Wieder nur ein Punkt für den EHC Bayreuth

Wanderers Germering – EHC Bayreuth  3:2 n.P.(2-0;0-2;0-0)

Mit dem frühen Führungstreffer durch Schadt durch einem Distanzschuss legten die Gäste trotz des kurzfristigen weiteren Ausfalls von Verteidiger Meixner gleich gut los, doch gelang es ihnen zu selten daraus spielerische Sicherheit gegen die kampfstarken Wanderers zu ziehen. Bei einer etwa 90 sekündigen 3 gegen 5 Unterzahl geriet man sogar unter Druck, aber mit gutem Penaltykilling und dem bei einigen Fernschüssen sicheren Bädermann überstand man diese Phase ohne Gegentor. Danach plätscherte die Partie etwas dahin und bei einzelnen Torchancen der Tigers agierten sie im Abschluss zu unkonzentriert. Zumindest gelang Stoyan im Zusammenspiel mit Geigenmüller noch das 0-2, weil er den Schuss so lange geschickt verzögerte, bis er das fast leere Tor vor sich hatte.

Im Mittelabschnitt wurden die Einheimischen dann etwas mutiger und bekamen durch Stürzers abgefälschten Anschlusstreffer gleich Nahrung dafür.Bei einem Alleingang nach Steilpass aus der Tiefe (27.) konnte Bädermann sein Team zwar noch vor dem Ausgleich bewahren, doch nach 33 Minuten war er doch geschlagen. In Überzahl wurde ihm konsequent die Sicht genommen und Wälde traf per platzierten Fernschuss. Davon mussten sich die Gäste erst einmal erholen und kamen nur noch zu wenigen Möglichkeiten. Zu Beginn des Schlussdrittels rückten dann erst einmal die Schiedsrichter und Eismeister in den Fokus. Mehrere große Löcher sorgten für eine verdoppelte Pause, die die mitgereisten Tigersfans zum Zeitvertreib für ihre eigene Pausenshow mit Fahnen und Dauergesang nutzten. Stimmungstechnisch hörte man über die gesamten 60 Minuten eh fast nur die Anhänger aus Bayreuth. Als dann wieder Eishockey gespielt wurde, merkte man den Wagnerstädtern an das sie hier mehr tun wollten und mussten. Sie entwickelten zwar nahezu Dauerdruck, nur von einzelnen Gegenangriffen unterbrochen, aber das Zielwasser hatten sie offensichtlich in Bayreuth vergessen. Die Oberfranken vergaben erneut zahlreiche und teilweise hochkarätige Chancen, in dem sie oft einfach schlecht abschlossen.

Das seit Wochen existierende Problem der Chancenverwertung verfolgte die Bayreuther Kufencracks also auch bis ins Germeringer Polarium. Läuferisch und kämpferisch warfen die Wanderers zwar alles in die Waagschale aber z.B. bei 7 langen Powerplays im gesamten Spielverlauf darf man aus Sicht des EHC auch einmal ein Spiel mit Offensivideen oder spielerischen Akzenten für sich entscheiden. Da das aber nicht gelang ,musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Rossis ersten Treffer beantwortete Geigenmüller, dabei zwar noch mit einem Tor im shoot-out, doch dem zweiten erfolgreichen Versuch von Rossi blieb man die Antwort schuldig und musste sich schlussendlich mit einem Zähler begnügen. Mit 14 von 18 möglichen Punkten liegt man zwar weiterhin im Spitzenfeld doch besonders auswärts hat die Mannschaft noch deutlich Luft nach oben bei den Ergebnissen und speziell auch bei der Spielgestaltung.

105 Zuschauer, Strafen: G: 18 Min, BT: 30 Min, Powerplay: G: 1/3, BT: 0/7

Germering: Klein, Schedlbauer – Ross, Weber (2), Oehme (2), Jäger (4), Gambs, Dosch (4) – Meier (4), May, Lindner, Stürzer (2), Rossi, Bahner, Wälde, Schumacher, Kraus, Schreiber

Bayreuth: Bädermann, Sievers  – Zimmermann, Okonek, Hermann, Potac, Zimmer (14) – F.Müller, Hlozek (10), Pertl, Geigenmüller, Bartosch, Schmidt, Stoyan (2), Zeilmann, Schadt (2)

Tore: 0-1 (3) Schadt; 0-2 (19) Stoyan (Geigenmüller); 1-2 (24) Stürzer (Ross); 2-2 (33) 5-4 Wälde (Jäger, Lindner); 3-2 (Pen) Rossi



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH