Penaltyniederlage in Königsbrunn für den EHC Bayreuth

ESV Königsbrunn – EHC Bayreuth  4:3 n.P.(1-0;1-2;1-1)

Trotz der zahlreichen wichtigen Ausfälle im Tigerskader fand man relativ gut ins Spiel und wirkte zu Beginn wacher als die Einheimischen. Die Gelb-schwarzen erspielten sich auch erste Chancen, hatten deutliche Vorteile und  mehr Torschüsse. Allerdings fehlten etwas die wirklich klaren Gelegenheiten. Ausnahme war dabei nach etwa 12 Minuten in Überzahl, als trotzdem weder die Fernschüsse noch das Nachsetzen zum Torerfolg der Wagnerstädter führten. Kurz vor der ersten Pause stellten die Pinguine die Spielanteile dann vollends auf den Kopf, als Krafzcyk wie aus dem Nichts per Distanzschuss zum 1-0 traf. Im Mittelabschnitt kämpften sich die Oberfranken dann wieder ins Spiel und Müller egalisierte kurz nach Ablauf einer Strafe der Königsbrunner per Nachschuss.

Leider fand ESV-Kontingentstürmer Fadrny sofort danach eine Antwort und verwandelte seine Einzelaktion aus spitzen Winkel gegen den unglücklich wirkenden Bädermann zum 2-1. In einigen Überzahlspielen fehlte den Tigers dann ebenfalls die Durchschlagskraft und man schoss oft aus nicht optimalen Positionen oder schaffte es sogar einige wenige hochprozentige Möglichkeiten auszulassen. Wiederum per Nachschuss bei 5 gegen 4 gelang Torjäger Hlozek 14 Sekunden vor der zweiten Sirene dann doch wenigstens noch der Ausgleich. Im Schlussdrittel war erneut nicht all zu lange gespielt, als Bädermann aus der Ferne von Heichele überwunden wurde und die Schwaben wieder zu ihrer geliebten Kontertaktik verhalf. Bayreuth erhöhte darauf hin den Druck und setzte sich mit umformierten Reihen im Drittel der Gastgeber fest. Hlozek war zu Müller und Stoyan gerückt bzw. Schmidt übernahm seinen Platzt neben Zeilmann und Pertl. Die Oberfranken warfen kämpferisch alles in die Waagschale, ließen dabei aber etwas spielerischen Esprit vermissen und wirkten vor dem Tor im Abschluss zu harmlos.

Dazwischen versuchten die Pinguine mit Kontern für die Entscheidung zu sorgen, aber Bädermann vereitelte mit einem spektakulären „safe“ bei 1 gegen 3 (55.) eine mögliche Vorentscheidung. Mit absoluten Willen arbeiteten die EHC-ler den Puck, nach einer relativ frühen Auszeit von Trainer Pleger, im wahrsten Sinne des Wortes 70 Sekunden vor Ultimo durch Zeilmann dann tatsächlich noch einmal zum 3-3 über die Linie. So musste der shootout über den Zusatzpunkt entscheiden und die Lechstädter hatten dabei durch Krafczyk im 10. Versuch das bessere Ende für sich, weil alle EHC-Spieler vorher die Scheibe nicht über die Torlinie brachten. Tigersdompteur Pleger wollte die Ausfälle von z.B. Bartosch, Geigenmüller, Mayer und Maier nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen, musste aber schlussendlich mit dem einen Zähler gegen sehr defensiv agierende Gastgeber zufrieden sein. Eine sehr ordentliche Partie lieferten die in die Bresche gesprungenen Junioren.

192 Zuschauer,  Strafen: K: 28 Min, BT: 12 Min, Powerplay: K: 0/2, BT: 1/6

Königsbrunn: Wagner, Schaf – Strehler (2), Pandel, Schödlbauer, Waldhausen, F.Mayer (2), Heichele, Streicher (12) – Ullmann (2), Tausend, Schwimbeck, Arnold (4), Zimmermann, Becker, Winter, Polaczek, Fadrny (4), Rehle, Vycichlo, Krafczyk (2)

Bayreuth: Bädermann, Sievers  – Meixner, Zimmermann, Okonek, Hermann, Potac (4), Zimmer – F.Müller (2), Hlozek, Pertl (2), Masel, Pleger, Schmidt, Stoyan, Zeilmann (2), Schadt

Tore: 1-0 (19) Krafczyk (Rehle); 1-1 (27) Müller (Schmidt, Meixner); 2-1 (28) Fadrny; 2-2 (40) 5-4 Hlozek (Okonek, Stoyan); 3-2 (43) Heichele (Zimmermann, Fadrny); 3-3 (59) Zeilmann (Schadt, Pertl); 4-3 (Pen) Krafczyk

 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH