Tigers überrennen die Icehogs

EC Pfaffenhofen – EHC Bayreuth   0 : 8


Zum letzten Punktspiel des Kalenderjahres führte die Bayreuther Eishockeycracks ihr Weg nach Pfaffenhofen zum letztjährigen Halbfinalisten. Die Vorzeichen waren klar, Bayreuth bemüht seinen zweiten Tabellenplatz zu verteidigen und den Abstand auf die Verfolger evtl. zu vergrößern und somit baldmöglichst den Platz übern „Strich“ zu sichern. Pfaffenhofen dagegen mit ihrer bisher für die eigenen Ansprüche eher mäßigen Saison „musste“ dieses Spiel eigentlich gewinnen um nicht weiter Boden auf den achten Platz und die damit verbunden Zwischenrunde zu verlieren.

 

Auf Bayreuther Seite fehlten Michal Bartosch und Marco Zimmermann. Pfaffenhofen konnte hingegen komplett in die Partie starten inkl. Ihrer Neuzugänge Riemel und Jakopic. Das erste Bully ging an Pfaffenhofen, die sogleich Sievers im Tor der Tigers prüfen konnten und damit die erste Duftmarke setzten. Nur Sekunden später musste dann aber Sebastian Kröger auf der Strafbank wegen Haken platz nehmen. Das oftmals bemängelte Überzahlspiel der gelbschwarzen klappte diesmal hervorragend und so war es nach knapp zwei Minuten der agile Center der 1. Reihe, Florian Müller auf Zuspiel von Sebastian Stoyan der seine Farben in Führung schoss. Pfaffenhofen zeigte sich keineswegs geschockt von diesem frühen Rückstand und fand zunehmend zum Spiel. Chancen auf beiden Seiten wechselten sich ab. Als sich dann in der 15. Minute Stoyan von zwei Gegenspieler befreien konnte und klug seinen Nebenmann Geigenmüller bediente, lies der sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 2:0. Die eine oder andere Chance ergab sich noch in diesem Drittel allerdings wollte keinem Team mehr ein Schuss in die Maschen glücken.


Wer der Meinung war, Pfaffenhofen würde mit Volldampf aus der Kabine kommen und alles daran setzen das Ergebnis umzuwandeln sah sich getäuscht. In der 26. Minute kam der Gastgeber einmal gefährlich vor das Tor der Bayreuther, eine unübersichtliche Situation mit heftigem „gestochere“ direkt vor Sievers war die Folge, als Bayreuth sich aus dieser Situation befreite und einige Pfaffenhofener noch damit beschäftigt waren, sich beim Schiedsrichtergespann zu beschweren fuhren die Tigers einen Schulbuchmäßigen Konter über Seibel  und Oppenberger der von seinem Kollegen klasse frei gespielt wurde und keine Mühe hatte auf 3:0 zu stellen. Knapp zwei Minuten später musste Beslagic wegen eines Stockchecks zum abkühlen. Dieses Überzahlspiel nutzen die Gäste dann nach gerade mal 8 Sekunden durch Potac zum beruhigenden 4:0. Wieder nur kurze Zeit später, der Tigersexpress war nun richtig ins Rollen gekommen war es diesmal Stoyan auf Zuspiel von Geigenmüller der sich in die Torschützenliste eintragen lassen durfte und auf 5:0 erhöhte. Als in der 31. Minute Sebastian Mayer auf der Strafbank Platz nehmen musste konnten die Ice Hogs sich im Überzahlspiel probieren. Allerdings Bayreuth an diesem Abend mit klasse Penaltykilling hatte was gegen einen Treffer der Gastgeber und demonstrierte abermals wie man mit schnellen Tempogegenstößen zum Erfolg kommen kann. Müller aufmerksam in der Box kommt an die Scheibe, passt Zentimetergenau auf Mikesz und der war nicht mehr aufzuhalten, lässt noch einen Gegner stehen und schiebt uneigennützig die Scheibe zu Potac der problemlos das 2. Tor für sich und das 6. Tor des Abends markierte.


Im letzen Drittel ließen es beide Teams zunächst ruhig angehen, es dauerte bis zur 44. Minute und diesmal waren es die Ice Hogs, die die erste Chance heraus spielten. Sievers aber, wie den gesamten Abend, mit einer bärenstarken Leistung, verhinderte den „Anschlusstreffer“ der Gastgeber. Nur Sekunden später, die Gastgeber drückten nun, konnte Potac einen Pass eines blaugelben „ablauschen“ und bediente sofort den gestarteten Müller mit einem langen Pass,  der zog einfach mal ab und überraschte den inzwischen für Lachauer im Tor stehenden Benjamin Fischer mit einem Gewaltschuss in die Maschen zum 7:0. In der Folge wurde das zu jeder Zeit faire Spiel etwas flacher. Bayreuth verwaltete mehr oder minder das Ergebnis und Pfaffenhofen sah sich nicht in der Lage etwas für ihr Torkonto zu tun. Als beide Teams mit dem Kopf schon fast in der Kabine und auf dem Nachhauseweg waren gelang Stoyan noch mit dem letzten Tor des Abends der Endstand zum 8:0 für die Tigers.

Die Enttäuschung der Pfaffenhofener Fans war sicher zu verstehen, ließen sich die Ice Hogs von den Tigers streckenweise, vor allem im 2. Drittel, regelrecht vorführen. So war es auch kaum verwunderlich, dass die anschließende Pressekonferenz keine zwei Minuten dauerte und der frustrierte Coach Poindexter kaum Worte für die Leistung seines Teams fand.


Zuschauer: 209

Strafen: Pfaffenhofen 16, Bayreuth 8


Pfaffenhofen: Lachauer, Fischer – Gerber, Gräber, Riemel, Kröger(2), Critharellis, Beslagic(6) – Campell, Löwenberger(2), Dylla(2), Kühnl, Berger, Vokaty, Birk(2), Babic(2), Pfab, Jakopic, Weicht


Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner, Meier(2), Rothemund, Potac, Mayer(2) – Müller, Seibel(2), Geigenmüller, Mikesz, Brahmer, Masel, Schmidt, Stoyan, Oppenberger, Zeilmann(2), Behmer

Torfolge:   0-1(2) Müller(Meixner,Stoyan); 0-2(15) Geigenmüller(Stoyan,Müller); 0-3(26) Oppenberger(Seibel); 0-4(28) Potac(Mikesz); 0-5(30) Stoyan(Geigenmüller); 0-6(33) Potac(Mikesz,Müller); 0-7(44) Müller(Potac); 0-8(58) Stoyan(Müller,Geigenmüller)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth