustrierten fränkischen Fans gelegt hatten, konnten die Pinguine den verdienten Auswärtssieg endlich genießen.
Nach zuletzt schwächeren Leistungen scheinen die Pinguine wieder zur alten Stärke zurückgefunden haben. Dies wurde auch von den leider wenigen objektiven Fans von Bayreuth bestätigt, die in den Pinguinen den bisher stärksten Gegner der Tigers sahen.

Spielstatistik:
EHC Bayreuth- ESV Königsbrunn 4:5
(2:1; 1:2; 1:1)
Tore:
1:0 (7.) Stoyan ; 2:0 (18.) Mikesz; 2:1 (19.) Mucha, ( Ullmann, Mayer ) ; 2:2 (33.) Schwimmbeck, ( Rehle, Arnold ) ; 3:2 (35.) Bartosch; 3:3 (39.) Mucha, ( Pandel ); 4:3 (45.) Mikesz; 4:4 (59.) M. Weigant; 4:5 (60.)Polaczek ( Penalty )

Strafenminuten:
EHC Bayreuth : 18
ESV Königbrunn : 15; +20 Mayer; +10 Sing

Spielbericht aus Königsbrunn



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth