Ideenlose Tigers unterliegen auch Miesbach

EHC Bayreuth – TEV Miesbach     2:3 (2-2|0-0|0-1)


Wieder mit kompletter Besetzung empfingen die Oberfranken den etwas dezimierten und noch amtierenden bayerischen Meister um sich für die entscheidende Saisonphase einzuspielen. Was die Zuschauer dann aber über weite Strecken des Spiels zu sehen bekamen war bei ungemütlichen Minustemperaturen nicht sonderlich erwärmend.
Nach sehr verhaltenem Beginn gingen die Gäste aus dem Oberland nach einem schnellen Gegenangriff durch Suchan in Führung und zeigten damit, dass sie ihre Negativtendenz der letzten Wochen im Tigerkäfig beenden wollten.

Auf dieses 0-1 fanden die Wagnerstädter dann aber relativ schnell eine Antwort, indem sie in Überzahl Mikesz gut frei spielten, der kurz nach Ablauf der Strafe dann zum Ausgleich traf. Trotzdem wirkte das Spiel der Hausherren danach weiter lethargisch. Besonders im Spielaufbau klappte fast nichts, denn entweder waren die Stürmer nicht wirklich anspielbar oder die Pässe wurden viel zu ungenau gespielt. So kam natürlich kein Spielfluss auf und für die auch nicht gerade vor Spielwitz sprühenden Gäste war es relativ leicht die Angriffsversuche der Bayreuther zu bremsen. Bei seinen wenigen eigenen Angriffen kam der TEV dann sogar noch einmal in Führung, als Rohm einen Fehler der Gelb-schwarzen in der eigenen Zone mit dem 1-2 bestrafte. Das die Tigers dann vor der ersten Pause noch einmal ins Spiel zurück fanden war dann eher glücklich. Bei einem Distanzschuss von Brahmer war ausnahmsweise einmal viel Verkehr vor Hochhäuser und Bartosch fälschte die Scheibe unhaltbar zum 2-2 ab.
Im Mittelabschnitt plätscherte die Begegnung weiter nur so vor sich hin. Da beide Mannschaften schon sicher für die Meisterrunde qualifiziert sind, war sicher kein großer Kampf zu erwarten, aber das Gebotene war auch unter diesen Voraussetzungen viel zu wenig. Wobei natürlich die Heimmannschaft gegenüber ihrem Publikum eigentlich noch deutlich mehr in der Bringschuld ist. Einzige „Aufreger“ in dieser Phase waren ein Pfostentreffer der Gäste und ein nicht gegebenes Überzahltor von Potac, weil zuvor bereits abgepfiffen war. Besonders das Powerplay der Bayreuther entwickelt sich immer mehr zum Ärgernis. Nicht einmal innerhalb der kompletten 2 Minuten 5 gegen 3 und dem direkt danach folgenden 5 gegen 4 konnte man richtig Druck aufbauen, geschweige denn ein Tor erzielen. Mehr oder weniger einfallslos versuchte man immer nur Potac als Distanzschützen frei zu spielen. Die Oberbayern erkannten dieses viel zu simple Strickmuster frühzeitig und verhinderten es effektiv. Mehr fiel den Puckjägern vom roten Main nicht ein und deswegen verpufften diese guten Gelegenheiten ziemlich ereignislos.
Im Schlussdrittel setzte sich das dürftige Niveau der Partie nahtlos fort mit dem Unterschied das die Gäste bei einem ihrer immer noch wenigen Vorstösse durch Baumer bereits nach 43 Minuten den Siegtreffer erzielen konnten. Eher leblos wirkten dann auch restlichen Versuche des Heimteams das Ergebnis noch zu drehen. Den Gästen gelang sogar noch ein weiterer Treffer, dem aber wegen Torraumabseits die Anerkennung durch die Schiedsrichter verweigert wurde. Die Auszeit und Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler brachten kurz vor Spielende dann ebenso wenig und so mussten die Tigers eine weitere völlig verdiente Heimniederlage gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner quittieren.


605 Zuschauer  Strafen: BT: 6 Min  M: 12 Min Powerplay: BT 0/5 M 0/3


Bayreuth: Bädermann, Sievers – Meixner, Zimmermann, C.Maier, Potac, S.Mayer (2), Zimmer (2)  – Müller, Geigenmüller, Mikesz, (2) Brahmer, Bartosch, Schmidt, Stoyan, Oppenberger, Zeilmann


Miesbach: Hochhäuser (2), Mechel – Müller, Förg (2), Leitner, Sterba, Kroner, Stangl – Suchan, Albanese, Deml (2), Klett (4), Fürbeck, Sperl (2), Baumer, Rohm


Tore: 0-1 (6) Suchan (Klett, Baumer); 1-1 (9) Mikesz (S.Mayer, Potac); 1-2 (16) Rohm; 2-2 (19) Bartosch (Potac, Brahmer); 2-3 (43) Baumer (Albanese)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth