Bayreuth macht in Königsbrunn die Wunschendrunde perfekt

ESV Königsbrunn – EHC Bayreuth     2:4 (1-0;1-2;0-2)

Bei dieser für die Endrundenzusammenstellung noch bedeutungsvollen Partie versuchten die Oberfranken sofort die Initiative zu übernehmen und erspielten sich auch ein Übergewicht an den Spielanteilen in der nur mäßig besuchten Hydro-Tech-Arena zu Königsbrunn gegen die kurzfristig durch die reaktivierten Ex-Profis Conti und Klundt verstärkten Gastgeber. Das sich diese Vorteile nicht auch an der Anzeigentafel wieder spiegelten lag daran, dass man mit seinen einzelnen Torchancen wieder einmal fahrlässig umging. Zu allem Unglück gingen die Schwaben mit ihrer fast einzigen richtig heraus gespielten Torchance bei einem schnellen Gegenstoß auch noch überraschend durch Ullmann per Nachschuss in Führung..

70 % des Geschehens spielte sich zwar in der Hälfte der Hausherren ab, aber sie gingen mit diesem knappen Vorsprung in die erste Pause, weil der aufmerksame ESV-Goalie Vetter sich bei einigen Gelegenheiten des Tabellendritten nicht überwinden ließ.

Im zweiten Abschnitt setzte sich dieser Spielverlauf fort. Die Schwaben beschränkten sich, mit dem 1-0 im Rücken hauptsächlich auf Defensive und Spielkontrolle schafften es aber damit die Versuche der Gelb-schwarzen meist schon frühzeitig zu unterbinden. Als dann Krafczyk bei 5 gegen 3 etwas glücklich in Scheibenbesitz kam und trocken auf 2-0 erhöhte, schienen die Felle der Gäste schon davon zu schwimmen. Die Verunsicherung in den Reihen der Kufencracks vom roten Main, war dadurch bis auf hinauf auf die Tribüne fast mit Händen zu greifen, doch das zuvor lange Zeit erfolglose Powerplay half den Tigers wieder in die Spur. Erst zog Bartosch in Überzahl einfach einmal ab und überraschte den Torhüter damit offensichtlich und gut 70 Sekunden später gelang dem gleichen Spieler sogar noch der Ausgleich in diesem Drittel bei der nächste Strafe für das Heimteam, indem er einen Potac-Schuss abfälschte.

Im Schlussdrittel merkte man den Gästen an, dass sie sich der Wichtigkeit der Partie bewusst waren und sie drängten zusehends auf die Entscheidung. Nach Dauerdruck gelang Mikesz auch tatsächlich das 2-3, weil seine Reihe konsequent nachsetzte und die Pinguine regelrecht einschnürte. In der Folgezeit bestimmten die Bayreuther das Spielgeschehen, konnten ihre immer besser werdenden Torchancen aber noch nicht zum finalen Schlag nutzen. Auf der Gegenseite musste auch Sievers im EHC-Gehäuse immer wieder bei Gegenangriffen auf der Hut sein. Als dann der agile Bartosch bei einem schnellen Konter mit einem platzierten Schuss auf 2-4 stellte war eine Vorentscheidung gefallen, die sich Tigers in den letzten 5 Minuten nicht mehr nehmen ließen. Unter dem Strich hatte sich die klar bessere Mannschaft mit fast doppelt so vielen Torschüssen wie die Hausherren völlig verdient durchgesetzt, was von den zahlreich mitgereisten und lautstark, mit fast Heimspielcharakter, anfeuernden Fans honoriert wurde. Das Spiel war zwar erneut kein Leckerbissen, aber die wichtigen Punkte konnten trotzdem eingefahren werden.
Durch die anderen Ergebnisse kommt es nun ab 11.Februar als Zweiter der Hautrunde zur perfekten Nordbayerngruppe für die Festspielstädter mit Schweinfurt und Weiden in der Meisterrunde Gruppe B.

168 Zuschauer
Strafen: K: 46 Min  BT: 12  Min
Powerplay: K 1/3 BT 3/11


Königsbrunn: Vetter, Schaf – Strehler (4), Pandel (2), Conti, F.Mayer, Heichele (12), Sing (16), Demmler (4), Turner – Klundt, M.Weigant, Ullmann (2), Mucha (4), Polaczek (2), Rehle, Krafczyk


Bayreuth: Sievers, Bädermann – Meixner (2), Zimmermann, Potac, S.Mayer (2), Zimmer  – Müller (2), Geigenmüller, Mikesz, Brahmer (2), Bartosch (2), Schmidt, Stoyan (2), Oppenberger, Zeilmann


Tore: 1-0 (12) Ullmann (Mucha); 2-0 (37) 5-3 Krafczyk (Sing, M.Weigant); 2-1 (39) 5-4 Bartosch (Zimmermann, Potac); 2-2 (40) 5-4 Bartosch (Mikesz, Potac); 2-3 (43) Mikesz (Bartosch, Potac); 2-4 (55) Bartosch (Sievers, Potac)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth